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StartseiteKalenderblattDer Mann für die perfekte E-Gitarre21.03.2016

Leo FenderDer Mann für die perfekte E-Gitarre

"Die meisten Dinge werden im Laufe der Zeit verbessert, das ist hier nicht der Fall. Leo Fender hat von Beginn an eine perfekte Gitarre gebaut." Das sagte Keith Richards. Und mit seinem Urteil steht der Rolling-Stones-Gitarrist nicht alleine da. Heute vor 25 Jahren starb der legendäre E-Gitarren-Entwickler Leo Fender.

Von Michael Kleff

Ein weißer E-Bass (Model Fender Jazz Bass) steht neben einem Effektgerät auf einem Teppich in einem Proberaum in Berlin-Lichtenberg.  (picture alliance / ZB / Alex Ehlers)
Der Fender Jazz Bass, der Klassiker unter den E-Bässen. Erfunden hat ihn Leo Fender. (picture alliance / ZB / Alex Ehlers)
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"Die elektrische Verstärkung bietet dem Gitarristen eine völlig neue Lebensperspektive … Gitarristen, wacht auf und spielt! Verkabelt den Klang, damit sie Euch spielen hören."

Diese 1935 von dem schwarzen Jazzgitarristen Charlie Christian erhobene Forderung rief viele Elektrotechniker auf den Plan. Darunter auch Leo Fender. Er sollte als Pionier in die Geschichte der E-Gitarre und des E-Bass eingehen. Clarence Leonidas Fender, 1909 in Kalifornien geboren, hatte jahrelang in seiner Werkstatt neben Radios und Plattenspielern auch Verstärker und Tonabnehmer für elektrische Gitarren repariert. Ende der Vierzigerjahre kam ihm eine bahnbrechende Idee. Der Instrumentenbauer George Fullerton.  

"Lass uns einen Kaffee trinken gehen und etwas reden, meinte er. In einem kleinen Restaurant in unserer Straße sagte er dann: Ich will eine elektrische Gitarre mit einem massiven Korpus bauen."

Der Fender Precision prägte den Sound moderner Popmusik

Als Jimi Hendrix 1967 beim Monterey Popfestival sein Fender-Instrument mit Benzin und Prügelattacken traktierte, war die sogenannte Stratocaster längst die vielseitigste und meistverkaufte E-Gitarre der Welt. Der Erfolg liegt in ihrer Tauglichkeit für nahezu alle Stile, sagt Hank Marvin, der 1960 mit den Shadows auf einer Stratocaster den Instrumentalhit "Apache" aufnahm.

"Sie ist einfach gut. Ob du Blues spielst oder Rock´n´Roll. Und bei Jazz siehst du auch noch cooler aus."

Hawaii- und Lapsteelgitarren waren die ersten Instrumente von Leo Fender. 1950 stellte er in seiner mit George Fullerton gegründeten Firma eine bald unter dem Namen Telecaster bekannte E-Gitarre vor. Ein Jahr darauf folgte mit dem Fender Precision ein elektrischer Bass, der später den Sound moderner Popmusik prägen sollte, und 1954 dann die Stratocaster. 

"It was geared towards country musicians."

Das Instrument sprach damals vor allem Countrymusiker an. Sein Twangy-Sound passte zu dieser Musik, sagt Zeke Schein, Fender-Fachmann im legendären Musikgeschäft Matt Umanov Guitars in New York.

"They were the one who picked it up first because it had a very twangy chimey sound to it. That fit well with that music."

Alle großen Rockmusiker haben mit Leo Fenders Gitarren Karriere gemacht

Leo Fender veränderte nicht nur Klang und Aussehen elektrischer Gitarren. Er revolutionierte auch ihre Herstellung.

"Wie Henry Ford hatte er die Vision, etwas am Fließband in Massen herzustellen. Das Auto veränderte die amerikanische Kultur. Und die E-Gitarre. Mit der konntest du den Geräuschpegel in lauten Bars und Clubs übertönen."

Von Eric Clapton über George Harrison bis zu Deep Purple oder Kurt Cobain: Alle großen Rockmusiker haben mit Leo Fenders Gitarren Karriere gemacht.

Schwer erkrankt, verkaufte Fender 1965 sein Geschäft. Doch nach seiner Genesung blieb er bis zu seinem Tod am 21. März 1991 aktiv. Und entwickelte weitere Innovationen wie Tonabnehmer, Vibrato- Systeme und Gitarrenhalskonstruktionen. Die klassischen Fender-Gitarren und Bassinstrumente werden heute in vielen Ländern der Welt hergestellt. Für Zeke Schein sind sie immer noch einzigartig.

"Es gibt unzählige Kopien. Aber nichts klingt wie eine echte Fender-Gitarre. Sie hat patentierte Einzelteile, die eine magische Verbindung ergeben. Das ist ein bleibender Beleg für Leo Fenders Vision."

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