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Libanon250 Millionen Euro Soforthilfe

Demonstranten werfen in Beirut Steine auf die Polizei.  (dpa)
Auch am Sonntagabend gab es in Beirut wieder Proteste gegen die Regierung und Zusammenstöße mit der Polizei. (dpa)

Nach der Explosionskatastrophe im Libanon sollen dem Land fast 253 Millionen Euro Nothilfe bereitgestellt werden.

Die Summe kam bei einer internationalen Geberkonferenz zusammen, die Frankreichs Präsident Macron ins Leben gerufen hatte. Deutschland steuert 20 Millionen Euro bei, die Europäische Union 63 Millionen. Die Gelder sollen nach dem Willen der Geberländer direkt an die Bevölkerung fließen. Auch der Internationale Währungsfonds erklärte sich zu finanzieller Hilfe bereit, knüpft dies aber an Reformen. Im Libanon selbst kam es den zweiten Abend zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Sie machen die Regierung für Korruption und Misswirtschaft verantwortlich. Bereits zwei Mitglieder des Kabinetts reichten ihren Rücktritt ein.

Bei der Explosionskatastrophe am Dienstag wurden mehr als 150 Menschen getötet und fast 6.000 verletzt. Weite Teile Beiruts wurden verwüstet.

Diese Nachricht wurde am 10.08.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.