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LibyenNeuer Friedensgipfel geplant - Sarradsch vor Rücktritt

Blick über Tripolis, Libyen. (picture-alliance/imageBroker )
Blick über libysche Hauptstadt Tripolis (picture-alliance/imageBroker )

Die Vereinten Nationen und Deutschland planen ein erneutes Treffen zur Schlichtung der Krise im Bürgerkriegsland Libyen. An den virtuellen Gesprächen am 5. Oktober soll neben Vertretern der Konfliktparteien eine Reihe von Außenministern teilnehmen, wie ein UNO-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Das Treffen sei als Nachfolge-Konferenz zum Berliner Libyen-Gipfel im vergangenen Januar angelegt.

Damals hatte Deutschland eine Vermittlerrolle eingenommen. Am Abend wurde bekannt, dass der international anerkannte Regierungschef Sarradsch sein Amt bis spätestens Ende Oktober abgeben will. In einer Fernsehansprache deutete er an, dass dieser Schritt zu einer möglichen Befriedung des Landes beitragen soll. Erst am Montag hatte die Gegenregierung des abtrünnigen Generals Haftar ihrerseits einen Rücktritt angeboten.

Im ölreichen Libyen herrschen seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Gaddafi im Jahr 2011 Chaos und Bürgerkrieg.

Diese Nachricht wurde am 17.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.