Literatur

Jean-Henri Fabre: "Erinnerungen eines Insektenforschers"Das Wunder des Lebens

Jean-Henri Fabre: "Erinnerungen eines Insektenforschers" Zu sehen sind Jean-Henri Fabre bei der Insektenbeobachtung an seinem Schreibtisch und das Buchcover (Foto: picture alliance / dpa / akg-images / Cover: Matthes & Seitz Verlag)

Als den "Homer der Insekten" hat man Jean-Henri Fabre, den Wegbereiter der modernen Verhaltensbiologie, schon bezeichnet. Namhafte Persönlichkeiten seiner Zeit wie der Philosoph Henri Bergson oder der Schriftsteller wie Romain Rolland zählten zu seinen begeisterten Lesern. Nun ist die Werkausgabe komplett. Büchermarkt | 03.07.2020 | 16:10 Uhr

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Hartmut Lange: „Der Lichthof“Rätselhaftes Unheil

Unwetter mit dramatischen dunklen Wolken über der Stadt Kassel.  (imago / Hartenfelser)

Überzeugungen geraten ins Wanken, Paarbeziehungen laufen aus der Bahn und stürzen ins Unglück: Hartmut Lange erzählt mit genau gewählten Worten über Menschen, die ihren Halt verlieren und in Sinnkrisen geraten. Seine Novellen sind eine literarische Meditation über Unheil und Rätsel.Büchermarkt | 02.07.2020 | 16:10 Uhr

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Siegfried Unseld: "Reiseberichte"Ins Gelingen verliebt

Siegfried Unseld: "Reiseberichte". Zu sehen ist der Autor und Verleger und das Buchcover (Foto: imago images / teutopress / Cover: Suhrkamp Verlag)

Es gibt im 20. Jahrhundert keinen Verleger, der das literarische und gesellschaftliche Leben seiner Zeit so geprägt hat wie Siegfried Unseld. Eine Auswahl seiner "Reiseberichte" aus 40 Jahren, Spiegel seines unermüdlichen Schaffens, erscheint nun zum 70. Geburtstag des Suhrkamp Verlags.Büchermarkt | 30.06.2020 | 16:10 Uhr

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Mit der Schreibmaschine die Welt rettenNeues Engagement in der Literatur

Porträt der französischen Philosophin und Schriftstellerin Christine von Pizan (1368-1430), aus "Les Femmes Illustres de L'Europe" um 1850 (imago stock&people/Leemage)

Bei Bertolt Brecht, Anna Seghers oder Günter Grass war das Verhältnis von Literatur und Politik noch vergleichsweise übersichtlich. Seit Émile Zolas berühmtem „J’accuse” meldeten sich politisch und literarisch engagierte Intellektuelle in Texten und öffentlichen Statements zu Wort. Sie klagten an und wollten die Welt zu einem besseren Ort machen. Autonomie erschien den großen engagierten Nachkriegsautoren als überholtes Luxusgut. Essay und Diskurs | 28.06.2020 | 09:30 Uhr

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Stuart Hall: "Vertrauter Fremder"Race ist nicht Rasse

Buchcover Stuart Hall: „Vertrauter Fremder. Ein Leben zwischen zwei Inseln“ und im Hintergrund Jamaika (Cover Argument Verlag / Hintergrund imago/Bluegreen Pictures)

Stuart Hall (1932-2014) gilt als Begründer der Cultural Studies. Anlässlich der Übersetzung seiner Autobiografie "Vertrauter Fremder" ins Deutsche rückt das Wort "Race" ins Blickfeld. Der Literaturwissenschaftler Stefan Howald plädiert dafür, diesen Begriff nicht mehr mit "Rasse" zu übersetzen.Büchermarkt | 24.06.2020 | 16:10 Uhr

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Colm Toibin: "Haus der Namen"Den Göttern ist es ganz egal

Buchcover Colm Tóibín: „Haus der Namen“ und die Ermordung des Agamemnon (Cover Hanser Verlag / Hintergrund Colm Tóibín: „Haus der Namen“)

Von wegen heile Familie! Kaum eine Sage bietet so viel Tragik wie die antike "Orestie". Tochter-Opferung, Gattenmord, Mutter-Ermordung, Sohnes-Wahnsinn: All' das kommt hier vor. Der Ire Colm Tóibín erzählt den altgriechischen Mythos aber nicht einfach nur nach, sondern hat auch einiges neu hinzuerfunden.Büchermarkt | 22.06.2020 | 16:10 Uhr

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Rachel Cusk: "Danach"Die Scheidungs-Märtyrerin

Buchcover Rachel Cusk: „Danach“ und ein paar Hände (Buchcover Suhrkamp / Hintergrund imago/CHROMORANGE)

Rachel Cusk gilt als eine der umstrittensten Autorinnen Großbritanniens. Denn in ihren autobiografischen Büchern erzählte sie zuletzt keineswegs positiv vom Kinderkriegen und der Mutterschaft. In „Danach“ berichtet Cusk nun vom Scheitern ihrer Ehe. Was in England 2012 ebenfalls für Empörung sorgte.Büchermarkt | 22.06.2020 | 16:10 Uhr

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Tag drei beim BachmannwettbewerbDer große Gruß

Blick in die Bibliothek im Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. (picture alliance/dpa/Robert Michael)

Tiere, Hass und Befindlichkeit sind die Schlagworte des dritten und letzten Lesetags. Wütend startet Lydia Haider ins Rennen, gefolgt von einer Mauswerdung bei Laura Freudenthaler – am Ende kommt Meral Kureyshi zum Anfang allen Erzählens: mit "Adam".Büchermarkt | 20.06.2020 | 16:05 Uhr

Georg K. Glasers Ende der KriegsgefangenschaftChronist des blutigen 20. Jahrhunderts

Befreiung von Paris am 25. August 1944 (imago / Leemage)

Georg K. Glaser, Franzose durch Heirat, Deutscher von Geburt, kehrte im Juni 1945 aus deutscher Kriegsgefangenschaft nach Paris zurück - und wurde umgehend als mutmaßlicher Kollaborateur verhaftet. Sein wichtigstes Werk "Geheimnis und Gewalt" gilt als Geheimtipp der Exilliteratur. Kalenderblatt | 13.06.2020 | 09:05 Uhr

Benjamin Myers: "Offene See"Flucht ans Meer

Aufgewühlte graue Wellen und stürmische See bei Newhaven, East Sussex. (picture alliance / Susan Robinson )

Ein junger Mann flieht 1946 in England vor einer tristen Existenz im Bergbau in den Süden des Landes ans Meer. Hier begegnet er einer Exzentrikerin mit einem Geheimnis. Eine atmosphärische Geschichte vom Erwachsenwerden, die von intensiven Naturschilderungen lebt, aber zuweilen das Schwülstige streift.Büchermarkt | 09.06.2020 | 16:10 Uhr

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