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StartseiteAtelier neuer MusikTre Generazioni 05.03.2016

Luigi Nono, Stefano Gervasoni, Daniele Ghisi Tre Generazioni

Die italienische Nachkriegsavantgarde, insbesondere das Schaffen und die Persönlichkeit Luigi Nonos, hat ihre Folgegeneration noch maßgeblich geprägt. Das betrifft weniger das Handwerk als vielmehr die Haltung, Musik als Ort des Denkens und des Veränderns zu verstehen.

Von Barbara Eckle

Der italienische Komponist Luigi Nono lehnt an einer Backsteinmauer (imago)
Übervater der italienischen Musikavantgarde: Liugi Nono (imago)

Stefano Gervasoni beispielsweise beschloss nach seiner ersten Begegnung mit Nono, selbst Komponist zu werden. Heute als Lehrer das Konzept der "Musik als Denk-Raum" an die nächste Generation zu vermitteln, erweist sich für ihn als schwierig. Italien steckt in einer Sinnkrise, was sich auch im zeitgenössischen Musikleben deutlich bemerkbar macht. Für junge Komponisten, für Ensembles Neuer Musik gibt es zu wenig Mittel und zu wenig Öffentlichkeit. International tauchen sie nur mehr vereinzelt auf. Eine Gruppe junger Komponisten um Gervasonis Schüler Daniele Ghisi trotzt dieser Situation mit einer Internet-Plattform namens "NuThing". In regelmäßigen Blogs und Beiträgen versuchen sie die italienische Szene mehr zu vernetzen sowie den Diskurs über neue Musik anzuregen und sichtbar zu machen, damit sie auch als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden kann.

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