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StartseiteMusikszeneSpäter Erfolg07.07.2020

M. Weinbergs KammermusikSpäter Erfolg

Seine Oper "Die Passagierin" machte Mieczysław Weinberg posthum berühmt. Vor einigen Jahren wurde sie wiederentdeckt und mit ihr nach und nach auch das vergessene Instrumentalwerk eines herausragenden Komponisten. Wir besichtigen seine Kammermusik.

Von Klaus Gehrke

Ein Mann stützt auf einer Schwarzweißfotografie versonnen seinen Kopf auf die Hände, die er über eine Stuhlkante gelegt hat. (Mieczyslaw Weinberg / Weinbergsociety)
In Polen geboren, fand er schließlich seinen Lebensmittelpunkt in Moskau (Mieczyslaw Weinberg / Weinbergsociety)
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Jahrzehnte lang war Mieczysław Weinberg fast ausschließlich in seiner Wahl-Heimat, der Sowjetunion, ein bekannter Komponist. 1919 in Warschau geboren, musste der hochbegabte junge Student nach Beginn des Zweiten Weltkrieges mehrfach vor der Deutschen Wehrmacht fliehen, bis Dmitri Schostakowitsch ihn 1943 nach Moskau holte. Wie sein berühmter Mentor und Freund setzte Weinberg sich mit unterschiedlichsten musikalischen Materialien, Formen und Gattungen auseinander. Ein wichtiges Thema in vielen Werken ist die Ermordung seiner jüdischstämmigen Familie in deutschen Vernichtungslagern. Davon handelt auch Weinbergs Oper "Die Passagierin", deren Aufführung in Bregenz 2010 die Wiederentdeckung des fast vergessenen Komponisten einleitete.

Kammermusik zum 100. Geburtstag

Mittlerweile widmen sich viele Musikerinnen und Musiker auch dem umfangreichen Kammermusikwerk von Weinberg, dessen Geburtstag sich im vergangenen Dezember zum 100. Mal jährte. Welche Rolle spielt Weinbergs Kammermusik in seinem Gesamt-Oeuvre, welche Schwerpunkte setzte der Komponist darin und welche Bedeutung hatten solche Gattungen wie Solosonate, Klaviertrio oder Streichquartett für ihn? Wir besichtigen das faszinierende Werksegment eines herausragenden Komponisten.

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