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StartseiteAuf den PunktInfluencer und der Wandel im Journalismus26.07.2019

MachtverschiebungInfluencer und der Wandel im Journalismus

Seit dem Erfolg des Videos "Die Zerstörung der CDU" des YouTubers Rezo wird deutlich, dass sich die Macht der Influencer nicht nur auf die Konsumgewohnheiten junger Leute beschränkt. Doch was bedeutet es, wenn Influencer nun auch journalistisch tätig werden?

Eine Sendung von Christian Floto (Moderation) und Brigitte Baetz

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Rezo bei der Verleihung des 7. Webvideopreises an die herausragendsten deutschsprachigen Internetstars des Jahres im ISS Dome. Düsseldorf, 01.06.2017. ( imago / FutureImage / C. Hardt )
Das Mediennutzungsverhalten der Jugend hat sich verändert - mit massiven Auswirkungen auch auf Politik und Medien ( imago / FutureImage / C. Hardt )
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Meinungsführer und Multiplikatoren in Sozialen Netzwerken werden als Influencer bezeichnet – als Menschen also, die andere beeinflussen können. Die erfolgreichsten Influencer beschäftigen sich mit Schönheit und Life-Style und können mit indirekter Werbung für Produkte ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Der Bundesverband Influencer Marketing" geht davon aus, dass der Branchenumsatz in den deutschsprachigen Ländern im nächsten Jahr bei rund 990 Millionen Euro liegen wird. Schon jetzt verdienen dort 165.000 Menschen Geld mit Instagram, Blogs oder YouTube-Videos.

Doch seit dem Erfolg des Videos "Die Zerstörung der CDU" des YouTubers Rezo wird deutlich, dass sich die Macht der Influencer nicht nur auf die Konsumgewohnheiten junger Leute beschränkt. Veröffentlicht nur wenige Tage vor der Europawahl, schreckte das Video die politische Klasse in Berlin auf: nicht nur die Politik, auch die Medien. Der Publizist Gabor Steingart schrieb in seinem "Morning Briefing": "Politische Polemiken wie die von Rezo, LeFloid oder Tilo Jung entfalten auf YouTube eine publizistische Wirkung, wie sie früher nur Rudolf Augstein, Alice Schwarzer und Sebastian Haffner erreichten."

Doch was bedeutet es, wenn Influencer nun auch journalistisch tätig werden? Inwiefern werden dadurch "klassische Wege" der Informationsbeschaffung wie Zeitungen und Rundfunk abgelöst oder verdrängt? Brauchen wir dafür neue Medienregulierungen? Und inwieweit muss sich der "herkömmliche" Journalismus verändern, um dem Mediennutzungsverhalten der Jugend entgegenzukommen?

Diese und andere Fragen diskutiert Prof. Dr. Christian Floto mit seinen Gästen:

  • Paul Schulte, Student und YouTuber, "Ultralativ"
  • Stefan Schulz, Soziologe und Podcaster, "Aufwachen-Podcast"
  • Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit"
  • Juliane Wiedemeier, freie Medienjournalistin und Mitgründerin der "Prenzlauer Berg Nachrichten"

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