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Macron am Volkstrauertag im Bundestag"Neues Kapitel für Europa aufschlagen"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht im Bundestag bei der Zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag. (dpa-Bildfunk / Kay Nietfeld/ )
Emmanuel Macron am Volkstrauertag in Berlin. (dpa-Bildfunk / Kay Nietfeld/ )

Frankreichs Präsident Macron ruft Deutschland auf, Europa in Zeiten eines neuen Nationalismus krisenfester zu machen. Mit ihrem nachhaltigen Frieden hätten sich Deutschland und Frankreich zur treibenden Kraft Europas entwickelt, sagte er in seiner Rede zum Volkstrauertag im Bundestag.

Herausforderungen für Europa

Jetzt sei es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Als Herausforderungen nannte er die Sicherheitspolitik, den Klimawandel, aber auch die digitale Revolution. Deutschland und Frankreich müssten hier Verantwortung übernehmen mit dem Ziel, Europa zu einer größeren Souveränität in der Welt zu verhelfen. Darüber hinaus würdigte der französische Präsident die deutsch-französische Freundschaft.

Merkel kündigt "umfassende Reformvorschläge" an

Macron traf sich anschließend mit Bundeskanzlerin Merkel. Die Kanzlerin betonte, Deutschland und Frankreich trügen große Verantwortung für Europa. Bis Mitte Dezember wolle man versuchen, den EU-Partnern umfassende Reformvorschläge vorzulegen.

Emmanuel Macron (r), Präsident von Frankreich, und Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident, kommen zu der Veranstaltung "Youth for Peace - 100 Years after World War I - 100 Ideas for Peace" um mit jungen Menschen über Frieden zu sprechen. (dpa /Gregor Fischer)Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Volkstrauertag in Berlin (dpa /Gregor Fischer)

Das Versprechen "nie wieder Krieg" erneuern

Das Totengedenken im Bundestag sprach Bundespräsident Steinmeier. Er hatte zuvor gemeinsam mit dem französischen Staatsoberhaupt an der zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewalt der Bundesrepublik an der Neuen Wache in Berlin einen Kranz niedergelegt. Zudem kamen Macron und Steinmeier mit Jugendlichen aus beiden Ländern zusammen, um über Ideen für den Frieden zu sprechen. Macron rief die Teilnehmer auf, sich für ein offenes und ehrgeiziges Europa einzusetzen. Steinmeier betonte, es gehe darum, das Versprechen "Nie wieder Krieg" zu erneuern.

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, steht bei der Veranstaltung "Youth for Peace - 100 Years after World War I - 100 Ideas for Peace" auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)Macron am Volkstrauertag bei einer Veranstaltung mit Jugendlichen in Berlin. (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)

Beim Online-Dienst Instagram veröffentlichte Macron ein Foto der Veranstaltung. Er schrieb dazu: "Dieses Bild hätte vor 100 Jahren noch nicht existieren können. Diese Jugendlichen, die aus 48 verschiedenen Ländern kommen, hätten sich auf dem Schlachtfeld gegenübergestanden. Heute sind sie versammelt und bemühen sich gemeinsam um den Frieden."

(wes)

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