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StartseiteVerbrauchertippVon Kindern und Haustieren fernhalten 30.03.2020

Mähroboter im Test Von Kindern und Haustieren fernhalten

Je größer der Garten, desto mehr Mühe macht das Rasenmähen, dachte man lange. Doch es gibt Mähroboter, die die Arbeit erledigen können. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest hinterließen sie meist einen guten Eindruck beim Rasenschnitt. In puncto Sicherheit gibt es weiterhin Kritik.

Von Dieter Nürnberger

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Ein Rasenmähroboter des Typs Automower 315 der Firma Husqvarna fährt am 03.01.2016 in Hülben (Baden-Württemberg) über eine Wiese. Foto: Sebastian Gollnow/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Mähroboter: Gute Bewertungen beim Rasenschnitt, aber Abzugspunkte in Sachen Sicherheit (dpa)
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Einmal programmiert, können Mähroboter durchaus als selbstständige Helfer im Garten gelten. Beispielsweise fahren sie dann einfach zur voreingestellten Zeit los, um zu mähen. Dennoch fehlt den Robotern natürlich jegliches botanisches Gespür, weshalb neben der direkten Programmierung am Gerät auch im Garten selbst einiges vorbereitet werden muss, so Reiner Metzger von der Stiftung Warentest.

"Sie brauchen für einen Mähroboter erst einmal einen Stromanschluss für die Ladestation. Und dann müssen sie um den Garten herum ein Kabel verlegen - ein Signalkabel, welches dem Mähroboter signalisiert, bis hierhin und nicht weiter. Und wenn sie irgendwo im Garten auch Bereiche haben, wo der nicht hin soll, dann braucht auch dieser Bereich ein Begrenzungskabel. Und dort weiß dann der Roboter, dass er hier außen rum muss."

Je meht Beete, desto länger dauert das Mähen

Die Navigation klappte bei den meisten der elf getesteten Mähroboter relativ verlässlich. Vorbei die Zeiten, in denen sich die eigenständigen Maschinen etwa in den Nachbargarten verirrten. Allerdings gilt: Je mehr Beete oder Steingärten vorhanden, desto länger dauert es, da sich der Roboter um jedes Hindernis erst einmal tasten muss. Beim wichtigsten Qualitätsmerkmal, dem Mähen, konnten fast alle Modelle punkten, allerdings kamen einige mit feuchtem Rasen nicht so gut zurecht.

"Es gibt ein paar Ausnahmen: Da wurden unebene Schnitte gemacht. Oder sie kamen nicht so richtig in alle Ecken eines Gartens. Aber im Allgemeinen ist der Rasen besser, als wenn ich ihn mit Hand mähe. Die Akkus der Mäher sind aber sehr unterschiedlich. Manche brauchen zum Laden 45 Minuten, mancher aber auch über eine Stunde."

Kinderfußattrappe nicht erkannt

Aufgrund der meist vorzeigbaren Rasenschnittergebnisse hätte es einige gute Gesamtbewertungen in diesem Test gegeben. Doch bei den Sicherheitsprüfungen wurden sämtliche Modelle abgewertet. Der Grund: Die Stiftung Warentest platzierte Attrappen in den Gärten, einen nachgeahmten Kinderfuß und auch einen Kinderarm. Reiner Metzger:

"Einen Kinderarm erkannten die Mähroboter gar nicht. Da fuhren sie dran und drüber. Und zwei der Mähroboter-Modelle haben auch einen krabbelnden Kinderfuß nicht erkannt. Also, wenn ein Kleinkind auf dem Rasen krabbelt und der Mäher kommt von hinten, dann haben zwei Modelle - "Hellweg" und "Yard Force" nicht gestoppt, sind draufgefahren und die Messer liefen weiter."

Lediglich befriedigend

Zwar haben die Hersteller ihre Außengehäuse mehr und mehr optimiert, doch in der Untersuchung zeigte sich auch, dass verspielte Hunde oder Katzen mit ihren Pfoten gefährdet sein können. Aufgrund dieser Sicherheitsmängel lautete die beste Bewertung lediglich befriedigend: Warentester Reiner Metzger:

"Der Bosch für 840 Euro ist ein kompaktes gerät für kleinere Gärten bis 400 Quadratmeter. Sehr smart, der macht sich alle seine Pläne selber. Dann haben wir für etwas größere Gärten ein Modell von "Husqvarna" - recht robust für ungefähr 1.000 Euro. Und dann haben wir ein Mittelfeld, wo es stets auf ihren Garten ankommt. Der "Stihl" ist für große Gärten geeignet. Der "Power G" ist für einfache Gärten, da können Sie auch nicht groß programmieren. Kostet aber auch nur 330 Euro und mäht auch ganz gut"

Mähroboter können also eine große Hilfe im Garten sein. Doch zeigte die Warentest-Untersuchung, dass sich Kleinkinder und Roboter besser nicht zu nahe kommen sollten.

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