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MaltaUntersuchungskommission gibt Staat Mitschuld am Mord der Journalistin Caruana Galizia

Blumen für die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta.  (Getty / Dan Kitwood)
Eine Kommission gibt dem Staat eine Mitschuld am Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Getty / Dan Kitwood)

Bei der Untersuchung des Mordes an der maltesischen Journalistin Caruana Galizia hat eine unabhängige Kommission dem Staat eine Mitschuld zugesprochen.

Laut Bericht gibt es keine Anhaltspunkte, dass der Staat direkt in den Fall involviert gewesen sei. Aber Malta habe eine Kultur der Straflosigkeit kreiert, die sich durch alle Behörden ziehe und zum Kollaps der Rechtsstaatlichkeit führe. Der Staat und seine Institutionen hätten es versäumt zu erkennen, wie sehr Caruana Galizia wirklich bedroht gewesen sei und demnach auch keine Maßnahmen ergriffen, um sie zu schützen.

Die Investigativjournalistin wurde im Oktober 2017 bei einem Autobombenanschlag getötet. Die Prozesse gegen den mutmaßlichen Drahtzieher sowie mehrere am Mord beteiligte Männer laufen gerade.

Diese Nachricht wurde am 30.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.