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StartseiteAus Kultur- und Sozialwissenschaften"Man kommt nicht als Frau zur Welt. Man wird es"10.01.2008

"Man kommt nicht als Frau zur Welt. Man wird es"

100 Jahre Simone de Beauvoir - und was sie im 21. Jahrhundert noch zu sagen hat

Generationen von Frauen galt sie als faszinierendes Vorbild, die Frauenbewegung der 70er Jahre bekam starke Impulse von Simone de Beauvoirs Analyse, dass man zur Frau gemacht wird. "Das zweite Geschlecht" von 1949 wandte sich gegen den "Mythos der Mutterschaft" und rief Frauen dazu auf, lieber zu arbeiten und finanziell selbständig zu werden, statt Kinder in die Welt zu setzen.

Von Ingeborg Breuer

Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre in Paris (AP Archiv)
Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre in Paris (AP Archiv)

Heute blickt man distanzierter auf die "Mutter des Feminismus". Kaum jemand wird noch die offene Beziehung zwischen Sartre und Beauvoir, die andere Liebschaften ausdrücklich einschloss, zum Vorbild nehmen. Und in unserer alternden Gesellschaft sieht man die "Emanzipation vom Kind" mit durchaus gemischten Gefühlen. Doch Simone de Beauvoir bleibt eine der ersten großen intellektuellen Frauen des 20sten Jahrhundert, die mit der ihnen traditionell zugedachten Rolle gebrochen haben.

Zu ihrem hundertsten Geburtstag sind neue Bücher über Simone de Beauvoir erschienen. Und an der FU Berlin gibt es eine Tagung, die nach der Aktualität Simone de Beauvoirs für das 21. Jahrhundert fragt.

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