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StartseiteSport am Wochenende"Die schwerste Tour, die ich je gefahren bin"22.07.2018

Marcel Kittel"Die schwerste Tour, die ich je gefahren bin"

Die Bergetappe nach La Rosiere wurde Marcel Kittel bei der Tour de France zum Verhängnis. Der Sprinter beendete die Etappe, allerdings so spät, dass er disqualifiziert wurde. Ist das Zeitlimit für Sprinter zu eng? Kittel sagte im Dlf, man sollte darüber nachdenken.

Marcel Kittel im Gespräch mit Matthias Friebe

Marcel Kittel im Ziel aber wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen (David Stockman/BELGA/dpa/picture-alliance)
Marcel Kittel im Ziel aber wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen (David Stockman/BELGA/dpa/picture-alliance)
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Kittel sieht kaum Chancen für reine Sprinter, die diesjährige Tour de France zu beenden. Er sagte: "Ich muss sagen, André Greipel und Fernando Gaviria, die sind schon einigermaßen bergfest. Aber auch die haben’s nicht gepackt. Das ist schon was, wo man echt sagen muss: ‚OK, Moment, das liegt jetzt nicht unbedingt an den Rennfahrern, sondern das ist ja schon irgendwo ein Ausrufezeichen. Ich hatte schon ein paar Tage vorher gesagt, dass das für mich die schwerste Tour ist, die ich je gefahren bin."

Neben der Strecke ist für Kittel auch die Verkleinerung der Teams schwierig für Sprinter, weil die Gruppe der abgehängtenn damit kleiner und langsamer wird. "Dazu kommt noch, dass die Teams verkleinert wurden, von neun auf acht Rennfahrer, zusammen mit den schwierigeren Etappen. Wo man sagen muss: Ok, vielleicht müsste man auch an den Zeitlimits was machen, nochmal.‘ Da sollte man, denke ich, schon drüber nachdenken", sagt Kittel und fügt hinzu, dass die Teamverkleinerung wenig gebracht habe: "Ich sehe keine Riesenveränderungen ins Positive."

"Da kann man bestimmt drüber sprechen."

Grundsätzlich will Kittel allerdings nichts an der Auslese durchs Zeitlimit ändern. Er sagt:

"Sinn der Sache ist ja nicht, jeden Fahrer da irgendwie durchzubringen. Es geht ja darum, dass es immer noch ein Rennen ist, und man ein gewisses Niveau, eine gewisse Leistungsfähigkeit zeigen muss, um dort im Rennen zu bleiben. Also den Gedanken kann ich nachvollziehen und den unterstütze ich auch voll.

Aber jetzt gab es einfach ein große Diskrepanz zwischen Zetlimit und Schwierigkeit der Strecke, wo man einfach vielleicht nochmal nachjustieren muss. Und ich glaube das ist das eigentliche Problem. Da kann man aber bestimmt auch drüber sprechen. Es ist sicherlich nicht das Interesse des Tourveranstalters, die Sprinter aus dem Rennen zu jagen."

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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