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StartseiteBüchermarkt''Mardi - und eine Reise dorthin''01.01.1980

''Mardi - und eine Reise dorthin''

"Nachdem ich in jüngster Zeit zwei Reiseerzählungen aus dem Pazifik veröffentlicht hatte, die mancherseits ungläubig aufgenommen wurden, kam mir der Gedanke, tatsächlich ein Südseeabenteuer als Phantasieerzählung zu schreiben; um zu sehen, ob diese Fiktion nicht möglicherweise für wirklich genommen werden kann: in gewissem Grade die Umkehrung meiner vorigen Erfahrung. Diesem Gedanken entsprossen andere, die Mardi zum Ergebnis hatten." Phantasieerzählung! Mit solch lakonischem Understatement eröffnete Herman Melville im Jahre 1849 seinen Roman Mardi, ein gewaltiges, tausend Seiten umfassendes Buch und ein ebenso hinreißendes wie monströses Werk, mit dem der damals erst dreißigjährige Autor fast jeden Horizont überstieg und nahezu alle Konventionen sprengte - die der Gattung Roman sowieso, zugleich aber auch solche der vorherrschenden puritanischen Moral und positivistischen Philosophie. Wenn das Wort vom hemmungslosen Fabulieren, im guten wie im schlechten Sinn, je angebracht gewesen ist, dann bei diesem schlechterdings inkommensurabelen Werk, das der Eruption eines kreativen Vulkans gleicht, der seit einigen Jahren unterirdisch zu rumoren begonnen hatte.

Klaus Modick

Die zwei umfangreichen, auf dem literarischen Markt überaus erfolgreichen Reiseerzählungen nämlich, die Melville jetzt als Kontrastfolie zum Roman erwähnt, "Typee" aus dem Jahre 1846 und "Omoo" aus dem Jahre 1847, basierten zwar auf den Erfahrungen, die der Autor während seiner vierjährigen Reisen als Seemann und Walfänger in der Südsee gemacht hatte, und gaben sich entsprechend authentisch bis journalistisch - waren in Wirklichkeit jedoch bereits autobiographisch eingefärbte Romane. Das blieb auch der zeitgenössischen Kritik nicht verborgen, und es wurden Stimmen laut, die Dokumente und Belege für das forderten, was Melville, insbesondere während seines Aufenthalts unter Kannibalen auf den Marquesas-Inseln, erlebt haben wollte. Aber auf eine klare Grenzziehung zwischen Realität und Fiktion konnte und wollte dieser Autor sich nie einlassen, erschien ihm doch die Wirklichkeit seiner nautischen Reisen stets so phantastisch wie die Reise seiner Phantasie durch den Weltraum der Seele realistisch. "Typee" und Omoo zeigten insofern nichts anderes als die erstaunliche Entwicklung eines amerikanischen Seemanns zum Künstler und Gesellschaftskritiker, der sich souverän und, in den Augen der puritanischen Ostküstengesellschaft: höchst skandalös, über Rassenschranken und kulturelle Grenzen hinwegsetzte und mit den Tabus der verklemmten Sexualvorstellungen seiner Zeit und Gesellschaft brach.

Dem ehemaligen Seemann Melville, der unter Kannibalen der Südsee gelebt hatte, ohne Schaden zu nehmen, wurde das Schreiben zur Meuterei gegen den Kannibalismus einer Zivilisation, die sich anschickte, das Innere des Menschen, seine freie Seele, zu verschlingen. Die Reiseerzählungen bildeten bei dieser Meuterei freilich nur das Vorspiel, die geflüsterte Verschwörung sozusagen; der Roman "Mardi" ist die schriftgewordene Eskalation, der offene Aufruhr, der Ausbruch aus einem erstarrten Normen- und Regelwerk, der diesen Autor und jenen Lesern, die bereit sind, ihm zu folgen, von der nur scheinbar unscheinbaren Realität einer Schiffsreise bis in die Stratosphären der Metaphysik und Mystik katapultiert. Das Buch beginnt gleich mit einer Flucht, setzt jedoch zögernd ein, harmlos fast, wie ein Seemannsgarn jener Güte, das sich zu Melvilles Zeit größter Beliebtheit erfreute. Der Erzähler desertiert zusammen mit einem Kameraden von dem Walfänger, mit dem sie seit Monaten erfolglos den Pazifik durchstreifen; die beiden Abtrünnigen entwenden eins der schnellen Walboote und nehmen Kurs auf ein fernes Archipel in der Hoffnung auf freundliche Menschen, freie Liebe, mildes Klima und gutes Essen. Soweit das Südseeklischee, das bei Melville allerdings von Anfang an konterkariert wird. Daß diese Exposition nur an der Oberfläche dem Muster einer konventionellen Abenteuergeschichte folgt, wird bereits im zweiten Kapitel klar, in dem eine Windstille beschrieben wird - und zwar so, wie sie auf die Psyche desjenigen wirkt, der sie erfährt:

"Zunächst ist er überrascht, daß er nie von einem Seinszustand geträumt hat, bei dem das Sein selbst außer Kraft gesetzt scheint ... und treibt in die Grenzgefilde der Schöpfung, die Region der immerwährenden Flaute, die zu einer positiven Leere hinleitet."

Als die beiden Abenteurer wenig später in eine zweite Windstille geraten, wird noch deutlicher, wie Melville, trotz aller realistischen Präzision, Naturphänomene zu psychischen Grenzerfahrungen auflädt.

"Alles war in der Windstille ineinander verschmolzen: Himmel, Luft, Wasser und alles. Kein Fisch war zu sehen. Dies war die Stille eines Vakuums. Keine Spur von Leben lag in der Luft. Und dieses träge, brütende Verschmelzen aller Dinge trat in der Vorstellung als graues Chaos in Erscheinung."

Es handelt sich hier zwar in der Tat um die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der sehr bald das graue Chaos zu einem Kosmos aus unzähligen Details und ungeheuren Anblicken verwehen wird, aber mit den romantischen oder realistischen Romanciers des Meeres, Joseph Conrad etwa oder auch Robert Louis Stevenson, hat Melvilles existentielle und mystische Wucht wenig gemein. Dem Epiker Melville, der sich mit "Mardi" vom engagierten Kosmopoliten zum ekstatischen Kosmos-Politen wandelte, wird das gesamte Dasein zum Meer, zu einem belebten, beseelten Kosmos, und der Ozean der Worte, auf dem sich Melville mit Mardi zu treiben lassen begann, spiegelt wiederum diesen Kosmos. "Jede Woge erscheint in meinen Augen als eine Seele." Und jede Seele, der es gelingt, sich aus den Fesseln verordneter Anschauungen zu befreien, wird zum Ozean der Imagination. Dieser Wille zur Ekstase und rauschhaften Seinsverschmelzung, die Mikro- und Makrokosmos gleichermaßen zu durchdringen und zu umfassen versucht, entspricht dem Erfahrungsmodus der Mystiker; er bekommt bei Melville jedoch etwas dezidiert Modernes, worauf D. H. Lawrence in seinen Essays zur klassischen amerikanischen Literatur mit dem bezeichnenden Titel "Der Untergang der Pequod" hingewiesen hat. Die Pequod ist bekanntlich jener Walfänger, den Melville einige Jahre nach "Mardi" auf die Jagd nach Moby Dick schicken sollte. Lawrence notierte, bewundernd, aber zugleich mit einem gewissen Erschrecken: "Er war Futurist, lange bevor der Futurismus die Farbe entdeckte. Das schiere, nackte Schieben der Elemente. Und die menschliche Seele, die all das miterlebt. Oft geht es beinahe über die Grenze: in die Psychiatrie. Irgendwie fragwürdig. Und doch so großartig."

Solche fragwürdige Großartigkeit äußert sich in "Mardi" auf allen Ebenen der ins Uferlose, mithin Ozeanische, drängenden Handlung die nur andeutungsweise skizziert werden kann. Die Deserteure stoßen auf ihrer Odyssee auf ein geheimnisvolles, weißhäutiges Mädchen, in das sich der Ich-Erzähler unsterblich verliebt, und gelangen unter abenteuerlichen Umwegen und Umständen in die Inselwelt des fiktiven Archipels Mardi. Dort gibt sich der Erzähler als eine wiedergekehrte Gottheit aus. Die Ankömmlinge werden freundlich aufgenommen, eine Südsee-Idylle deutet sich an, aber dann verschwindet plötzlich das Mädchen. Mit einer größeren Gruppe macht man sich nun auf die Suche nach der Verschwundenen und reist von Insel zu Insel; die bis zu diesem Punkt noch einigermaßen kohärente Erzählstruktur löst sich sukzessive in Episoden auf, deren Zusammenhalt nur noch durch die obsessive Suche nach dem Mädchen und durch Melvilles entfesselte Sprachgewalt gestiftet wird. Ein wunderbar enthemmtes, manchmal befremdlich hemmungsloses Fabulieren setzt ein; das Garn zerfasert in unzählige Stränge. Literarische und kulturhistorische Anspielungen häufen sich, komische Intermezzi werden eingeschoben, metaphysische Spekulationen, Satiren, Allegorien, platonische Dialoge und Symposien, in denen es unter anderem zu einer Metareflexion über den Roman kommt, indem über das Werk eines polynesischen Dichters disputiert wird.

Seinem Werk "fehlt der innere Zusammenhalt; es ist ungezügelt, zusammenhanglos und zerfällt in einzelne Episoden. ... Und so ist auch Mardi selbst; nichts als Episoden, Täler und Hügel; Flüsse, die aus den Ebenen weichen, Rankengewächse, die alles überwuchern, erratische Blöcke und Diamanten, Blumen und Disteln; Forste und Dickichte; und ab und zu Marschen und Moore." Mardi, das phantastische und phantasierte Archipel, entpuppt sich nicht nur als ein allegorischer Spiegel der Welt; es bildet vor allem auch die Fauna von Melvilles innerem Planeten, und der Roman ist dessen Exploration und Geographie. Eine gelegentlich erstaunlich bedenkenlos synkretistische Geographie ist das freilich, in der sich ein esoterischer Symbolismus mit positivistischem Enzyklopädismus paart, die wüsteste Kolportage in raffinierteste Wortkunst umschlägt, die pathetisch und flapsig ist, brutal und zärtlich, romantisch und realistisch, rauschhaft und nüchtern, schwülstig und sachlich. Melville kehrt hier sein Innerstes nach außen, indem er sich in unzählige Positionen aufsplittert. Trotz des Ich-Erzählers spricht hier kein kohärentes Subjekt mehr. Melville entdeckt das Ich der Moderne. Er redet in Stimmen.

"Und meine Seele versenkt sich in die Tiefen und erhebt sich zu den Himmeln; und wirbelt kometengleich durch solch grenzenlose Weiten, daß mich dünkt, alle Welten seien mir verwandt ... Und wie eine Fregatte bin ich mit tausend Seelen angefüllt, und weiter, weiter lenze ich vor dem Wind, indes viele Männer vom Orlopdeck heraufstürzen wie Bergleute aus ihrem Schacht; und laut schreiend über meine Decks laufen; die Brassen sind zu beiden Seiten angeholt; und hierhin und dorthin schwingen die großen Rahen auf ihren Achsen, und unbändig tönende Trompeten sind zu hören; und widerstreitende Befehle, die das wackere Schiff vor den Walschulen bewahren sollen. Schwadengleiche Schwärme stranden am weißen Riff der Milchstraße, wo Wrackwelten zerschmettert liegen und den ganzen Strand übersäen mit ihren himalayahoch aufgetürmten Kielen und Spanten. Ja: viele, viele Seelen wohnen in mir. In meinen tropischen Kalmen, wenn mein Schiff wie in Trance auf dem Meeresspiegel der Ewigkeit liegt, dann spricht eine Zeitlang eine Seele, dann sprechen alle mit einer Stimme: ein Orchester von Hörnern aller Arten, Konzert, das anschwillt und abschwillt und ausschwingt, mit goldenen Signalen und Gegenstimmen."

Ein Rausch also, eine Verzückung, ein sonambuler Vorstoß in die Komplexität modernen Seelenlebens. "Wenn er schrieb, war er nicht sein eigener Herr, sonden bloß ein Gehilfe , der nach Diktat schrieb. Es war eine Art Schlafwandeln des Geistes." Das wird wiederum über den polynesischen Dichter gesagt, ist aber natürlich eine Aussage Melvilles in ureigener Sache. In ihrer großen Melville-Biographie von 1996 rekonstruiert Laurie Robertson-Lorant die Ekstase, die Melville bei der Arbeit an "Mardi" überkam, beziehungsweise in die er sich hineinschrieb, und die Biographin vermutet, daß Melvilles unterdrückte Homosexualität und die sexuelle Repression der Ehe, die Melville führte, eine Triebfeder dieses Schreibexzesses war: "Schreiben war eine sichere Form sexueller Verdrängung, eine Art metaphysischer Onanie, die Melville die Lust verschaffte, sein Selbst in der Hypersinnlichkeit künstlerischer Entdeckungen und Schaffenskraft zu verlieren."

"Mardi" als simple Ersatzbefriedigung zu interpretieren, greift gewiß zu kurz. Die Entdeckung dessen, was künstlerisches Schaffen ernsthaft bedeutet, war für Melville der Schreibakt aber mit Sicherheit. Wiederum mit fremder Stimme sagt er es selbst: Als er "sich ans Werk machte, wußte er nicht, was es werden würde. Er mauerte sich nicht in Pläne ein, er schrieb darauf los; und dadurch drang er immer tiefer in sein Inneres. Wie ein beherzt Reisender, der sich durch trügerische Wälder schlägt, wurde er schließlich für seine Mühen belohnt. 'Rechtzeitig', sagte er in seiner Autobiographie, 'gelangte ich in eine heitere, sonnige und bezaubemde Region, reich an süßen Gerüchen, Vogelgezwitscher, wilden Klagen, schelmischem Lachen, prophetischen Stimmen. Das ist der Ort, den wir schließlich erreichen', rief er aus, 'ich habe das geschaffen, was erschafft.’"

Ich glaube, hier liegt der Kern von "Mardi", der, wenn man so will, Witz des ungeheuerlichen Ganzen: Die Erschaffung dessen, was erschafft, die Kreation der Kreativität, der dem Rausch und der Mystik verwandte Erfahrungszustand, in dem man ohne Unterlaß aus sich selbst schöpfen kann - kurz: Der 'helle' Wahn. Als er den Roman schrieb, war Melville bereits Autor, ein Erfolgsautor. Mit "Mardi" findet und erfindet er sich aber nun als - ich weiß kein besseres Wort als dies wohl antiquierte und mißverständliche - Genie. Denn das große Kunstwerk definiert sich eben darin, daß es keine Regeln befolgt, sondern bricht und stattdessen seine eigene Logik entwickelt. Auch wenn viele seiner Leser ihn nun bereits am Ende angekommen sahen und sich enttäuscht abwandten - mit "Mardi" erreichte Melville erst den Ausgangspunkt seiner Autorenidentität, oder, wie es am Schluß des Romans heißt: "Jetzt bin ich der eigene Herrscher meiner Seele."

"'Mardi' ist noch nie ins Deutsche übersetzt worden, wird das wohl auch nie" - Das meinte noch zu Beginn dieses Jahres Rolf Vollmann, als er in seinem subjektiven Romanführer "Die wunderbaren Falschmünzer" auf das Werk zu sprechen kam, und er begründete seine Meinung mit dem Umfang des Romans, aber auch mit dessen Schwierigkeiten, Manierismen und unleugbaren Schwächen. Dem Mut des Kleinverlags Achilla Presse, insbesondere aber dem inspirierten Engagement Rainer G. Schmidts ist es zu verdanken, daß dieses ebenso wunderbare wie wunderliche, geniale wie monströse Buch jetzt auf Deutsch vorliegt, vorzüglich ausgestattet, lesefreundlich, auf bestem Papier gedruckt noch dazu. Beim Vergleich des Originals mit der deutschen Fassung stieß ich durch Zufall auf einen kurzen Abschnitt, den Schmidt wohl versehentlich überschlagen hat. Ansonsten ist seine Übersetzung vorzüglich und zeigt sich dem Original, das ja wahre Seiltänze auf ziemlich allen Sprach-, Stil- und Ausdrucksebenen vollführt, die das Amerikanisch des 19. Jahrhunderts zu bieten hatte, in jeder Hinsicht gewachsen. Schmidts ausführlicher Kommentar erschließt Melvilles Anspielungsreichtum für heutige Leser, und sein instruktives Nachwort liefert eine gute Zusammenfassung des Werks, soweit es sich in seiner ausufernden Konstruktion überhaupt zusammenfassen läßt.

Rolf Vollmann nennt allerdings einige gute Gründe dafür, warum "Mardi" bei seinem Erscheinen ein katastrophaler Flop wurde: "Es ist (zwar) ein gewaltiger Schritt in Neuland. ... Nimmt man (aber) dies Weitergehn zusammen mit den immer mehr in den Vordergrund tretenden satirischen, halb philosophischen Stücken des mächtigen Buchs (es sind quälend lange Stücke darunter, untermischt mit blitzenden Partien), dann versteht man die Zurückhaltung des damaligen Publikums, das doch von den Büchern davor so begeistert war - und eben darum nun zögerte. Sehr gut könnte man sich denken, daß mancher, der Melville gern gelesen hatte, ihn hier gelandet sah wie in einem ausganglosen Spiegelsaal, in den er geraten sein mochte durch die Verlockung einiger avantgardistischer Figuren, die er da fahren konnte.

Ausgangslos war dieser Spiegelsaal freilich nicht. Erst von ihm aus nämlich öffneten sich für Melville die Türen auf "Moby Dick", "Billy Budd" oder "Pierre", jene Meisterwerke der frühen Moderne, mit denen heute vor allem sein Name in Verbindung gebracht wird, die aber allesamt auf dem Markt durchfielen. Melville starb 1891, galt als Wirrkopf, war verarmt und so vollständig vergessen, daß jener Journalist, der einen Nachruf verfaßte, ihn mit Vornamen fälschlich Hiram nannte. Ein würdiges Nachwort wäre gewesen, was D. H. Lawrence über ihn schrieb: "Irgendwie immer halb über Bord. Im Leben war er angeblich irrsinnig - oder verrückt. Aber er war weder irre noch verrückt. Er war jenseits der Schwelle. ... Nie haßte ein Mensch ... das Menschenleben, wie wir es führen, instinktiv mehr als Melville. Und nie war ein Mensch so leidenschaftlich erfüllt von dem Gefiihl der Weite und vom Geheimnis des Lebens, das nicht-menschlich ist. Es war verrückt von ihm, über unseren Horizont zu blicken. Irgendwohin, nur hinaus aus unserer Welt, irgendwohin. Um einen Horizont zu überschreiten, zu einem anderen Leben. Irgendwie, irgendwo, irgendwann muß Liebe Erfüllung sein, und das Leben ein Ding der Glückseligkeit. Das war sein festes Ideal. Seine Fata Morgana."

Zum ersten Mal literarisches Ereignis geworden ist dies Ideal mit Herman Melvilles Roman "Mardi". Er ist, wie alle wahrhaft große Literatur, eine geniale Fata Morgana.

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