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MarktanalyseAltkleider-Entsorgung könnte bald teuer werden

Eine Strassenhaendlerin verkauft gebrauchte Kleidungsstuecke in der Markthalle von Kigali. (imago)
Auch Länder wie Ruanda wollen die Importe verbieten und die Altkleider wie hier in Kigali von den Straßen holen (imago)

In westlichen Gesellschaften werden sehr viele neue Kleidungsstücke gekauft - und damit nimmt auch der minderwertige Altkleider-Berg inzwischen Dimensionen an, die kaum noch zu bewältigen sind.

Das Problem: In den Containern finden die Verwerter immer mehr schlechte Qualität. Laut dem Sammel-Dachverband Fairwertung ist mehr als die Hälfte der Kleidung nicht mehr tragbar. Viele billige Kleidungsstücke überstehen nur wenige Waschgänge unbeschadet.

Die Verwerter wissen allmählich nicht mehr, wohin mit den Altkleider-Mengen. Wohlfahrtsorganisationen brauchen nur einen geringen Teil, der Großteil landet in Osteuropa oder Afrika - aber einige afrikanische Länder wollen Altkleiderimporte aus Europa verbieten. Nicht mehr brauchbare Textilien werden teilweise zu Putzlappen weiterverarbeitet, aber die Branche sagt, dass das ein Zuschussgeschäft geworden ist. Deswegen könnte es passieren, dass es bald keine kostenlosen Altkleidercontainer mehr gibt, warnt der Fairwertungs-Verband. In dem Verband haben sich mehr als 130 gemeinnützige Altkleider-Organisationen zusammengeschlossen.