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Martin KusejCorona-Krise wirft für Burgtheater-Direktor grundlegende gesellschaftliche Fragen auf

Intendant Martin Kusej am 25.04.2013 auf der Jahres-Pressekonferenz des Residenz-Theaters in München (Bayern).  (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)
Für Martin Kusej stellen sich in der Corona-Krise grundlegende Fragen an die Gesellschaft. (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

In der Corona-Krise stellen sich für den Direktor des Wiener Burgtheaters grundlegende Fragen dazu, wie der Staat in die Grundrechte der Menschen eingreift.

Martin Kusej sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es wird nun so klar wie selten, dass die Körper Gegenstände politischer Regulierungen sind." Man müsse fragen, wer die Verfügungsmacht über die Körper besitze. Ihm scheine es so, als habe man hier noch nicht das rechte Maß gefunden.

Kusej sieht Extreme in zwei Richtungen. Als Individuen und als Gesellschaft könne man nicht dauerhaft auf Begegnungen, auf Nähe und Austausch verzichten. Auf der anderen Seite sei es "krass", wie wissenschaftliche Fakten verleugnet würden. Und wie sich Leute teils asozial gegenüber ihrem Umfeld verhielten.

Neue Spielzeit beginnt mit "Das Leben ist ein Traum"

Am Burgtheater beginnt die neue Spielzeit im September mit Kusejs Inszenierung von "Das Leben ist ein Traum" von Calderon, einem Stück, in dem ein Prinz aus erzwungener Isolation ins Leben zurückkehrt. Das Burgtheater hat laut dem Direktor ein Konzept mit Schutzmaßnahmen erstellt, so dass der Vortellungsbetrieb gut laufen könne.