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StartseiteEssay und DiskursMartin Mosebach über Europa und die "Arabellion"18.03.2012

Martin Mosebach über Europa und die "Arabellion"

Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 1

Der Jubel im Westen über die arabische Rebellion ging mit vielen Missverständnissen, Fehlinterpretationen und Illusionen einher. Der Freudentaumel verdrängte das schlechte Gewissen, über Jahrzehnte geostrategisch kommode Diktaturen unterstützt und am Leben erhalten zu haben.

Martin Mosebach im Gespräch mit Hans-Jürgen Heinrichs

Die Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo - Sinnbild für die "Arabellion". (Maya Alleruzzo/AP/dapd)
Die Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo - Sinnbild für die "Arabellion". (Maya Alleruzzo/AP/dapd)
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Jetzt, da sich die krisengeschüttelte Region noch im Zustand der Zwischenrevolution befindet, machen sich bereits erste Enttäuschungen breit. Denn in Ägypten landeten die islamistischen Parteien einen haushohen Sieg bei den ersten freien Wahlen, während die Revolutionsjugend, die die Massenproteste initiiert hatte, fast leer ausging.

Der Kulturpublizist Hans-Jürgen Heinrichs möchte in seiner Serie diskutieren, wie sehr "Arabellion" die Welt verändert hat und wohin sie sich politisch, ökonomisch und kulturell entwickeln könnte. Erster Gesprächspartner ist der Schriftsteller Martin Mosebach. 2011 erschien bei Hanser sein Buch "Als das Reisen noch geholfen hat. Von Büchern und Orten".

Der Arabien-Experte Michael Lüders und Hamad Abdel-Samad als ägyptischer Augenzeuge sind weitere Gesprächspartner.

Seine Eindrücke von einer jüngsten Reise in der Region fasst Christoph Burgmer in einem resümierenden Essay zusammen.

Das vollständige Gespräch mit Martin Mosebach können Sie mindestens bis zum 18. August 2012 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.

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