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StartseiteMusikjournalSchulden, Sex und ein verlorener Sohn10.12.2018

„Marx in London“ an Oper Bonn Schulden, Sex und ein verlorener Sohn

Kurz vor Ende seines Jubiläumsjahres schafft es Karl Marx noch auf die Opernbühne: Das Werk "Marx in London" von Jonathan Dove feierte in Bonn Premiere. Im Zentrum der Komödie steht der große Philosoph, der zwar theoretisch über das Kapital schreiben kann - selbst aber keines besitzt.

Ulrike Gondorf im Gespräch mit Raoul Mörchen

Historische Illustration von Karl Marx aus dem Jahr 1883V (picture-alliance / dpa 7 imageBROKER / BAO)
Karl Marx hat es auf die Opernbühne geschafft (picture-alliance / dpa 7 imageBROKER / BAO)
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Der britische Komponist Jonathan Dove komponiert vor allem fürs Musiktheater. Für Kinder hat er beispielsweise die Oper Pinocchios Abenteuer geschrieben. Marx in London ist seine 29. Oper.

Dove und seine Librettisten Jürgen R. Weber und Charles Hart haben eine turbulente Familiengeschichte ins Zentrum der Oper gerückt, die die vertrauten Versatzstücke einer Komödie enthalten: eine Ehekrise, ein Verhältnis mit dem Dienstmädchen, einen unehelichen Sohn, die ewige Geldnot. Marx nimmt schließlich an einem Debattier-Wettbewerb teil, für den ein Geldpreis ausgesetzt ist.

Ulrike Gondorf hat die Premiere in Bonn besucht und berichtet im Gespräch mit Raoul Mörchen von ihren Eindrücken.

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