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StartseiteMusikforumComposed Improvisation29.06.2016

Matthias Kaul interpretiert John Cage Composed Improvisation

Es heißt, man könne die Steel Drum aus der Karibik bekommen, aber nicht die Karibik aus der Steel Drum. Genau das aber beabsichtigte Matthias Kaul. Für seine Interpretation der "Variations I" von John Cage ersann er raffinierte Spieltechniken, bei denen der exotische Sound der Steel Drum zugunsten einer ganz eigenen Klangwelt verschwindet.

Von Hanno Ehrler

Der amerikanische Komponist und Schriftsteller John Cage am 29. April 1982 im Frankfurter Theater am Turm (picture alliance / dpa / Jörg Schmitt)
Kauls geschätzter Komponistkollege: John Cage (picture alliance / dpa / Jörg Schmitt)

Auch für Cages andere Schlagzeugwerke, die Kaul für eine CD im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt hat, griff der Musiker zu ungewöhnlichen Klangerzeugern: darunter ein Kaktus, ein Apfel, ein Tannenbaum, Südseeschnecken und diverse Alltagsgegenstände. Das ist durchaus im Sinn des Komponisten, der dem Interpreten viele Entscheidungen überlässt. Da Matthias Kaul selbst auch Komponist ist, treffen hier zwei kreative Welten zu einer höchst spannenden Interpretation der Musik von Cage zusammen.

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