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Max-Planck-GesellschaftLogothetis darf wieder Tierversuche machen

Rhesus-Affen, zwei davon mit Implantaten, in der Tierhaltung im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen (Baden-Württemberg, Aufnahme durch eine Glasscheibe). Foto: Marijan Murat/dpa  | Verwendung weltweit (Marijan Murat / dpa )
Versuchsaffen am Institut für biologische Kybernetik in Tübingen (Archivbild) (Marijan Murat / dpa )

Der Forscher Nikos Logothetis darf wieder Tierversuche machen.

Das geht aus einer Stellungnahme der Max-Planck-Gesellschaft hervor. Der Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen und zwei seiner Mitarbeiter waren vor einigen Jahren wegen Tiermisshandlung angeklagt worden. Bis zum Abschluss des Verfahrens durfte Logothetis seitens der Max-Planck-Gesellschaft keine Tierversuche durchführen oder anleiten. Er selbst hatte bereits 2015 nach Bekanntwerden der Vorwürfe erklärt, keine Versuche mit Affen mehr durchzuführen. Stattdessen würde sich sein Team auf Nagerstudien konzentrieren.

Im Dezember nun hat das Amtsgericht Tübingen mitgeteilt, dass es das Verfahren gegen Zahlung eines Geldbetrags einstellen wird. Der Verwaltungsrat der Max-Planck-Gesellschaft sehe daher keinen Anlass mehr, Logothetis weiterhin die Durchführung von Tierversuchen zu untersagen.

Die Vorwürfe gegen Logothetis waren aufgekommen, nachdem ein Tierpfleger heimlich Aufnahmen von Affen im Versuchslabor am MPI für biologische Kybernetik gemacht hatte. 2014 waren sie im Fernsehen ausgestrahlt worden.