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MDR-UmfrageStraßenmusiker sorgen offenbar verstärkt für Unmut in der Bevölkerung

Der Kosakenchor "Vater Ataman" aus Minsk (Weißrussland) singt in der Innenstadt von Leipzig.  (dpa  / picture alliance / Jan Woitas)
Kosaken singen in der Fußgängerzone (dpa / picture alliance / Jan Woitas)

In Deutschland ist fast alles geregelt - auch die Straßenmusik.

In vielen Städten dürfen Straßenmusiker nur 30 Minuten an einem Platz spielen. Dann müssen sie den Standort wechseln. Tun sie das nicht, kann es Ärger geben. Zu Problemen kann auch das Spielen mit Verstärker führen oder wenn Musiker ohne Anmeldung spielen. Der MDR hat sich in mehreren Städten Mitteldeutschlands umgehört und dabei festgestellt, dass es zahlreiche Unmutsbekundungen gibt.

Viele Verstöße in Dresden

Beispiel Dresden. In der sächsischen Landeshauptstadt gab es demnach allein in diesem Jahr bisher 107 Regelverstöße durch Straßenmusiker. Am häufigsten hätten sich Anwohner wegen zu hoher Lautstärke beschwert, heißt es. In Leipzig gilt von 13 bis 15 Uhr eine Mittagsruhe für Straßenmusik. In der Stadt gibt es häufig Beschwerden, weil die Musiker die erlaubte Spielzeit von 30 Minuten überschritten. Zudem würden oftmals ohne Genehmigung Verstärker verwendet. In Erfurt dürfen Musiker ihre Songs nur 20 Minuten darbieten. Dann müssen sie den Platz wechseln. Der neue Platz muss so weit entfernt liegen, dass die folgende Darbietung am früheren Standort nicht mehr zu hören ist.

Keine Castings wie in München

Trotz mancher Probleme wollen sich aber weder Dresden noch Leipzig noch Erfurt an der bayerischen Landeshauptstadt München orientieren. Dort gibt es nämlich spezielle Castings für Straßenmusiker. Ein Sprecher der Stadt Leipzig sagte dem MDR: "Das subjektive Musikempfinden einer Jury soll kein Auswahlkriterium darstellen."

Hoffnung für die Straßenmusiker gibt es auch. Denn die Karriere einiger Stars begann auf der Straße. Der britische Pop- und Rocksänger Rod Stewart etwa spielte in den sechziger Jahren als Teenager in Paris.