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MedienEvangelische Journalistenschule steht vor dem Aus

Jörg Bollmann, geschäftsführender Direktor des Gemeinschaftswerkes der evangelischen Publizisitk GEP in Frankfurt am Main. (imago / epd)
Jörg Bollmann, geschäftsführender Direktor des Gemeinschaftswerkes der evangelischen Publizisitk GEP und damit Leiter der EJS. (imago / epd)

Die Evangelische Journalistenschule (EJS) in Berlin steht Medienberichten zufolge vor dem Aus.

Sie werde bis auf Weiteres keinen neuen Ausbildungsjahrgang ausschreiben, sagte der Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) Bollmann, der "tageszeitung". Hintergrund sind laut der Zeitung vor allem Sparmaßnahmen beim GEP, zu dem die Journalistenschule gehört. Dessen Aufsichtsgremien kämen im nächsten halben Jahr zusammen, um die Zukunft der Schule zu klären. Im Gespräch, sei zwei Stellen, die ruhestandsbedingt ausliefen, nicht nachzubesetzen.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Berlin, Christian Walther, übte Kritik an der drohenden Schließung. „Wer an den gesellschaftlichen Auftrag der Kirche glaubt, muss vom Glauben abfallen angesichts der Pläne". Es gründete sich eine Rettungsinitiative, auf deren Internetseite zu lesen ist: "Die Kirche muss sparen? Bitte nicht an der journalistischen Ausbildung. Ethischer Journalismus ist wichtiger als zuvor!"

Die EJS wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland finanziert und hat bisher rund 200 Volontäre ausgebildet.