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Startseite@mediasres"Ein großer Kraftakt"27.08.2019

Medien in Ostdeutschland"Ein großer Kraftakt"

Die journalistische Arbeit sei herausfordernder geworden - das zeige sich gerade vor der Landtagswahl in Brandenburg, so Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Zur Zukunft der Branche sagte Schicketanz im Dlf: "Es wird nur gehen mit exzellentem Journalismus."

Sabine Schicketanz im Gespräch mit Christoph Sterz

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Wahlplakate - Landtagswahl in Brandenburg 2019 am 25.07.2019 in Potsdam Zwei Wahlplakate der Parteien DIE LINKE ( DIE LINKE ) - Wem gehört das Land? und der Sozialdemokratische Partei Deutschlands ( SPD ) Ein Brandenburg - Wir unterstützen die, die immer für uns da sind. Die Wahl zum 7. Landtag in Brandenburg ist für den 01. September 2019 angesetzt. Rund 2,1 Millionen Menschen sind berechtigt, in 44 Wahlkreisen ihre Stimmen abzugeben.  (Imago / Revierfoto)
Wahlwerbung für die Landtagswahl in Brandenburg (Imago / Revierfoto)
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Auflagenrückgänge und sinkende Werbeeinnahmen treffen Tageszeitungen in ganz Deutschland – auch wenn sich beim genauen Blick auf einzelne Regionen teilweise deutliche Unterschiede zeigen.

Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der "Potsdamer Neuesten Nachrichten", sieht vor allem in den wirtschaftlichen Zwängen, die sich daraus für Redaktionen ergeben, ein Problem für den Journalismus: "Es gibt deutschlandweit – und ganz besonders in Ostdeutschland – vermutlich kaum eine Redaktion, die in den vergangenen Jahren nicht Personal abbauen musste oder zumindest beispielsweise Stellen nicht mehr besetzen konnte."

"Herausfordernder geworden"

Zwar habe ihre Zeitung als "kleine Schwester" des Berliner "Tagesspiegel" Unterstützung. Doch zeigten sich gerade mit Blick auf die Berichterstattung zur anstehenden Landtagswahl personelle Engpässe: "Das ist schon ein ganz großer Kraftakt. (...) Wenn ich zurückblicke über die Jahre, das ist immer herausfordernder geworden."

Für den weiteren Erfolg der Branche sei es wichtig, Qualität zu liefern – sowohl im Printbereich, insbesondere aber auch online, sagte Sabine Schicketanz im Deutschlandfunk. Kritische Berichterstattung sichere die Zukunft des Journalismus.

Solide Finanzierung nötig

Schicketanz betonte, dass dafür eine solide Finanzierung durch die Leserinnen und Leser nötig sei. Insbesondere für den lokalen und regionalen Journalismus müsse es ein stärkeres Bewusstsein dafür geben, dass es diesen nur gibt, wenn die Menschen auch dafür bezahlen.

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