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MedienPresserat erteilt Rügen wegen Opferschutz-Verletzungen

Zeitungsschnipsel aus verschiedenen Tageszeitungen *** Newspaper snippets from various newspapers Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage (Future Image | imago)
Der Presserat beurteilt Beschwerdeakte gegen gedruckte Zeitungen und ihre Online-Ableger. (Future Image | imago)

Der Deutsche Presserat hat 17 Rügen gegen Redaktionen unterschiedlicher Medien ausgesprochen - unter anderem wegen Verletzungen des Opferschutzes und Schleichwerbung.

Sieben Rügen gingen an Publikationen der "Bild"-Zeitung oder ihres Online-Ablegers "bild.de", wie das Gremium der freiwilligen Selbstkontrolle in Berlin mitteilte. Konkret geht es um Berichte über einen erweiterten Suizid und mehrere Mordopfer. Unter anderem hatte die Redaktion unverpixelte Bilder des Täters und von Opfern ohne die Einwilligung von Angehörigen gezeigt. Verstöße gegen die Regeln zur Trennung von Werbung und Redaktion oder zur ausreichenden Kennzeichnung von Werbung rügte der Presserat unter anderen in den Medien "Hörzu", "Westfalenpost" und "computerbild.de".

Der Presserat ist das Selbstkontrollorgan der gedruckten Medien und ihrer Online-Auftritte. Er tritt nach eigenen Angaben für die "Einhaltung ethischer Standards und Verantwortung im Journalismus" ein. Insgesamt wurden diesmal 76 von 127 Beschwerden als begründet eingestuft. Nur die deutlichsten Verstöße gegen den selbstgegebenen Pressekodex wurden mit einer Rüge belegt, die Übrigen handelten sich eine "Missbilligung" oder einen "Hinweis" ein.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.