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MedienUS-Investmentfonds steigt bei Axel Springer ein

Das neu gestaltete Logo des Medienkonzerns Axel Springer an der Unternehmenszentrale in Berlin. (dpa/ Kay Nietfeld)
Axel Springer veröffentlicht unter anderem die "Bild"-Zeitung und die "Welt" (dpa/ Kay Nietfeld)

Der US-amerikanische Finanzinvestor KKR hat den Aktionären des deutschen Medienkonzerns Axel Springer ein Übernahmeangebot unterbreitet.

Wie Springer mitteilt, bietet die Fondsgesellschaft KKR einen Aufschlag von gut 30 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs. Voraussetzung für die Offerte sind eine Mindestannahmequote von 20 Prozent sowie außenwirtschaftliche Genehmigungen und Kartellfreigaben.

Die Großaktionärin Friede Springer und der ebenfalls beteiligte Vorstandsvorsitzende Döpfner sollen ihre Anteile von zusammen rund 45 Prozent behalten. Der Fonds sichert zu, dass keine Entscheidungen auf Gesellschafterebene ohne die Zustimmung von Friede Springer getroffen werden können.

Der Axel-Springer-Konzern möchte nach eigenen Angaben "ein weltweit führender Anbieter von digitalem Journalismus und digitalen Rubrikenangeboten werden." Der Investor KKR stelle einen starken strategischen und finanziellen Partner dar.

Axel Springer veröffentlicht unter anderem die "Bild"-Zeitung und die "Welt". KKR mit Sitz in New York ist eine der größten Beteiligungsgesellschaften weltweit.

Medienökonom Frank Lobig sagte im Deutschlandfunk, KKR sei als Private-Equity-Unternehmen darauf spezialisiert, bei Konzernen einzusteigen, um nach Wertsteigerungen die Anteile wieder zu verkaufen. Ein Sprecher des US-Finanzunternehmens sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der geplante Einstieg beim Medienhaus Axel Springer sei vorerst auf fünf Jahre angelegt.

KKR war von 2006 bis 2013 gemeinsam mit dem Finanzinvestor Permira Hauptgesellschafter des Medienkonzerns ProSiebenSat.1. Aktuell baut KKR in Deutschland einen neuen Film- und Fernsehkonzern auf.