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MedienberichtEU plant Clearingstelle für Zahlungen an den Iran

Ein BMW fährt auf einer Autobahn inTeheran. (picture alliance / Farshid-Motahari Bina/dpa)
Ein BMW fährt auf einer Autobahn in Teheran. (picture alliance / Farshid-Motahari Bina/dpa)

Die Europäische Union konkretisiert offenbar ihre Pläne, wie sie trotz der US-Sanktionen weiter Handel mit dem Iran treiben kann.

Das "Handelsblatt" berichtet unter Berufung auf ein Papier der EU-Kommission, vorgesehen sei, das Iran-Geschäft vom globalen Finanzsystem abzukoppeln. Dazu solle eine Zweckgesellschaft nach luxemburgischem Recht gegründet werden. Diese könne als Clearingstelle den Zahlungsverkehr mit dem Iran abwickeln und diesen so vor Sanktionen der USA schützen. Auch könnten Forderungen von iranischen und europäischen Unternehmen miteinander verrechnet werden, um den Umfang der nötigen Geldtransfers zu reduzieren.

Washington hatte im Mai das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und neue Sanktionen gegen das Land verhängt. Auch Banken, die Geschäfte mit iranischen Geldinstituten machen, drohen US-Strafmaßnahmen.