Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

MedienberichtPharmabranche investiert kaum noch in Entwicklung neuer Antibiotika

ILLUSTRATION - Ein Mann zeigt am 09.08.2016 im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (Niedersachsen) auf eine Petrischale mit unterschiedlichen Antibiotikaproben.  (dpa / Sebastian Gollnow)
Die Pharmabranche zieht sich immer mehr aus der Antibiotika-Forschung zurück. (dpa / Sebastian Gollnow)

Die internationale Pharmabranche zieht sich einem Medienbericht zufolge immer stärker aus der Antibiotika-Forschung zurück.

2016 hatten sich mehr als 100 Unternehmen weltweit einer Allianz zur Entwicklung neuer Präparate angeschlossen. Nach Recherchen des NDR hat sich inzwischen mehr als die Hälfte von ihnen aus der Forschung zurückgezogen. Unter ihnen seien auch große Pharmafirmen wie Johnson & Johnson, Novartis und Sanofi.

Branchenkenner vermuten wirtschaftliche Gründe. Antibiotika seien weniger renditeträchtig als beispielsweise Krebsmedikamente, heißt es.

Der Rückzug aus der Antibiotika-Forschung gilt als gefährlich. Neue Präparate wären erforderlich, um inzwischen resistent gewordene Keime bekämpfen zu können. Es sei eines "der Probleme unseres Jahrhunderts", betonte Peter Beyer von der Weltgesundheitsorganisation WHO.