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MedienberichtZweifel an offizieller Version zu Tod eines unschuldig inhaftierten Syrers in Kleve

Notarzt vor der JVA Kleve (dpa/Feuerwehr Kleve)
Zweifel an tödlichem Brand in der JVA Kleve (dpa/Feuerwehr Kleve)

Der Tod eines unschuldig inhaftierten Syrers in einem Gefängnis in Kleve wirft neue Fragen auf.

Das ARD-Magazin "Monitor" berichtet, dass Brand-Experten die offizielle Darstellung der Behörden über das Feuer in der Zelle anzweifelten. Sie kämen zu dem Schluss, dass der Brandverlauf, wie er von der Staatsanwaltschaft beschrieben werde, so nicht möglich gewesen sein könne. Sie führten unter anderem die Ventilationsbedingungen in der Zelle an. Zudem hätte der Flüchtling aufgrund giftiger Rauchgasentwicklung nach 15 Minuten kaum noch "zielgerichtet" handeln können.

Der syrische Flüchtling, der aufgrund einer Verwechslung im Gefängnis war, war zwei Wochen nach dem Brand in einem Krankenhaus gestorben.