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MedienberichteDeutschland kurz vor dem Teil-Lockdown

Die Fußgängerzone Neuhauser Straße am Karlstor in der Innenstadt von München  (www.imago-images.de)
Die Fußgängerzone Neuhauser Straße am Karlstor in der Innenstadt von München (www.imago-images.de)

Bundeskanzlerin Merkel berät heute mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie.

Wie die Deutsche Presse-Agentur und andere Medien unter Berufung auf den Entwurf für eine Beschlussvorlage berichtet, soll ein gemeinsamer Aufenthalt in der Öffentlichkeit deutschlandweit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet werden. Gastronomiebetriebe wie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sollen geschlossen werden - ausgenommen Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Touristische Übernachtungsangebote im Inland würden quasi verboten und dürften nur noch für notwendige Zwecke gemacht werden. Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen soll schließen. Auch Messen, Kinos und Freizeitparks sind betroffen, ebenso Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios. Schulen, Kindergärten und Einzelhandel sowie Friseursalons indes bleiben demzufolge geöffnet - müssen sich aber womöglich auf eine Verschärfung der bestehenden Hygienevorgaben einstellen. Die geplanten Maßnahmen sollten ab nächsten Mittwoch, 4. November, in Kraft treten, und zunächst bis Ende des Monats gelten, führte die dpa aus.

Hessens Ministerpräsident Bouffier sagte der "Frankfurter Allgemeinen", Bund und Länder würden heute einiges beschließen, was weh tue. Ihre Beratungen per Videokonferenz sollen um 13 Uhr beginnen. In der Bundesregierung wird befürchtet, dass die Zahl der Neuinfektionen pro Tag bis Ende der Woche die Marke von 20.000 erreicht.

Diese Nachricht wurde am 28.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.