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MedikamenteHilfsstoffe darin können Nebenwirkungen haben

Ein offenenr Pillenbehälter verteilt seinen Inhalt (imago/Science Photo Library)
In Tabletten steckt nicht nur der eigentliche Wirkstoff. (imago/Science Photo Library)

Wenn wir eine Tablette schlucken, dann ist der Wirkstoff nur ein Bestandteil - der Rest der Pille besteht aus so genannten pharmazeutischen Hilfsstoffen.

Wissenschaftler vom MIT schreiben in ihrer Studie, dass diese Stoffe Nebenwirkungen haben können, die uns gar nicht bewusst sind. Die Forscher haben die Zusammensetzung von Medikamenten auf dem US-Markt analysiert. Dabei kam raus, dass die meisten Medikamente zu mehr als der Hälfte aus Hilfsstoffen bestehen. 93 Prozent der Pillen beinhalten Stoffe, die Allergien hervorrufen können - wie Erdnussöl, Laktose oder Farbstoffe. Und fast alle hatten Zutaten, gegen die Menschen Intoleranzen haben, etwa Gluten oder Fructose.

Die Hilfsstoffe haben unterschiedliche Aufgaben: Sie sind Füll- oder Bindemittel, umhüllen den Wirkstoff oder sorgen für die schnelle Zersetzung. Wenn Ärzte ein Medikament verschreiben, dann meist einen Wirkstoff und nicht ein spezifisches Präparat. Die Hilfsstoffe sind zwar im Beipackzettel aufgelistet, unklar ist aber meist, in welcher Konzentration sie in der Pille stecken. Außerdem sind sie für Laien schwer zu identifizieren.