Montag, 28. November 2022

Ukraine-Krieg
Mehr als 15.000 Vermisste seit Beginn der russischen Invasion

In der Ukraine werden seit Beginn der russischen Invasion mehr als 15.000 Menschen vermisst. Das teilte der für Europa zuständige Direktor der Internationalen Kommission für vermisste Personen, Holliday, mit. Nach seinen Worten ist es unklar, wie viele von den Vermissten verschleppt, inhaftiert, vertrieben oder getötet wurden.

25.11.2022

    Das Foto zeigt den Unabhängigkeitsplatz in Kiew, die meisten Häuser sind dunkel.
    Durch den Krieg werden in der Ukraine mehr als 15.000 Menschen vermisst. (Andrew Kravchenko / AP / dpa / Andrew Kravchenko)
    Es werde Jahre dauern, das Schicksal dieser Menschen aufzuklären, sagte Holliday. Die Internationale Kommission für vermisste Personen wurde 1996 wegen der Balkan-Kriege gegründet. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Den Haag.
    In der südukrainischen Region Cherson sind während der russischen Besatzung laut Behördenangaben mehr als 400 Menschen ermordet worden. Der ukrainische Generalstaatsanwalt Kostin erklärte im Fernsehen, man habe die Leichen von 432 Zivilisten gefunden. Außerdem seien neun Orte gefunden worden, an denen gefoltert worden sei. Ermittler würden die Untersuchungen in dem stark verminten Gebiet fortsetzen. Die ukrainische Armee hatte die russischen Invasionstruppen im Rahmen ihrer Gegenoffensive vor rund zwei Wochen aus der Region Cherson vertrieben.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.