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Montag, 21. Januar 2013

Biologie Einzellige Algen gehen nicht zimperlich miteinander um

Forscher der Universität von Arizona haben das Sozialleben von einzelligen Algen der Art //Prymnesium parvum// untersucht. Die vor allem in Meeren lebenden Algen bilden Giftstoffe, mit denen sie Konkurrenten um Nährstoffe und Licht abtöten. Die Forscher entdeckten, dass manche Stränge der Algen schummeln. Sie bilden selbst keine Giftstoffe, profitieren aber von der Toxin-Produktion ihrer Nachbarn. Dafür vermehren sie sich schneller. Dennoch gewinnen die schummelnden Algen nicht die Überhand. Sobald die Nährstoffe knapp werden richten die Toxinbildner ihre Gift-Waffen gegen ihre schummelnden Artgenossen. Sie lähmen sie zunächst und fressen sie dann auf, berichten die Forscher im Fachblatt "Evolution". Ähnliche Phänomen sind von Bakterien, die als soziale Gemeinschaft im Biofilm leben, bereits bekannt. Warum die einen Algen-Stämme das Toxin bilden, die anderen nicht, ist noch unklar. Die Forscher vermuten, dass Gene, die mit der Bewältigung von Zell-Stress zu tun haben, unterschiedlich reguliert sind. Das Erbgut der Algen ist zwar bereits bekannt, die Funktion zahlreicher Gene aber ist noch unbekannt. //[mawi]//

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