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Dienstag, 20. August 2013

Physik Erdbeschleunigung schwankt stärker als gedacht

Drei Wochen lang musste ein Supercomputer rechnen, bis die bisher genaueste Karte der lokalen Schwerkraft der Erde komplett war. Forscher aus München und Australien kombinierten dafür Schwerkraftmessungen von Satelliten mit topografischen Daten. Dabei zeigte sich, dass die Erdbeschleunigung weitaus größere lokale Schwankungen aufweist als bisher gedacht. Satelliten liefern Schwerkraftdaten nur in einem Raster von mehreren Kilometern. Das neue Verfahren steigert die Auflösung auf rund 250 Meter. Im Ergebnis zeigen sich einige Überraschungen. So ist der Ort mit der weltweit geringsten Erdbeschleunigung gar nicht wie von Standardmodellen postuliert am Äquator zu finden. Den Rekord hält der Berg Nevado Huascarán in Peru, der 1000 Kilometer südlich liegt. Bedingt durch seine Höhe von fast 6800 Metern, kombiniert mit lokalen Anomalien, liegt die Erdbeschleunigung dort bei 9,7639 Meter pro Sekunde Quadrat. Die Studie ist im Fachjournal "Geophysical Research Letters" erschienen. [luh]

(Quelle: GRL - doi: 10.1002/grl.50838 )

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