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Montag, 14. Oktober 2013

Soziologie Es zahlt sich aus, Kaiser zu heißen

Herr Kaiser oder Herr König werden eher befördert als ein Herr Koch oder ein Herr Bauer. Dass Träger von Nachnamen mit adeligem oder majestätischem Klang im Schnitt beruflich erfolgreicher sind, entdeckten Forscher von der Universität Cambridge und der Ecole HEC in Paris durch die Auswertung der Daten von knapp 225.000 Mitgliedern des deutschen Internet-Karrierenetzwerks Xing. Die Forscher verglichen die berufliche Position der Träger von 84 geläufigen deutschen Nachnamen – von Bauer, Becker, Fischer, Koch, Schäfer bis Schulz und Winter. Es stellte sich heraus: Der Anteil von Menschen mit Namen Kaiser, König, Fürst, Ritter oder Graf im leitenden Management ist erhöht: Zwar nur leicht aber statistisch signifikant. Einerseits assoziierten viele mit Kaiser, König oder Fürst einen besonderen Status. Möglicherweise färbe auch der Name auf die Haltung der Namensträger ab, versuchen die Forscher das Phänomen zu erklären. Schon frühere Studien haben gezeigt, dass versteckte Faktoren wie Körpergröße, Aussehen oder Stimmlage den beruflichen Erfolg beeinflussen können. [mawi]

(Quelle: Psychological Science - doi: 10.1177/0956797613494851)

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