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Donnerstag, 9. April 2015

Neurowi Ein Hintergrundrauschen in Nervenzellen könnte ADHS erklären

Freiburger Forscher haben möglicherweise einen wichtigen Mechanismus entdeckt, der für das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, kurz ADHS, verantwortlich ist.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher 40 erwachsene Probanden mit einem Schachbrett-Muster-Elektroretinogramm. Dabei sehen die Probanden auf einem Bildschirm ein Schachbrettmuster, bei dem sich die hellen und dunklen Bereiche schnell vertauschen. Währenddessen wird die Aktivität der Ganglienzellen in der Netzhaut gemessen.

Bei den Studienteilnehmern, die an ADHS litten, ging mangelnde Aufmerksamkeit eindeutig mit verstärktem Hintergrundrauschen in der Netzhaut einher. Als Hintergrundrauschen bezeichnet man eine verstärkt reizunabhängige Aktivität von Nervenzellen. [tj]

(Quelle: PLOS One doi: 10.1371/journal.pone.0118271)

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