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Donnerstag, 21. Mai 2015

Medizin Viagra könnte gegen Malaria helfen

Zu diesem Schluss kommen französische und britische Forscher. Für Malaria ist der Parasit Plasmodium falciparum verantwortlich. Er entwickelt sich auf komplizierte Weise, zum Teil in den roten Blutkörperchen des Menschen und dann weiter in der Mücke. Am besten wäre es, ihn schon im menschlichen Blut auszuschalten. Das internationale Forscherteam hat entdeckt, dass Viagra zu den Substanzen gehört, die das können. Viagra stört einen bestimmten Mechanismus des Körpers: Rote Blutkörperchen sind nämlich – ganz gleich ob mit oder ohne Parasit – verformbar. Und dadurch können sie nicht durch die Milz ausgeschaltet werden.

Viagra aber stoppte die Verformbarkeit der infizierten Blutkörperchen und sie erstarrten. So konnten sie von der Milz ausgeschieden werden, die Parasiten konnten sich nicht mehr weiterentwickeln.

In nächsten Studien wollen die Forscher den Viagrawirkstoff verändern, um seine erektile Wirkung zu verhindern. [Tj]

(Quelle: Pressemitteilung 21.5.; PLOS Pathogens, 7.5.)

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