Forschung Aktuell

Mittwoch, 30. Januar 2008

Biologie Afrikanische Nacktmulle kennen keinen Schmerz.

Das berichten Schmerzforscher vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch im Fachblatt "PLoS Biology". Bei ihren Experimenten an den unterirdisch lebenden Säugetieren sahen sie, dass Säure, die im Normalfall starke, schmerzhafte Verätzungen verursacht, den Nacktmullen nichts anhaben kann. Auch das Capsaicin in Chilipfeffer, das normalerweise auf der Haut brennende Schmerzen auslöst, lässt die Tiere kalt. Die Forscher vermuten, dass die extremen Lebensbedingungen die Tiere im Laufe der Evolution unempfindlich gegen Schmerzen gemacht haben. Obwohl sie so genannte Schmerzfühler besitzen, werden diese sensorische Nervenzellen nicht aktiviert, wenn sie mit Säure in Kontakt kommen. Zwar reagieren die Schmerzfühler auf das Capsaicin, jedoch aktivieren sie andere Regionen im Gehirn als schmerzempfindende Säugetiere. Die Neurobiologen vermuten, dass die Information "Schmerz" bei den Nacktmullen entweder ins Leere läuft oder möglicherweise angenehme Gefühle weckt. //[mst]//

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