Markt und Medien

Samstag, 15. Juni 2013

Diskriminierung Bund lesbischer und schwuler Journalisten fordert im sogenannten "Waldschlösschen"-Appell mehr Achtsamkeit bei der Berichterstattung

Medien zeichnen oft ein verzerrtes Bild von Lesben und Schwulen heißt es in dem Appell. Häufig würde Homosexualität beispielsweise auf schwule Männer reduziert, die sich in der Öffentlichkeit möglichst schrill zeigen. Deshalb fordert der Verband weniger Klischees in der Berichterstattung zu verwenden und mehr zwischen Meinungsäußerung und Diffamierung zu unterscheiden. Mitinitiator des Waldschlösschen-Appells ist der Blogger Johannes Kram. Er erläutert gegenüber Markt und Medien "Wenn jemand sagt, Homosexualität ist Sünde, da würde ich sagen, dass ist eine Meinung, das ist der Bereich der Religion, da soll jeder fühlen, meinen, glauben, was er denkt. Wenn aber jemand sagt, Homosexualität sei widernatürlich, dann ist das natürlich eine ganz andere Einordnung, weil das natürlich eine Entwertung ist und mit dieser Entwertung wird ja argumentiert, wenn es um gewisse Gesetze geht. Wenn man sagt, das ist eben nicht das gleiche, das kann man nicht vergleichen. Und es wird natürlich oft mit dieser Widernatürlichkeit argumentiert, die natürlich ein politisches Kriterium ist. Wenn man sagt, Homosexualität sei eine Entscheidung, dann heißt das in der Konsequenz auch, dass man Propaganda für Homosexualität machen könnte und das es gelingen könnte, jemanden zur Homosexualität zu verführen und was im Moment in Russland passiert in der Duma ist genau das. Mit diesem Argument werden Gesetze gemacht, die nur das Ziel haben Homosexuelle zu verfolgen und die Argumentation, die dahinter liegt, ist in deutschen Medien gang und gäbe."

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