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13.04.2013

Wirtschaft Deutsche Post setzt auf Eigenentwicklung E-Postbrief

... und wendet sich damit von dem von der Bundesregierung unterstützten elektronischen Brief ab. Die Post wolle das Zulassungsverfahren für die sogenannte De-Mail «vorerst nicht weiterverfolgen», sagte Post-Vorstandsmitglied Ralph Wiegand, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Freitag. Der Datenschutzbeauftragte hatte seine Zustimmung zu dem bereits fertigen Produkt verweigert, weil die Post bei der Registrierung von Kunden über das sogenannte Postident-Verfahren mehr Daten erhebt als unbedingt nötig. Dabei werden auch die Personalausweisnummer und die ausstellende Behörde erfasst was aber im Gesetz zur De-Mail nicht vorgesehen ist. //[HB]//

Unterhaltungselektronik Elektronische Bücher in den USA weiter auf dem Vormarsch

Die der US-Verlegerverband am Donnerstag in Washington mitteilte wächst der Marktanteil elektronischer Bücher in den USA zwar weiter - aber nicht mehr so kräftig wie zur Anfangszeit. Im vergangenen Jahr hatten E-Books einen Anteil von 23 Prozent an den Geschäften der Verlage. 2011 waren es noch 17 Prozent gewesen, 2008 lag der Marktanteil bei einem Prozent. Die E-Books halfen den Verlagen demnach, ihren Umsatz 2012 um sechs Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar (= 5,4 Milliarden Euro) zu steigern. Die Umsätze mit elektronischen Büchern stiegen immer noch um beeindruckende 41 Prozent. 2011 hatten sie sich allerdings noch verdoppelt. //[HB]//

IT-Wirtschaft Verkäufe von Notebooks und PCs brechen dramatisch ein

Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der US-Marktforschungsfirma IDC hervorgeht wurden weltweit im ersten Quartal rund 14 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr verkauft, da sind 76,3 Millionen PCs gegenüber 88,6 Millionen im Jahr 2012. Dies sei der stärkste Rückgang seit 1994 und er sei in allen Weltregionen zu beobachten. Verbraucher verlagerten ihre Ausgaben offenbar weiter hin zu Tablets und Smartphones. Versuche der PC-Hersteller, dem Trend mit berührungsempfindlichen Bildschirmen oder sehr flachen Geräten entgegenzuwirken, seien fehlgeschlagen. Auch das neue Betriebssystem Windows 8 von Microsoft habe dem PC-Markt keinen neuen Schub gegeben können, da es einige zu radikale Veränderungen bei der Benutzeroberfläche gegeben habe und der Einbau berührungsempfindlicher Bildschirme PCs deutlich teurer mache. //[HB]//

Internet Google lässt seine Nutzer digitale Nachlässe regeln

Google hat eine Funktion eingerichtet, mit der Nutzer der verschiedenen Internetdienste des Unternehmens festlegen können, was nach ihrem Tod mit ihren Daten geschieht. Über den "Kontoinaktivität-Manager" können die Nutzer festlegen, dass beispielsweise alle Daten gelöscht werden, wenn das Konto eine bestimmte Zeit nicht genutzt wurde. Die Nutzer können auch Personen benennen, an die die Daten von allen oder nur einigen der genutzten Dienste geschickt werden sollen. Der Nutzer wird per SMS und E-Mail benachrichtigt, bevor das System die Daten weiterleitet oder löscht. //[HB]//

Wirtschaft Online-Umsätze im deutschen Einzelhandel sollen weiter zweistellig steigen

Eine Konjunkturumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 1300 Unternehmen ergab, dass fast jede vierte befragte Firma in neue Internetseiten oder den Auf- oder Ausbau eines Internetshops investiert. Der Verband schätzt deshalb, dass die Online-Umsätze der Einzelhandels-Branche 2013 in Deutschland um weitere 12 Prozent, bei einem Gesamtumsatz von gut 33 Milliarden Euro, steigen werden. Offenbar habe sich der Online-Handel zum Schwerpunktthema im deutschen Einzelhandel entwickelt. Jeder fünfte Händler betreibe bereits einen Online-Shop. Der Onlineanteil am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels werde langfristig von sieben auf 20 Prozent steigen werde. //[HB]//

Internet 77 Prozent der deutschen Erwachsenen sind online

Der Anteil der Internetnutzer unter den erwachsenen Deutschen ist im vergangenen Jahr um zwei Prozentpunkte auf 77 Prozent gewachsen. Die Forschungsgruppe Wahlen hat nach eigenen Angaben zwischen dem 22. Januar und 21. März 2013 3848 Deutsche über 18 Jahre befragt. Danach betrug der Anteil unter den Männern 84 Prozent gegenüber 81 Prozent vor einem Jahr, der Anteil der Frauen blieb mit 71 Prozent gleich. Der Internetnutzeranteil wuchs im Westen der Bundesrepublik von 77 auf 79 Prozent, im Osten von 68 auf 72 Prozent. Vor zehn Jahren betrug der Anteil aller erwachsenen Internetnutzer in Deutschland lediglich 53 Prozent. //[HB]//

Internet In allen deutschen Großstädten gibt es ein LTE-Netz von Vodafone

Vodafone versorgt inzwischen nach eigenen Angaben alle 81 deutschen Großstädte mit 100.000 und mehr Einwohnern mit der schnellen Mobilfunktechnik LTE (Long-Term Evolution). Bei Orten mit über 50 000 Einwohnern seien es mehr als 160 Städte. Damit versorge Vodafone mehr als zwei Drittel der bundesdeutschen Fläche mit LTE und erreiche rund 50 Millionen Bundesbürger. Nutzer von aktueller Apple-Hardware müssen allerdings weiterhin draußen bleiben: Der Frequenzbereich für diese Geräte wird derzeit nur von der Deutschen Telekom verwendet. Die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long-Term Evolution) verspricht theoretisch Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde. //[HB]//
06.04.2013

Netzpolitik Bundesnachrichtendienst hat millionenfach E-Mails überprüft

2011 hat der Auslandsgeheimdienst fast 2,9 Millionen E-Mails und SMS wegen des Verdachts auf Terrorismus, Waffen- oder Menschenhandel überprüft. Das geht aus einem Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages hervor. Demnach stieß der BND bei seiner Suche nur in 290 Fällen auf „nachrichtendienstlich relevantes Material“. Im Kampf gegen Terrorismus und Organisierte Kriminalität darf der Bundesnachrichtendient internationale Telekommunikationswege nach bestimmten Regeln durchsuchen. Dabei wird häufig automatisiert nach verdächtigen Begriffen gesucht. Vize-Regierungssprecher Georg Streiter betonte, dass die Zahlen rückläufig seien. 2010 habe der Geheimdienst noch rund 38 Millionen „Telekommunikationsverkehre“ erfasst. //[mst]//

IT-Kriminalität Hacker attackieren Nordkorea

Aktivisten des Hacker-Kollektivs Anonymous haben sich zu den Angriffen auf verschiedene nordkoreanische Internetangebote bekannt. Demnach hackten sie sich unter anderem bei Twitter und beim Bilderportal Flickr ein. Über den Twitter-Account des nordkoreanischen Informationsportals uriminzokkiri.com verbreiteten die Netzaktivisten Mitteilungen, welche weiteren Websites sie attackiert hatten. In einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung hieß es: „Die nordkoreanische Regierung wird zunehmend zur Bedrohung von Frieden und Freiheit.“ Die Regierung Nordkoreas wurde darin aufgefordert, keine Atombomben mehr zu bauen und die Drohungen mit ihrem Einsatz einzustellen. Zudem forderten die Hacker den Rücktritt von Machthaber Kim Jong Un, eine freie und direkte Demokratie in Nordkorea sowie unzensierten Internetzugang für alle Bürger. //[mst]//

Internet Großbritannien will digitales Archiv erstellen

Die British Library in London plant die Einrichtung fünf weiterer Bibliotheken, um ein digitales Gedächtnis des Vereinten Königreichs zu schaffen. Mit Webseiten, Blogs und kopierten Tweets oder Facebook-Nachrichten aus der britischen Web-Domain sollen die Inhalte des Internets aufbewahrt werden. Wie die Projektleiterin Lucie Burgess mitteilte, würden in den kommenden Monaten 4,8 Millionen Internetauftritte erfasst und ausgewertet. Möglich wird dies durch eine gesetzliche Bestimmung, die heute in Großbritannien in Kraft tritt. Damit erhalten britische Bibliotheken das Recht, nicht nur Kopien von gedruckten, sondern auch von elektronischen Dokumenten einzufordern. Das Parlament hatte das Gesetz namens Legal Deposit Libraries Act im Jahr 2003 beschlossen. Bislang mussten britische Bibliotheken bei jedem gewünschten Webinhalt zunächst den Urheber um Erlaubnis fragen. //[mst]//

IT-Wirtschaft Bundespatentgericht kassiert Apple-Patent

Nicht nur iPhone-Nutzer dürfen ihr Smartphone mit einer Wischbewegung über den Bildschirm entsperren. Das Bundespatentgericht in München erklärte gestern ein entsprechendes europäisches Patent des US-Konzerns Apple für ungültig. Die Münchener Richter betrachteten die innovativen Merkmale des von Apple geltend gemachten Patentanspruchs als „nicht-technisch“. Daher seien sie bei der Beurteilung der Patentfähigkeit nicht zu berücksichtigen, hieß es weiter. Gegen das Patent hatten die Konzerne Motorola und Samsung geklagt. Gegen die Entscheidung kann Berufung einlegt werden. Vielmehr dienten sie dazu, „die Bedienung durch grafische Maßnahmen für den Benutzer bequemer und noch anschaulicher zu gestalten“. Da ein technisches Problem nicht durch die fraglichen Maßnahmen gelöst werde, sei die Bedingung für ein Patent nicht erfüllt gewesen. //[mst]//

Netzpolitik Französischer Geheimdienst verlangt Löschung eines Wikipedia-Artikels

Der französische Geheimdienst Direction Centrale du Renseignement Intérieur (DCRI) versucht mit Strafandrohung gegen einen Wikipedia-Administrator einen Artikel über eine militärische Funkstation aus der Online-Enzyklopädie löschen zu lassen. Die Wikipedia-Community und die US-Stiftung Wikimedia Foundation wehren sich gegen die staatlichen Maßnahmen. Die Justiziarin der Wikimedia Foundation, Michelle Paulson, teilte mit, dass der Geheimdienst Anfang März mit der Stiftung Kontakt aufgenommen habe, um den Artikel löschen zu lassen. Zur Begründung wurde angeführt, dass der Text vertrauliche militärische Informationen enthalte, deren Veröffentlichung nach französischem Gesetz unter Strafe stehe. Die Stiftung konnte eigenen Angaben zur Folge nach Prüfung des Artikels jedoch keine Geheimnisse entdecken. Die Behörden wendeten sich daraufhin an einen Funktionär von Wikimedia France und drohten ihm strafrechtliche Konsequenzen an, sollte er den Artikel nicht löschen, was er daraufhin tat. Die Länderorganisationen der Wikimedia sind eigenständig, nur die Wikimedia Foundation ist für den Betrieb der Enzyklopädie verantwortlich. Nachdem der Fall bekannt wurde, stellte ein Administrator außerhalb Frankreichs den Artikel wieder her. //[mst]//
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