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13.12.2014

Internet Knapp vier von zehn Senioren in Deutschland nutzen das Internet

Das geht aus einer Umfrage hervor, deren Ergebnisse der High-Tech-Verband Bitkom gestern in Berlin vorgestellt hat. Die Quote der deutschen Onliner ab 65 Jahren liegt demnach derzeit bei 38 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie erst bei 32 Prozent. Im Schnitt sind die Senioren 51 Minuten pro Tag im Internet.

Am häufigsten wird das Internet von der Altersgruppe ab 65 für E-Mail-Kommunikation und als Informationsquelle genutzt. Soziale Netzwerke wie Facebook werden nur von 15 Prozent der älteren Onliner genutzt. Viele ältere Menschen verzichten aber auch bewusst aufs Internet. Aus der Gruppe der Senioren, die nie online sind, gaben zwei Drittel an, das Internet schlicht nicht zu brauchen. [luh]

Internet Google will spanische Google-News abschalten

In Spanien gilt ab 2015 ein neues Leistungsschutzrecht. Es verpflichtet Online-Nachrichtenaggregatoren wie Google News zu einer Abgabe, wenn sie auch nur kleinste Textschnipsel aus Nachrichten anderer Medien abbilden. Google will aber nicht zahlen und hat stattdessen angekündigt, die spanische Version seiner Google News zum Jahreswechsel komplett zu schließen.

Mit einer solchen Konsequenz von Google haben die großen spanischen Presseverlage, die sich zuvor für die Gesetzesreform stark gemacht hatten, aber wohl nicht gerechnet. Sie riefen nun die spanische Regierung dazu auf, die Abschaltung von Google News zu verhindern.

Ohne die Nennungen in Google News fürchten die Verlage, im normalen Index der Suchmaschine künftig schlechter dazustehen als bisher. [luh]

Breitbandausbau Deutschland ist bei der Glasfaser-Quote europaweit an letzter Stelle

Aber ansonsten ist es um die digitale Wirtschaft im Land gut bestellt. Das ist das ambivalente Fazit des Reports "Monitoring Digitale Wirtschaft", den das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hatte. Demnach rangiert Deutschland im internationalen Vergleich von 15 Ländern mit einer gut entwickelten technischen Infrastruktur auf dem fünften Platz.

Nur bei der Verbreitung schneller Glasfaseranschlüsse hinkt Deutschland deutlich hinterher. Nur jeder 100 Haushalt hierzulande hat einen Anschluss per Glasfaser. Damit bildet Deutschland europaweit das Schlusslicht. [luh]

IT-Wirtschaft WTO-Gespräche stocken wegen Streit um Flachbildschirme

Anfang November hatten die USA und China vereinbart, Einfuhrzölle für viele High-Tech-Produkte von Halbleitern bis GPS-Geräten zu senken oder ganz abzuschaffen. Doch diese Pläne liegen jetzt wieder auf Eis. Der Grund sei ein Streit zwischen China und Südkorea vor der Welthandelsorganisation WTO, berichtet die "New York Times".

Südkorea verlangt, dass die neuen Zoll-Regeln auch für Flachbildschirme gelten sollen. Doch China zeigte bisher bei allen Gesprächen kein Entgegenkommen. Damit ist eine der größten Zollsenkungen der letzten zwei Jahrzehnte blockiert. [luh]

IT-Wirtschaft Erlöse der Frequenzversteigerung gehen zur Hälfte an Bund und Länder

2015 ist in Deutschland eine neue Auktion zur Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen geplant. Deren Erlöse sind zwar noch völlig offen, aber Bund und Länder haben sich schon darauf geeinigt, wie das bei der Versteigerung eingenommene Geld verteilt werden soll.

Bei einer Unterredung zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder wurde festgelegt: Bund wie Länder bekommen jeweils 50 Prozent. Dabei sollen die Einnahmen aus der Auktion vollständig für die Digitalisierung verwendet werden, vorrangig für den Breitbandausbau.

Im Rahmen der Versteigerung sollen unter anderem Frequenzen aus dem 700-Megahertz-Band neu an Mobilfunknetzbetreiber vergeben werden. Diese Frequenzen werden bisher noch für die Ausstrahlung von digitalen Fernsehprogrammen im DVB-T Standard genutzt. [luh]

Netzpolitik EU-Rat gibt grünes Licht für Auto-Notruf eCall

Verhandlungsführer des EU-Rates und des EU-Parlaments haben sich endgültig auf eine gemeinsame Linie beim geplanten Auto-Notruf eCall verständigt. Demnach müssen Neufahrzeug ab April 2018 über ein Ortungssystem mit integriertem Notruf verfügen. Die Infrastruktur des Systems müssen die EU-Länder bis Oktober 2017 installiert haben. Der bordeigene Notruf soll immer dann automatisch einen Alarm über die Notrufnummer 112 starten, wenn bei einem Unfall der Airbag ausgelöst wurde.

Zusätzlich kann der Alarm auch manuell gestartet werden. Als Informationen werden die Fahrzeugklasse, die Art des Treibstoffs sowie die Zeit und der exakte Ort des Unfalls an die Rettungsstellen übermittelt. Die Nutzung soll allen Fahrern kostenlos möglich sein. [luh]

06.12.2014

Telefonie Vodafone will Telefongespräche per App verschlüsseln

Dazu arbeitet der Konzern mit der Düsseldorfer Firma Secusmart zusammen, die auch für das Kanzlerinnen-Handy zuständig ist. Die App soll Telefonate Ende-zu-Ende verschlüsseln und eine monatliche Gebühr kosten. Vodafone will sie im Januar auf den Markt bringen und zunächst Firmenkunden anbieten. Die Deutsche Telekom bietet bereits Verschlüsselungsprodukte für Firmenkunden an. [hell]

Internet Webseite des Chaos Computer Club verfängt sich in britischen Pornofiltern

Das geht aus Tests der Organisation "Open Rights Group" hervor. Demnach blockieren die britischen Internet-Provider Vodafone und Three die Seite ccc.de. Die Webseite dient als Sprachrohr des Chaos Computer Club. In Großbritannien betreiben Provider standardmäßig Sexfilter, die auf Basis von schwarzen Listen gewisse Seiten blockieren. Möchten Kunden keinen solchen Filter, müssen sie das bei der Einrichtung eines Internetzugangs offiziell angeben. Das Nachrichtenportal Spiegel Online schreibt, dass sich der CCC die Sperre nicht erklären könne und die Provider beauftrag habe, diese aufzuheben.

Netzpolitik Die Bundesregierung will dem Routerzwang ein Ende setzen

Eine entsprechende Änderung des Telekommunikationsgesetzes will das Wirtschaftsministerium noch diesen Monat auf den Weg bringen. Das neue Gesetz soll es Providern verbieten, Router als Teil der technischen Infrastruktur zu definieren, die der Nutzer nicht verändern darf. Derzeit zwingen einige Provider in Deutschland ihre Nutzer, bestimmte Router zu wählen. Dieses Vorgehen begründen sie mit niedrigen Wartungskosten. [hell]

Betriebssysteme Apples OSX Yosemite protokolliert Eingaben in Firefox und Thunderbird

Davor warnt die Mozilla Foundation, die den Browser Firefox und den Mail-Client Thunderbird entwickelt hat. Demnach notiert das Betriebssystem OSX Yosemite alles, was die Nutzer in den Programmen eingeben. Die Daten, zu denen auch Passwörter zählen können, landeten unverschlüsselt in einer Log-Datei.

Die aktuellen Versionen beider Programme deaktivieren diese Aufzeichnung nun. Die bisherige Log-Datei verbleibt aber auf dem Rechner. Mozilla empfiehlt Nutzern daher, die Datei von Hand zu löschen. [hell]

Internet Google schafft das Capcha ab

Als Capcha bezeichnet man die gequetschten Zeichenketten, die Anwender oft beim Ausfüllen von Online-Formularen eingeben müssen. Bisher konnten Computerprogramme sie nicht entziffern. Webseitenbetreiber konnten so prüfen, ob tatsächlich ein Mensch am Computer sitzt. Damit schützten sie sich vor Programmen, die sich als Menschen ausgeben.

Google macht dem nun ein Ende und führt ein neues System ein, genannt No Capcha. Darin muss der Anwender lediglich ein Kästchen neben dem Satz "Ich bin kein Roboter" anklicken. Die Idee dahinter: Google analysiert die Mausbewegungen, die ein Nutzer macht bevor er auf das Kästchen klickt. Die sollen verraten, ob da ein Mensch oder eine Maschine die Maus bewegt. [hell]

Netzpolitik Bundesregierung legt EU-Kommission Konzept zur Netzneutralität vor

Darin fordert die Regierung einerseits, dass die Provider, also die Internetanbieter, alle Datenpakete im offenen Internet gleich behandeln müssen. Andererseits wolle man auch einen rechtlichen Rahmen für "Spezialdienste" abstecken, die parallel zum öffentlichen Internet angeboten werden können. Mit dem Vorschlag reicht Deutschland seine Position für anstehende EU-Verhandlungen zur Netzneutralität ein.

Der Netzaktivist Markus Beckedahl vom Portal netzpolitik.org kritisierte die Vorstellungen der Regierung. Er nannte sie einen "Einstieg ins Zweiklassennetz": Die Regierung wolle die mangelnde Unterstützung für den Breitbandausbau durch weniger Neutralitätsregeln für die Provider kompensieren. [hell]

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