Freitag, 16.11.2018
 
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06.08.2016

Gehackte Autos Hacker sollen in den USA mehr als 30 Autos der Marke Jeep gestohlen haben.

Das berichten der US-Fernsehsender ABC und das Online-Portal Engadget. Die Polizei soll die beiden Hacker über Monate beobachtet und am Freitag auf frischer Tat ertappt haben.

Sie sollen einen Laptop an eine Schnittstelle der Fahrzeuge angeschlossen und die Autos über den Computer gestartet haben. Wie sie technisch genau vorgegangen sind, ist noch nicht klar.

In letzter Zeit gab es viele Nachrichten über gehackte Autos. Erst vorletzte Woche haben Sicherheitsforscher demonstriert, dass sie über das Mobilfunknetz einen Jeep unter ihre Kontrolle bringen konnten.

Reformiertes Telekommunikation  Die Bundesregierung will Bußgelder bei Verstößen gegen die Netzneutralität erheben

Das geht aus einem am Mittwoch verabschiedeten Entwurf für ein reformiertes Telekommunikationsgesetz hervor. 

Die Netzneutralität besagt, dass alle Datenpakete im Internet gleich behandelt werden müssen. Es darf zum Beispiel keine Überholspur für Premium-Angebote geben.

Wenn ein Anbieter dagegen verstößt, drohen ihm laut des Gesetzesentwurfs Bußgelder von bis zu 500 000 Euro.

Kritiker und Netzaktivisten halten das für zu gering. Internetprovider hätten keine Probleme, solche Bußgelder zu bezahlen. Das beanstandet laut dem Portal "Netzpolitik.org" etwa Thomas Lohninger von AK-Vorrat.

Das Portal weist zudem auf Regulierungen in den Niederlanden hin. Dort könnten Unternehmen, die gegen die Netzneutralität verstoßen, mit Strafen von bis zu 10 Prozent ihres Umsatzes belegt werden.

Angriff Der BitCoin-Kurs hat sich nach einem virtuellen Millionen-Bankraub erholt

Am Dienstag wurde bekannt, dass Hacker die Hongkonger Bitcoin-Börse Bitfinex attackiert hatten. Die Angreifer konnten 120.000 Einheiten der Krypto-Währung von verschiedenen Nutzerkonten erbeuten. Das sind umgerechnet etwa 58 Millionen Euro. Es war der größte Raub in der Geschichte der Währung.

Der Bitcoin-Kurs gegenüber dem US-Dollar stürzte zwischenzeitig um über 20 Prozent ab, näherte sich am Freitag jedoch wieder einem Wert 570 US-Dollar an, was einen Verlust von sechs Prozent im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Bankraub entspricht.

Reißerische Überschriften Facebook will gegen Clickbait vorgehen

Als Clickbait, auf Deutsch etwa Klick-Köder, bezeichnet man reißerische Überschriften, die Nutzer unter falschen Versprechen zum Klick auf einen Artikel animieren sollen. Sie nutzen Formulierungen wie zum Beispiel: "Du wirst nicht glauben, was als nächstes geschah."

Facebook hat nun in seinem Blog ein System angekündigt, das solche Überschriften zunächst erkennt. Dann ermittelt es, welche Web-Domains die reißerischen Überschriften besonders häufig nutzen.

Sind die Web-Domains identifiziert, werden deren Inhalte den Facebook-Nutzern an weniger prominenter Stelle gezeigt. Das übernimmt der Algorithmus, der auswählt, welche Benachrichtigungen die Nutzer zu sehen bekommen. Auf diese Weise soll auf Facebook weniger Clickbait angezeigt werden.

IT-Sicherheit Jetzt verspricht auch Apple Belohnungen für das Entdecken Sicherheitslücken

Bis zu 200 000 US-Dollar verspricht Apple Sicherheitsexperten und Hackern, die Schwachstellen in den hauseigenen Produkten finden und sie melden. Das Kündigte der Sicherheitschef des Unternehmens auf der "Black Hat" Konferenz in Las Vegas an.

Apple folgt damit Konkurrenten, die schon länger solche so genannten "Bug-Bounty Programme" bieten. Dazu zählen etwa Google, Microsoft und Facebook.

Die Unternehmen reagieren mit solchen Prämien-Programmen darauf, dass es immer schwerer wird, Sicherheitslücken zu finden. Sie wollen mit den Belohnungen auch verhindern, dass Hacker die gefunden Schwachstellen an Kriminelle oder Regierungen verkaufen, die diese dann ausnutzen.

30.07.2016

Milliardengewinne Amerikas große Technologie- und Internetfirmen haben ihre Quartalszahlen veröffentlicht

Das Online-Versandhaus Amazon hat im zweiten Quartal einen Gewinn von knapp 900 Millionen Dollar erwirtschaftet und ihn damit im Vergleich zum Vorjahr verzehnfacht. Der Umsatz belief sich auf 30,4 Milliarden Dollar.

Googles Muttergesellschaft Alphabet erzielte seinen Umsatz von 21,5 Milliarden und eine Gewinn von knapp 5 Milliarden – eine Steigerung von gut einem Viertel.

Bei Apple hingegen fiel der Umsatz um 15 Prozent auf 42 Milliarden, der Gewinn schrumpfte um 27 Prozent auf 7,8 Milliarden. Dennoch übertrafen diese Zahlen die Erwartungen der Anleger. Die Apple-Aktie stieg um 5 Prozent.  

Samsung, Apples Koreanischer Konkurrent auf dem Smartphone-Markt, konnte seinen Gewinn um fünf Prozent steigern.

Quelle: DPA, Reuters www.bbc.com www.washingtonpost.com https://techcrunch.com

IT-Sicherheit Es gab weitere Hacker-Angriffe auf die US-Demokraten

Wie ein Sprecher der Kampagne von Hilary Clinton sagte, hatten die Hacker fünf Tage lang Zugriff auf die Server eines Systems zur Wähleranalyse. Es ist der dritte Angriff dieser Art.

Ende der Woche erst wurde bekannt, dass Hacker ein Komitee der Partei angegriffen hatten, das um Spenden für Kongresskandidaten wirbt. Zuvor hatten Angreifer Tausende E-Mails der US-Demokraten erbeutet. Die E-Mails wurden daraufhin vom Enthüllungsportal "Wikileaks" veröffentlicht.

US-Experten gehen davon aus, dass die Angriffe aus Russland stammen. Der Kreml weißt jegliche Beteiligung zurück.

Quelle: REUTERS hell 30.07.2016 iu160730.doc

Sponsoring Sportverbände wollen entscheiden, wer die Sommerspiele in sozialen Netzen erwähnen darf

Das geht laut dem Nachrichtenportal "Zeit Online" aus einem Leitfaden des Internationalen Olympischen Komitees hervor. Demnach dürfen Unternehmen während der Spiele grundsätzlich keine Hashtags wie #Olympia oder #Olympisch nutzen.

Der US-Sportsender "ESPN" berichtet, das Nationale Olympische Komitee der Vereinigten Staaten habe entsprechende Briefe an Unternehmen verschickt, die nicht offizielle Sponsoren der Spiele seien. Inhalt: Die Unternehmen dürfen Schutzmarken wie #Rio2016 oder #Olympic nicht auf ihren Social-Media-Kanälen verwenden.

Hierzulande verbietet der Deutsche Olympische Sportbund Unternehmen, die keine Sponsoren sind, entsprechende Hashtags bei Twitter oder Facebook zu nutzen. Das berichtet "Spiegel Online". Juristen bezweifeln jedoch, dass die Verbände den Unternehmen tatsächlich Olympia-Hashtags verbieten dürfen.

Quelle: www.zeit.de http://espn.go.com www.spiegel.de hell 30.07.2016

Datenschutz Auf iOS Geräten sind gelöschte WhatsApp-Chats weiterhin abrufbar

Das hat ein amerikanischer Sicherheitsexperte herausgefunden, der sich mit Apple Geräten befasst. Er konnte zeigen, dass Whatsapp die Inhalte von Chats zwar löscht, wenn der Nutzer das will, sie jedoch nicht überschreibt.

Mit speziellen Werkzeugen sei es ihm gelungen, die Inhalte der Chats wiederherzustellen, schreibt der Experte in seinem Blog. Die kritischen Dateien würden auf dem Gerät verbleiben und bei einem Backup auch automatisch zum Online-Speicher iCloud hochgeladen.

Quelle: http://www.zdziarski.com/blog/?p=6143 hell 30.07.2016

Verbraucherschutz Am Montag endet der Routerzwang

Bisher konnten Internetprovider ihren Kunden vorschreiben, welchen Router sie an ihrem Internetanschluss nutzen sollen. Diesen sogenannten "Routerzwang" setzten sie durch, indem sie notwendige Zugangsdaten nicht an den Kunden weitergaben.

Ab dem 1. August ist das nicht mehr erlaubt. Die Provider müssen Kunden und Router-Herstellern alle Zugangsdaten und technischen Details der Schnittstellen liefern, damit Kunden sich mit beliebigen Routern ins Netz einwählen können.

Das gilt jedoch nicht für alle Kunden: Die Anbieter sind nur verpflichtet Neukunden und solchen, deren Vertrag sich verlängert, die Zugangsdaten unaufgefordert mitzuteilen.

Quelle: hell 30.07.2016 www.spiegel.de

IT-Sicherheit Millionen günstiger Drahtlos-Tastaturen lassen sich ausspähen

Die betroffenen Tastaturen kommunizieren per Funk über ein entsprechendes USB-Modul mit dem Computer. Wie Sicherheitsexperten der Firma "Bastille Networks" gezeigt haben, läuft diese Kommunikation oft komplett unverschlüsselt ab.

Mit geringem Hardware-Aufwand konnten die Experten jede einzelne Eingabe der Tastaturen mitlesen, ohne irgendwelche Schadsoftware auf dem Computer des Ausgespähten zu installieren. Der Angriff funktionierte über eine Distanz von über 70 Metern.

Auf der Webseite "keysniffer.net"  haben die Experten eine unvollständige Liste der angreifbaren Geräte veröffentlicht. Darunter sind Modelle von Herstellern wie "Kensington", "Toshiba" und  "Hewlett-Packard". Betroffenen raten sie, auf eine schnurgebundene Tastatur, eine mit Bluetooth-Verbindung oder eine hochwertige Funktastatur mit Verschlüsselung umzusteigen.

Quelle: http://www.keysniffer.net/affected-devices/ hell 30.07.2016

Luftraum Airbus kooperiert mit einer Firma zur Drohnenabwehr

Es handelt sich dabei um das Startup "Dedrone", das in Deutschland gegründet wurde. Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam ein System zur Abwehr kleiner Drohnen in geringer Höhe, heißt es in einer Mitteilung von Dedrone.

Es soll verschiedene Sensoren wie Kameras, Radar und Mikrophone nutzen, um die Drohnen in einem Umkreis von zehn Kilometern zu identifizieren.

Daraufhin soll das System die Verbindung zwischen der Drohne und ihrem Piloten kappen können und den Standort des Piloten bestimmen. Mit dieser Technologie sollen sich kritische Orte wie Flughäfen oder Ereignisse wie Konzerte oder Sportwettkämpfe vor kleinen Drohnen schützen lassen.

Quelle: hell 30.07.2016 iu160730.doc

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Computer und Kommunikation

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