Mittwoch, 21.11.2018
 
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19.11.2016

Buzzfeed-Erhebung Facebook gerät wegen massenhafter Falschmeldungen in die Kritik

Das Online-Portal Buzzfeed hat den Erfolg von Fake-News auf Facebook mit dem seriöser Nachrichten während des US-Wahlkampfs verglichen. Demnach waren mit dem Herannahen der Wahl Falsch-Nachrichten auf dem sozialen Netzwerk zunehmend beliebter als Meldungen von US-Medien wie der New York Times, der Washington Post oder ABC News.

Mittlerweile gibt es Kritik an der Buzzfeed-Erhebung, da eine Vielzahl von Medien nicht einbezogen wurde - darunter Yahoo News und Daily Mail - die als die zwei meistgelesenen Nachrichtenseiten in den USA gelten.

Unterdessen wehrt sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg gegen Vorwürfe, seine Plattform habe die Wahl beeinflusst. Jedoch kündigte er Maßnahmen an, um Falschnachrichten und nicht vertrauenswürdigen Quellen auf dem Portal keinen Platz mehr zu bieten.

Quelle: Agenturen/Süddeutsche/Buzzfeed

Entscheidung Der Europäische Gerichtshof beschränkt die digitale Vervielfältigung alter Bücher

Mit seiner Entscheidung diese Woche hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein französisches Dekret für ungültig erklärt. Dieses sieht vor, dass vergriffene Werke digitalisiert werden dürfen, wenn diese zuvor für mindestens sechs Monate von der Verwertungsgesellschaft SOFIA in eine entsprechende öffentliche Datenbank aufgenommen wurden.

Mit der neuen Entscheidung dürfen vergriffene Werke in der EU nur noch mit der Zustimmung des Urhebers digital vervielfältigt werden.

In Frankreich hatten zwei Autoren geklagt, deren Werke ohne ihr Wissen digital weiterverwendet wurden.

Quelle: InfoCuria / Golem

Sicherheitsvorkehrungen Die Wikipedia führt nach Angriffen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein

Nachdem in der vergangenen Woche die Accounts mehrerer hochrangiger Wikipedianer, darunter auch der des Wikimedia-Gründers Jimmy Wales, gekapert wurden, verschärft die freie Enzyklopädie ihre Sicherheitsvorkehrungen. Demnach wurde für Administratoren und Angestellte der Wikimedia Stiftung inzwischen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert.

Die Wikimedia Foundation plant diese Funktion zeitnah für alle Nutzer freizuschalten. Zudem rät die US-Stiftung, sichere Passwörter einzurichten, diese nicht auf anderen Websites zu verwenden und sie regelmäßig auszutauschen.

Quelle: heise

Datenbank In Berlin entsteht die weltweit größte Sammlung für Computer- und Videospiele

2017 soll in Deutschland eine Sammlung von rund 50 000 Computer- und Videospielen aufgebaut werden. Möglich wird dies durch die Zusammenlegung der Bestände des Computerspielemuseums sowie derer der Universität Potsdam und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Das Projekt wird von der Stiftung Digitale Spielekultur koordiniert.

Zunächst soll eine digitale Datenbank geschaffen und öffentlich zur Verfügung gestellt, später sollen die Sammlungen an einem Standort zusammengeführt werden.

Quelle: Agenturen/Golem

Sicherheitsbedenken Südkorea verbietet den Export von Kartenmaterial für Google Maps

Der IT-Konzern Google darf für seinen Online-Kartendienst aus Sicherheitsgründen keine von Südkorea erstellten Karten und Rauminformationen auf Servern im Ausland speichern. Grund ist der Konflikt mit Nordkorea. Beide koreanischen Staaten befinden sich völkerrechtlich im Kriegszustand. Zudem haben sich Spannungen in diesem Jahr nach zwei Atomtests durch Nordkorea deutlich erhöht.

Nach monatelangen Beratungen wies die südkoreanische Regierung gestern eine erneute Anfrage des IT-Konzerns zurück. Nach Angaben des Ministeriums für Land, Infrastruktur und Transport gebe es wegen der Konfrontation zwischen Süd- und Nordkorea Sicherheitsbedenken.

Google habe die Vorschläge des Ministeriums, diese Bedenken auszuräumen, nicht akzeptiert.

In Südkorea, das zu den am besten vernetzten Ländern zählt, wird der Online-Kartendienst nur eingeschränkt angeboten.

Quelle: Agenturen/heise

Hinter China und den USA Deutschland ist mit 32 Superrechnern in der Top 500-Liste vertreten

Damit betreibt Deutschland nach China und den USA die meisten der schnellsten Supercomputer der Welt. Wie aus der auf der Supercomputer Conference in Salt Lake City veröffentlichten Liste der Top 500 hervorgeht, liegt Deutschland mit 32 der schnellsten Rechenanlagen aktuell auf dem dritten Platz vor Japan. Im Bereich Performance erzielt Deutschland jedoch keinen Spitzenplatz.

Unter die Top Ten schaffte es Hazel Hen aus Stuttgart mit seinen 5,6 Petaflops - also Billiarden von Kalkulationen pro Sekunde - nicht mehr.

Den schnellsten Computer der Welt betreibt China. Mit 93 Petaflops arbeitet der Rechner Sunway am nationalen Supercomputing Center in Wuxi.

Quelle: www.top500.org / Agenturen

Verkehrsministerium Das Handy-Verbot für Autofahrer soll auf Tablets ausgeweitet werden

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), will das Handyverbot am Steuer deutlich ausweiten. Demnach sollen unter anderem auch Tablets, E-Book-Reader und Tätigkeiten wie E-Mails- und SMS-Tippen, Surfen im Internet im Auto verboten werden, ebenso die Benutzung von Videobrillen.

Wie ein Sprecher des Ministeriums in Berlin mitteilte, sähen die Pläne eine Erhöhung der Geldbußen für die Nutzung mobiler Geräte während der Fahrt von 60 auf 100 Euro im Regelfall vor.

Bei schweren Verstößen sollen auch Fahrverbote und Geldbußen von bis zu 200 Euro drohen.

Die Nutzung von Sprachsteuerung, Vorlesefunktionen und von sogenannten Head-Up-Displays für Fahrzeug- oder Verkehrszeichen-Informationen würden dagegen ausdrücklich erlaubt.

Die Vorschläge würden nun mit den anderen Ressorts in der Bundesregierung abgestimmt.

Quelle: Agenturen

Online-Enzyklopädie Die deutsche Wikipedia schafft den nächsten Meilenstein

Heute, am 19. November 2016, wird aller Voraussicht nach der zweimillionste enzyklopädische Artikel in deutscher Sprache beim Online-Lexikon Wikipedia online gestellt.

Der erste Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia wurde am 16. April 2001 online gestellt und befasst sich mit der griechischen Hafenstadt Pylos, geschrieben und online gestellt von SoniC. Der Ein-Millionste Artikel stammt von JFKCom und behandelt den US-amerikanischen Botaniker Ernie Wasson. Dieser Artikel ging am 27. Dezember 2009 online.

Die deutschsprachige Wikipedia wächst eigenen Angaben zufolge täglich um knapp 400 Artikel.

Quelle: Wikipedia

12.11.2016

Tochter Deepmind Auch Google übt jetzt mit Bauklötzchen

Genauer gesagt ist es eine Software von Googles Tochter Deepmind und Forschern der University of California, die nun mit Bauklötzen übt. Die Informatiker haben die Software dazu gebracht, durch Interaktion etwas über physikalische Objekte zu lernen.

In einem Experiment bekam die Software fünf Klötzchen in einer virtuellen Umgebung präsentiert. Sie wurde belohnt, wenn sie herausfand, welches Klötzchen das schwerste war. Dazu musste sie lernen, vor der Entscheidung mit jedem Klötzen zu interagieren.

Diese Methode nennt sich "Bestärkendes Lernen". Deep Mind hat damit bereits einem Computersystem beigebracht, Atari-Spiele zu spielen. Auch Facebook hat bereits auf ähnliche Weise mit Bauklötzchen und künstlicher Intelligenz experimentiert.

Quelle: arxiv.org

Umsatz Die Telekom schwächelt in Europa und glänzt in den USA

Das zeigt der Zwischenbericht, den der Konzern am Donnerstag präsentiert hat. Insgesamt stieg demnach der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 4,2 Prozent auf über 53 Milliarden Euro.

Regional betrachtet gibt es deutliche Unterschiede: In Europa sank der Umsatz um 2,3 Prozent. In den USA hingegen verbuchte T-Mobile US ein Umsatzplus von 13 Prozent.

Der deutsche Konzern ist bei den Kundenzahlen derzeit der am schnellsten wachsende Anbieter auf dem US-Markt.

Quelle: DPA

Schwachstelle Microsoft schließt eine bekannte Sicherheitslücke in Windows

Sie betrifft den Kernel aller Windows-Systeme von Vista bis zur aktuellen Version Windows 10. Seit Mitte der Woche gibt es ein Patch, das die Lücke schließt.

Die Schwachstelle ist bereits seit letzter Woche bekannt. Google hatte Informationen darüber veröffentlicht. Um die Sicherheitslücke auszunutzen, mussten Angreifer ihre Opfer dazu bringen ein bestimmtes Programm zu starten. Daraufhin konnten sie Programme auf den PCs der Opfer installieren und bekamen weitreichenden Zugriff auf deren Daten.

Die Lücke wurde bereits ausgenutzt, unter anderem von der Gruppierung "Fancy Bear". Die Hacker stehen im Verdacht, an den Angriffen auf die US-Demokraten und die Clinton-Kampagne beteiligt zu sein.

Quelle: Microsoft

Qualitätskriterien Die EU will die Qualität und den Datenschutz von Gesundheits-Apps verbessern

Auf europäischer Ebene stünde eine Selbstverpflichtung der Hersteller zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen kurz bevor. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, berichtet das "Handelsblatt". Die Selbstverpflichtung soll Entwicklern von Gesundheits-Apps "Unterstützung bei der Anwendung der geltenden Bestimmungen" bieten.

Außerdem würden auf Initiative der EU-Kommission derzeit Qualitätskriterien für die Beurteilung von Gesundheits-Apps entwickelt. Sie sollen bis 2017 vorliegen.

Quelle: Handelsblatt

Karriere-Netzwerk Ab Montag könnte Linkedin in Russland gesperrt werden

Grund ist, dass das Microsoft Karriere-Netzwerk das "Gesetz über personenbezogene Daten" verletzen soll. Das Gesetz ist nach den Snowden-Enthüllungen entstanden und sieht unter anderem vor, dass Daten russischer Nutzer in Russland gespeichert werden müssen.

Am Donnerstag sei eine Klage von Linkedin gegen diese Vorgaben gescheitert, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Die russische Kommunikationsaufsicht teilte demnach mit, dass man Linkedin bereits Anfang nächster Woche sperren könne.

Quelle: TASS

Hacker Cyber-Kriminelle nehmen öfter Ziele in Deutschland ins Visier

Das geht aus dem Lagebericht 2016 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik hervor. Er wurde Mitte der Woche in Berlin veröffentlicht.

Demnach habe sich vor allem die Bedrohung durch Erpresserprogramme - so genannte Ransomware - seit Ende 2015 deutlich verschärft.

Die Zahl bekannter Schadprogrammvarianten sei gestiegen und habe im August 2016 bei mehr als 560 Millionen gelegen.

Die Bundesregierung will neben Behörden und Unternehmen auch die Bevölkerung befähigen, sich sicherer im Netz zu bewegen. Helfen soll dabei die Förderung des Einsatzes von Verschlüsselungstechnik und ein Sicherheits-Gütesiegel für IT-Produkte.

Quelle: DPA

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Computer und Kommunikation

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