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03.01.2007

Chemie Forscher bauen Nanowürfel in Serie.

An der University of Minnesota hat ein Team einen neuen Ansatz für die Herstellung nanoskopischer Würfel und Kugeln aus Siliziumoxid entwickelt. Darüber berichtet die Zeitschrift "Angewandte Chemie": Die meisten der herkömmlichen Herstellungsmethoden für poröse Siliziumoxid-Nanopartikel kranken daran, dass die wachsenden Partikel sehr leicht verklumpen, so dass eine einheitliche Größe nur sehr schwer zu erzielen ist. Die Forscher in Minnesota wählten daher den umgekehrten Weg und erzeugten zunächst eine Gitterstruktur aus Siliziumoxid auf, die sie dann gezielt wieder abbauten. Die so gewonnenen Nanowürfel und - kugeln gelten als zukünftiges Transportmittel für Medikamente im menschlichen Körper. //[dk]//

Quelle: Angewandte Chemie

Medizin Ein Glas in Ehren hilft bei Bluthochdruck.

Forscher der niederländischen Universität Wageningen empfehlen Hochdruckpatienten mäßigen Alkoholkonsum. Ein bis zwei Gläser Bier oder Wein am Tag täten dem Herzen gut, vor mehr Alkohol warnen die Forscher in ihrem Bericht in der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine" allerdings. Sie konnten bei männlichen Bluthochdruckpatienten einen positiven Effekt von moderatem Alkoholkonsum auf das Herz-Kreislauf-System beobachten. Die Wissenschaftler analysierten dazu Daten von knapp 12.000 Männern mit Bluthochdruck, die in den Jahren von 1986 bis 2002 gesammelt worden waren. Wer nur alle zwei bis drei Tage etwas trinke, profitiere nicht von dem positiven Effekt, so die Forscher. //[dk]//

Quelle: Annals of Internal Medicine, Band 146, Seite 10

Medizin Gendefekt stört das Immunsystem.

Forscher aus Innsbruck, Hannover und Freiburg haben eine genetische Ursache für die Störung der Signalweiterleitung in Zellen entdeckt. Das Fehlen eines zellulären Adapters führe dabei zu Unordnung in der Zelle, die Weiterleitung von Signalen finde nicht mehr zur rechten Zeit am rechten Platz statt, so die Wissenschaftler. Für betroffene Menschen resultiert daraus eine komplexe Störung des Immunsystems. Die Entdeckung ist von allgemeiner Bedeutung, da Zellzyklus- und Differenzierungsstörungen bei vielen Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, eine entscheidende Rolle spielen. Die Forscher untersuchten vor allem, wie die Signale in der Zelle räumlich und zeitlich verteilt werden und stießen bei Patienten darauf, dass der Zelladapter p14 nur in ganz geringen Mengen vorhanden war. Aufgrund dieses Gendefektes waren die weißen Blutkörperchen der betroffenen Patienten verringert und in ihrer Funktion gestört, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Medicine". //[dk]//

Quelle: idw

Medizin Mittel gegen Aids lassen sich rascher testen.

Am Universitätsklinikum Heidelberg haben Wissenschaftler erstmals transgene Ratten zur raschen Testung von Anti-HIV-Wirkstoffen eingesetzt. Damit steht ein Tiermodell zur Verfügung, an dem sich auch mögliche Impfstoffe in großer Menge testen lassen, bevor sie am Menschen getestet werden. Die Ratten waren durch gezielte Veränderung ihres Erbmaterials für eine Infektion mit HIV empfänglich gemacht worden. Grundsätzlich sind Mäuse und Ratten nicht für HIV anfällig, darum eigneten sich diese kostengünstigen und in großer Menge verfügbaren Tiere bisher nicht für die Aids-Forschung. Wirksamkeitsuntersuchungen in den wenigen bisher verfügbaren HIV-Tiermodellen waren daher technisch extrem aufwendig, sehr teuer und langwierig. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht. //[dk]//

Quelle: pnas

Medizin Angriff auf das Bindegewebe.

Rostocker Forschern ist es gelungen, mit bestimmten Substanzen gegen Bindegewebe vorzugehen, das im Laufe von Krebserkrankungen entsteht und Tumoren vor Medikamenten schützt. Die Forscher untersuchten dabei die Entstehung des schwer heilbaren Bauchspeicheldrüsenkrebses. Auch bei der chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse lagert sich krankhaftes Bindegewebe an, das das Organ nach und nach stilllegt. Die Rostocker Forscher vermuten, dass Tumoren systematisch den Aufbau des Bindegewebes einleiten, um sich zu schützen. Hier liege ein möglicher Weg für die Krebstherapie, so die Wissenschaftler. //[dk]//

Quelle: idw

Meteorologie Temperaturunterschied der Weltmeere bestimmt die Hurrikan-Häufigkeit.

Wissenschaftler vom Kieler Forschungsinstitut IfM-Geomar haben dazu eine neue Hypothese entwickelt, die im Fachblatt "Geophysical Research Letters" veröffentlicht wird. Die Studie zeigt auf, dass der Temperaturunterschied zwischen dem tropischen Nordatlantik und dem tropischen Indischen und Pazifischen Ozean die Hurrikanaktivität über dem Atlantik stark beeinflusst. Der Temperaturunterschied kontrolliert laut den Forschern die vertikale Windscherung, das ist die Änderung des Windes mit der Höhe, über dem Atlantik. Eine schwache Windscherung begünstigt die Entstehung von Hurrikanen, während eine starke Windscherung ihre Entwicklung behindert. Im Jahr 2006 gab es darum so wenige Tropenstürme, nachdem 2005 ein verheerendes Jahr war. Die Forscher hoffen, dank dieser Erkenntnisse künftig Hurrikan-Stürme besser vorhersagen zu können. //[dk]//

Quelle: idw

Medizin Genschaden erhöht Brustkrebsrisiko.

Einem zweimal höherem Brustkrebsrisiko unterliegen Frauen, die einen bestimmten Gendefekt aufweisen. Das haben Wissenschaftler vom Britischen Institut für Krebsforschung herausgefunden. Zudem vermuten die Mediziner, dass in diesem speziellen Genschaden auch eine der Ursachen für die Fanconi-Anämie liegt, einer sehr seltenen, oft tödlich verlaufenden Blutkrankheit bei Kindern. Das betroffene Gen sorgt im Normalfall für die Reparatur mutierter DNA. Fällt es aus, sammeln sich bei betroffenen Menschen immer mehr fehlerhafte Zellen an und erhöhen die Krebsanfälligkeit. //[dk]//
02.01.2007

Neurologie Traumata verringern das Schmerzempfinden.

Das geht aus einer Studie des Militärkrankenhauses im niederländischen Utrecht hervor, die heute im Fachblatt „Archives of General Psychiatry“ veröffentlicht wird. Die Psychologen hatten Kriegsveteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen auf ihr Schmerzempfinden untersucht. Diese mussten ihre Hand auf einen Hitzeblock legen, der zwischen 40 und 48 Grad Celsius heiß war. Eine Kontrollgruppe führte die gleichen Tests durch, bei denen alle Freiwilligen zusätzlich mit einem Magnetresonanztomographen untersucht wurden. Dabei sahen die Forscher, dass die Veteranen nicht nur subjektiv ein geringeres Schmerzempfinden bei den anschließenden Befragungen beschrieben, sondern auch, dass die Hirnregionen, die für das Schmerzempfinden zuständig sind, weniger aktiviert waren als bei den Freiwilligen der Kontrollgruppe. //[mst]//

Medizin Pillen sollen Diabetikern die Insulinspritzen ersparen.

Forscher vom chinesischen Zentrum für Medikamentenentwicklung in Shanghai haben das Molekül Boc5 in Tablettenform bereits erfolgreich bei Tieren getestet. Ähnlich wie das Darmhormon GLP-1, das bei Menschen auf natürliche Weise den Blutzuckerspiegel reguliert, könnte der Wirkstoff langfristig Diabetes-kranken Patienten helfen. Wie die Forscher heute in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften schreiben, liegt der große Vorteil des Wirkstoffs darin, dass das Medikament oral verabreicht werden kann und nicht wie Insulin gespritzt werden müsste. Die Tests am Menschen stehen allerdings noch aus. //[mst]//

Genforschung Forscher klonen BSE-freie Rinder.

Zumindest besitzen die gentechnisch veränderten Tiere keine natürlichen Prionen-Proteine mehr, die als Erreger der Rinderseuche BSE gelten. Wie die Forscher aus Japan und den USA jetzt im Fachblatt „Nature Biotechnology“ schreiben, erkrankten zumindest in ersten Tests die prionenfreien Zellkulturen nicht an BSE, als die Forscher ihnen Erreger der Rinderseuche beimischten. Die 20 Monate alten geklonten prionenfreien Rinder wurden jetzt mit den BSE-Erregern infiziert. Ob sie tatsächlich gegen die Rinderseuche immun sind, können die Forscher aber erst in einigen Monaten sicher wissen. Auch wenn die Rinder keine Prionen besitzen, scheinen sie völlig gesund zu sein. //[mst]//

Medizin Surfen ist sicherer als Fußballspielen.

Das ist das Ergebnis einer Studie von Medizinern der Brown Medical School in Rhode Island, die heute im Fachblatt „American Journal of Sports Medicine“ vorgestellt wird. Die Forscher hatten medizinische Daten von Surfunfällen ausgewertet, die seit den 60er Jahren systematisch bei Wettkämpfen gesammelt wurden. Demnach verletzt sich ein Durchschnittsurfer, wenn er seinen Sport 100 Stunden ausübt, nur 6,6 Mal. Bei Sportarten mit hartem Untergrund, wie beispielsweise Fußball dagegen, liegt das Verletzungsrisiko mehr als doppelt so hoch. //[mst]//

Raumfahrt Die Nasa produziert noch mehr künstlichen Mondstaub.

Damit will die amerikanische Weltraumbehörde ausreichend Material haben, um Geräte und Maschinen zu testen, die in Zukunft auf dem Mond benutzt werden sollen. Wie die Nasa am Wochenende mitteilte, ist die Herstellung des Mondgesteins schwierig, da die winzigen Körner eine bizarre Form aufweisen müssen. Ursache ist die fehlende Atmosphäre des Mondes, auf dessen Oberfläche Massen von kleinen Meteoriten prasseln, die das Gestein zum Teil anschmelzen. Insgesamt 16 Tonnen Mondstaub wollen die Weltraumforscher herstellen, der dann in Zementsäcken abgepackt an die einzelnen Forscherteams verschickt wird. Als Material soll eine Mischung verschiedener Minerale aus mehreren Regionen der Erde dienen. Bereits in den 90er Jahren produzierte die Nasa 25 Tonnen des künstlichen Mondstaubs, die mittlerweile jedoch aufgebraucht sind. //[mst]//

Fortpflanzungsbiologie Mutter mit 67.

Mit ihren neugeborenen Zwillingen gilt eine Spanierin nun als älteste Gebärende weltweit. Die Babys kamen am Sonntag in einer Klinik in Barcelona per Kaiserschnitt auf die Welt und sind wohlauf, müssen allerdings noch einige Zeit im Brutkasten verbringen. Die Mutter hatte sich in den USA einer künstlichen Befruchtung unterzogen. //[mst]//Mutter mit 67.
29.12.2006

Raumfahrt Indiens Forscher fassen die bemannte Weltraumfahrt ins Auge.

Die Zeit für eigene Astronauten im All sei reif, zeigten sich Wissenschaftler auf einem von der Indischen Weltraumorganisation ISRO organisierten Treffen überzeugt. Die ISRO hat bereits seit vier Jahren untersucht, über welche notwendigen Techniken Indien verfügt, und welche noch entwickelt werden müssen. Entscheidet sich die Regierung, die bemannte Weltraumfahrt aufzunehmen, könnte die ISRO die GSLV-Raketen-Familie nutzen. Raumkapsel und Sicherheitssysteme müssten aber entwickelt werden. Bis jetzt hat Indien eine bemannte Raumfahrt stets als zu teuer abgelehnt. [gä]

Quelle: Quelle: irso

Medizin Finnische Haustierbesitzer sind nicht gesünder.

Davon zeigen sich zwei Forscherinnen der Universität Turku überzeugt. Die Wissenschaftlerinnen hatten eine auf 15 Jahre angelegte Gesundheitsstudie ausgewertet. Das Ergebnis zeige, dass Tierbesitzer in dem Nordischen Land meist Bauern oder Knechte sind, die mehr als 40 Jahre hinter sich haben. Die Haustierhalter hätten ein eher niedriges Bildungsniveau, neigten zum Übergewicht und rauchten mehr. Dieses Verhalten könne auch durch ein regelmäßiges Ausführen von Hunden nicht kompensiert werden, so die Forscherinnen. [gä]

Quelle: Quelle: spektrumdirekt

Technik Ägyptens Regierung ruft Jahrzehnt der Wissenschaft aus.

Bis 2016 will die Regierung in Kairo vor allem internationale Abkommen über die gemeinsame Entwicklung von erneuerbaren Energien, Raumfahrt, Computertechnik und Medikamenten schließen. Das kündete Präsident Mohammed Hosni Mubarak auf dem Wissenschaftstag Ägyptens an. Auftakt soll dabei die Umsetzung des Wissenschaftsabkommens mit Deutschland bilden, das im Dezember vereinbart wurde. Geplant sind gemeinsame Projekte zur Wasserversorgung, Bewässerung, Wind- und Wasserenergie sowie Abfallbeseitigung. [gä]

Quelle: Quelle: scidev

Medizin Englands Forscher legen Frauen Hausarbeit als Schutz vor Brustkrebs nahe.

Die Wissenschaftler stützen ihre Empfehlung auf eine Studie an mehr als 200.000 Frauen in neun Nationen Europas. Diese habe ergeben, dass nur die körperliche Anstrengung durch Hausarbeit das Brustkrebsrisiko von Frauen sowohl vor als auch nach den Wechseljahren reduzieren kann. Die Wissenschafter führen das auf die regelmäßige körperliche Belastung durch Waschen, Staubsaugen und Scheuern zurück. Inwieweit sich die Forscher einer konservativen Lebensführung verpflichtet fühlen, lassen sie ihre Leserschaft jedoch nicht wissen. [gä]

Quelle: Quelle: bbc

Umwelttechnik Malawi lässt Ethanol-Fahrzeuge testen.

Wissenschafter des Lilongwe Technical College hoffen, nach den Tests landesweit Fahrzeuge zulassen zu können, die sowohl Benzin als auch Ethanol verbrennen. Dadurch ließe sich die notwendige Einfuhr von Benzin senken und die heimischen Zuckerrohr-Bauern fördern, argumentieren die Forscher. Bis zu Beginn des Jahres 2006 wurde dem verbleiten Benzin in Malawi 20 Prozent Ethanol aus heimischen Quellen beigemischt. Seit März verkaufen die Tankstellen des Landes nur noch unverbleites Benzin mit 10 Prozent Ethanol-Anteil. [gä]

Quelle: Quelle: scidev

Biologie Chinesische Forscher züchten leuchtende Schweine.

Wissenschaftler der Agraruniversität Harbin haben gemäß einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua den genetischen Bauplan eines fluoreszierenden Quallen-Eiweis’ in das Schweinegenom eingefügt. Das Resultat ist, dass Schnauze, Klauen und Zunge des Tieres jetzt unter ultraviolettem Licht grün leuchten, so die Wissenschaftler. Das ergibt zwar eine spektakulären Anblick, doch welchem Nutzen diese Anstrengung dienen soll, lassen die Forscher offen. [gä]

Quelle: Quelle: reuters

Polarforschung Kanadas Arktis verliert 66 Quadratkilometer Eis.

Die Eismasse war bis vor 16 Monaten noch am Festland festgefroren. Dann brach sie innerhalb von einer Stunde ab und trieb ins Packeis. Forscher der Laval-Universität in Quebec entdeckten den Bruch erst vor kurzem auf Satellitenbildern. Vor allem das Tempo, mit dem das Eis abbrach, überraschte die Wissenschaftler. Bis jetzt hatten sie vermutet, dass das Eis langsam abschmelzen würde. Dieses so genannte Schelfeis wurde erst 1906 entdeckt. Seitdem sind rund 90 Prozent abgeschmolzen. [gä]

Quelle: Quelle: ap

28.12.2006

Telekommunikation Taiwan will wieder ans Netz.

Noch heute soll das Internet in Taiwan wieder weitgehend funktionieren, nachdem das Erdbeben vom Dienstag einige Kabel vor der Küste beschädigt hatte. Das teilte heute die die taiwanesische Chunghwa Telecom mit. Bis alle Verbindungen aber wieder komplett repariert sind, könnte es noch einige Wochen dauern. Abhängig vom Wetter auf hoher See und dem Ausmaß der Schäden. [ar]

Quelle: Quellen: dpa, AFP, AP

Kommunikationstechnik Bundeswehr startet "Herkules"-Projekt.

Siemens und der Computerhersteller IBM sollen die Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr auf den neuesten Stand bringen. Nach jahrelangen Verhandlungen ist der Vertrag heute unterzeichnet worden. Die beiden Firmen sollen in den kommenden zehn Jahren die Rechenzentren, Software, Computer, Telefone und Datennetze des Militärs modernisieren. Ein wichtiges Ziel ist es dabei, die bisher nicht vernetzbare IT-Ausrüstung der Bundeswehr zu vereinheitlichen. Das Projekt soll sieben Milliarden Euro kosten. [ar]

Quelle: Quellen: dpa, AFP

Biologie Springspinne steht auf Malaria-Mücken.

Australische Biologen haben eine afrikanische Spinne entdeckt, die sich vorzugsweise von Anopheles-Mücken ernährt, also von den Überträgern der Malaria. Offenbar erkennt die Spinne ihr Opfer an dem 45-Grad-Winkel, unter dem die Mücke an einer Wand sitzt. Die Forscher hoffen, dass die afrikanische Springspinne dabei helfen könnte, Malaria auf natürliche Weise zu bekämpfen. [ar]

Quelle: PLoS, AlphaGalileo

Klimaschutz US-Innenministerium räumt Bedrohung für den Eisbären ein

Die USA wollen den Eisbären auf die Liste bedrohter Tierarten setzen lassen. Das teilte das US-Innenministerium gestern in Washington mit. Der Temperaturanstieg in der Arktis zerstöre den Lebensraum der Bären, weil immer mehr Eisflächen verloren gingen. Die US-Regierung will nun Studien in Auftrag geben und in einem Jahr entscheiden, ob sie die Eisbären offiziell zur bedrohten Tierart erklären soll. Damit haben die USA zum ersten mal eingeräumt, dass sich die Erderwärmung auf das Fortbestehen einer Tierart auswirkt. Umweltschützer sprechen von einem Wendepunkt der US-Klimapolitik. [ar]

Quelle: Quellen: AFP, dpa, AP, BBC

Medizin Schizophrenie findet nicht nur im Kopf statt.

Die Krankheit hinterlässt nicht nur Spuren im Gehirn, sondern auch in der Leber und in den roten Blutkörperchen. Dort überall haben Forscher aus Cambridge und Köln bei Schizophrenie-Patienten bestimmte veränderte Eiweißverbindungen entdeckt. Die Forscher hoffen, dass sie mit Hilfe dieser Moleküle schneller erkennen können, ob jemand an dem Leiden erkrankt ist. Und zwar mit Hilfe eines einfachen Bluttests. Außerdem glauben die Wissenschaftler, dass sie nun einen Ansatzpunkt haben, um den biochemischen Mechanismus der Schizophrenie zu beleuchten. Beispielsweise warum sie oft einher geht mit chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes. [ar]

Quelle: Quelle: Eurekalert

Medizin Einzelnes Gen stört Immunsystem.

Mediziner aus Hannover haben herausgefunden, welcher Fehler in den Erbanlagen das Kostmann-Syndrom verursacht, eine Immunkrankheit bei Kindern. Schon in den ersten Monaten ihres Lebens leiden die Betroffenen unter bakteriellen Infektionen, zum Beispiel an Lungenentzündungen. Denn ihr Immunsystem kann eine bestimmte Art von weißen Blutkörperchen nicht bilden. Verantwortlich für das Leiden ist eine krankhafte Veränderung des Gens HAX1, berichten die Forscher im Fachblatt Nature Genetics. Diese Erbanlage sorgt normalerweise dafür, dass ein Gleichgewicht besteht zwischen absterbenden und neu gebildeten Zellen. Die Wissenschaftler wollen nun mit dieser neuen Erkenntnis eine Therapie für das Kostmann-Syndrom entwickeln. Bis es soweit ist, werden aber wohl noch Jahre vergehen. [ar]

Quelle: Quelle: idw

27.12.2006

Biologie Springspinne steht auf Malaria-Mücken.

Australische Biologen haben eine afrikanische Spinne entdeckt, die sich vorzugsweise von Anopheles-Mücken ernährt, also von den Überträgern der Malaria. Offenbar erkennt die Spinne ihr Opfer an dem 45-Grad-Winkel, unter dem die Mücke an einer Wand sitzt. Die Forscher hoffen, dass die afrikanische Springspinne dabei helfen könnte, Malaria auf natürliche Weise zu bekämpfen. [ar]

Quelle: PLoS, AlphaGalileo

Medizin Fünf Jahre können genug sein

Für Frauen, die ein Osteoporosemittel einnehmen mit dem Wirkstoff Alen-dro-nat. Wissenschaftler aus San Francisco berichten im Medizin-Journal JAMA, dass Alen-dro-nat eine Langzeitwirkung besitzt. Wenn eine Patientin das Mittel fünf Jahre lang eingenommen hat, dann kann sie es für die nächsten fünf Jahre absetzen, ohne dass sich dadurch ihr Risiko für einen Knochenbruch erhöht. Das hat eine Studie mit über tausend Teilnehmerinnen ergeben. Die Mineraldichte der Knochen würde sich zwar wieder verringern, aber nicht unter die Werte vor der Behandlung sinken. Frauen mit einer sehr niedrigen Knochendichte hingegen raten die Forscher, das Mittel auch weiterhin einzunehmen. [ar]

Quelle: Quelle: JAMA, Newswise

Biologie Wandelndes Blatt entdeckt.

Wissenschaftler aus Bonn und Göttingen haben in der Grube Messel bei Darmstadt das Fossil eines Insekts entdeckt, welches zu den so genannten "Wandelnden Blättern" gehört. Solche Tiere ahmen die Form von Laubblättern an Bäumen nach. Um Vögel und Fledermäuse zu täuschen, die Jagd auf sie machen. Das Insekt, das in Messel gefunden wurde, besitzt einen Hinterleib, der an beiden Seiten in einer blattähnlichen Form ausläuft, schreiben die Paläontologen im Fachblatt PNAS. Es ähnele damit echten fossilen Pflanzenblättern, wie sie die Forscher bereits früher in Messel gefunden hatten. Die Wissenschaftler schätzen, dass der gut erhaltene Fund rund 47 Millionen Jahre alt ist. Er belege daher, dass diese Form der Tarnung eine überraschend alte Strategie in der Evolution sei. [ar]

Quelle: PNAS, idw-online

Telekommunikation Beben lähmt Datenfluss.

Das Erdbeben in Taiwan gestern Abend hat sechs verschiedene Unterseekabel beschädigt und damit den Internetverkehr in Asien heute massiv verlangsamt. Millionen von Nutzern sind betroffen, vor allem in China, Taiwan, Südkorea und auf den Philippinen. Ausländische Webseiten sind kurzzeitig überhaupt nicht mehr zugänglich gewesen. Banken und Wertpapierhäuser beklagten Ausfälle ihrer Netze. Wann das Internet wieder normal funktionieren wird, war zunächst unklar. Die Beeinträchtigungen könnten einige Wochen anhalten, teilte China Telecom in Peking mit. [ar]

Klimaforschung Der Klimawandel bedroht China.

Mehr Naturkatastrophen, verschärfter Wassermangel und eine abnehmende Produktion von Getreide sagt dem Land eine Studie vorher, die von zwölf chinesischen Ministerien erstellt worden ist. Im Norden des Landes werde die menschengemachte Erderwärmung zwar mehr Regen bringen, aber das Wasser werde auch schneller verdunsten. So dass sich der Wassermangel noch verschärfen werde. Steigende Temperaturen begünstigen auch Pflanzenkrankheiten und Insektenplagen. Die Getreideproduktion zwischen 2030 und 2050 werde daher voraussichtlich um bis zu zehn Prozent sinken. China verbraucht so viel Kohle wie sonst kein anderes Land. Es hat zwar das Kyoto-Protokoll unterzeichnet, muss aber als Entwicklungsland seine Treibhausgase nicht reduzieren. [ar]
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