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Seit 10:08 Uhr Kontrovers
23.01.2007

Biologie Die innere Uhr hängt von der Tageslänge ab,

und nicht von der genauen Uhrzeit, obwohl diese den Tagesablauf eines Menschen prägt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität in München an mehr als 21.000 Freiwilligen. Wie die Chronobiologen im Fachblatt Current Biology schreiben, laufen vor allem in ländlichen Gebieten und Kleinstädten die inneren Uhren der Menschen synchron zum natürlichen Tag-Nachtrhythmus. In Großstädten nimmt der Einfluss der Tageslänge ab. Bei ihren Untersuchungen hatten die Forscher die Sonnenauf- und -untergänge mit dem Aufstehverhalten von Bewohnern der gleichen Zeitzone an freien Tagen miteinander verglichen. Dabei sahen sie, dass die Menschen im Osten, bei denen die Sonne früher aufgeht, auch eher aufstanden als ihre Mitbürger im Westen, bei denen es später hell wird. //[mst]//

Quelle: wissenschaft.de

Paläontologie Der Doppeldeckerflug wurde schon vor 125 Millionen Jahren erfunden

Das haben Paläontologen aus den USA und Kanada bei der Rekonstruktion der fossilen Überreste von Microraptor gui, einem Flugsaurier aus der Kreidezeit, herausgefunden. Das Fossil aus China besaß vier Flügel, was Forscher bislang dahingehend interpretierten, dass die Flügel beim Flug hintereinander gestreckt wurden, ähnlich wie bei Libellen. Dem widersprechen die Paläontologen heute im Fachblatt PNAS. Bei ihren Computersimulationen sahen sie, dass der Saurier beim Gleitflug die gefiederten Hinterbeine unter die Vorderflügel in einer Art Doppeldecker gezogen haben muss. //[mst]//

Quelle: PNAS

Internet Die deutsche Google-Domain wurde gekapert

In der vergangenen Nacht war das deutschsprachige Suchmaschinenangebot von Google nicht erreichbar. Wie der Domainbetreiber DENIC heute mitteilte, war die Webseite google.de für mehrere Stunden außer Betrieb. Ursache war die Bestellung der Domain google.de bei dem Mindener Provider Goneo, bei dem die Domain kurzzeitig lag. Da die Umzüge automatisch abgewickelt werden und Google einer Anfrage nicht widersprach, konnte die Domain wechseln, zumal der Kunde angab, Inhaber von google.de zu sein. In den frühen Morgenstunden hatte der neue Provider jedoch DENIC über die Domainentführung informiert. Dort reagierte man, indem man die Domain an einen Wiesbadener Provider weiterreichte. Anscheinend hatte es zwei Domainkaperungen gegeben. Mittlerweile wurden beiden Umzüge rückgängig gemacht. //[mst]//

Quelle: Golem.de/Spiegel.de

Medizin Mütterliche Zellen helfen Kindern bei der Insulinproduktion

Selbst in erwachsenen Individuen sind noch Körperzellen ihrer Mütter nachweisbar. Was dieser als Mikrochimärismus bezeichnete Vorgang bewirkt, haben jetzt Forscher vom Fred Huntchinson Cancer Center in Seattle herausgefunden. Wie sie heute in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften schreiben, haben sie bei Patienten, die an Diabetes-Typ-1 leiden, mütterliche Körperzellen gefunden, die Insulin produzieren. Bislang gingen Mediziner davon aus, dass dieser Transfer für Autoimmunerkrankungen verantwortlich ist, da zu viele mütterliche Zellen ein Überangebot an Insulin produzierenden Zellen darstellen. Bei ihren Experimenten sahen die Forscher jedoch, dass die mütterlichen Zellen den kindlichen Organismus nicht schädigen, sondern ihn bei Krankheiten unterstützen. Dies sei der Grund, warum Diabetespatienten häufig eine erhöhte Anzahl an mütterlichen Zellen aufweisen. //[mst]//

Quelle: PNAS

Biologie Saatkrähen können Streithähne beruhigen

Biologen der Universität Cambridge haben erstmals bei Vögeln eine Art Krisenmanagement nachweisen können. Bei ihren Beobachtungen einer Volierenkolonie bestehend aus vier Saatkrähenpärchen und zwei Weibchen sahen sie, wie es zu Streitigkeiten bezüglich der Hierarchie, Fortpflanzung oder Futter kam. Während die Kontrahenten nach einem Streit getrennte Wege gingen, beruhigte das jeweilige Weibchen seinen Partner kurze Zeit nach der Auseinandersetzung, indem es das Männchen zärtlich umschnäbelte und ihm Futter anbot. Dabei machte es keinen Unterschied, ob das Männchen Sieger oder Verlierer war, berichten die Forscher im Fachblatt Current Biology. Obwohl es keine Versöhnung zwischen den Kontrahenten gab, hatten die beruhigenden Maßnahmen eine ähnlich positive Auswirkung für die Gruppe. Ein solches Verhalten war bislang nur bei Primaten beobachtet worden. //[mst]//

Quelle: sciencenow

Astronomie Der Saturnmond RHEA besteht zum Großteil aus Wassereis...

... und zwar zu drei Vierteln. Lediglich 25 Prozent sind reines Gestein, berichten Forscher der Global Aerospace Corporation im kalifornischen Altadena im Fachblatt Geophysical Research Letters. Sie hatten die Daten der Raumsonde Cassini ausgewertet, die diese im November 2005 bei einem Vorbeiflug gesammelt hatte. Dabei sahen sie, dass RHEA leichter ist als bislang angenommen: die mittlere Dichte des Saturnmonds beträgt nur ein Fünftel mehr als die von Wasser. Der felsige Anteil ist nicht ins Zentrum gesunken. Somit besitzt der rund 1500 Kilometer große Mond keinen Schalenförmigen Aufbau aus Kern und Mantel, sondern besteht aus einer gleichmäßigen Mischung aus Gestein und Eis. //[mst]//

Quelle: wissenschaft.de

22.01.2007

Psychologie Aus den Ohren, aus dem Sinn

Adoptierte Kinder, die eine neue Sprache ohne Unterricht lernen, durchlaufen dieselben Schritte wie beim Erwerb ihrer Muttersprache – obschon ihr Gehirn aufgrund des fortgeschrittenen Alters weiter entwickelt ist. Das haben Forscher der Harvard-Universität bei in China geborenen Kindern in den USA herausgefunden. Wie sie jetzt im Fachblatt Psychological Science schreiben, ist demnach der Ablauf beim Erlernen der Sprache weniger ein angeborener Automatismus, sondern resultiere vielmehr aus allgemeinen, kognitiven Anforderungen. Zudem beobachteten die Forscher, dass die Kinder ihre ursprüngliche Muttersprache vergessen, sobald sie damit nicht mehr konfrontiert werden. Wahrscheinlich hemmt das Gehirn den Abruf von Wörtern der alten Sprache, um Komplikationen zu vermeiden. //[mst]//

Quelle: sprektrumdirekt

Chemie Chemiker entwickeln Leuchtreklame für Nachtsichtgeräte

Mithilfe eines phosphoreszierenden Platin-Porphyrinkomplex ist es Chemikern der University of Southern California in Los Angeles gelungen, organische Leuchtdioden – so genannte OLEDs- herzustellen, die Licht im nahen Infrarotbereich abstrahlen. Diese Dioden werden für Anzeigen benötigt, die mit Nachtsichtgeräten abgelesen werden sollen, berichtet das Fachblatt Angewandte Chemie. Bislang war es Forschern nicht möglich, einen Dotierstoff zu erzeugen, der es ermöglicht, Licht in genau diesem Farbstoff zu emittieren. //[mst]//

Quelle: Angewandte Chemie: Presseinfo 02/2007

Biologie Papageien können nicht nur nachplappern,

sondern auch bereits gelernte Laute zu neuen Wörtern kombinieren. Das haben Psychologen der Brandeis Universität im US-amerikanischen Waltham herausgefunden. Wie sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Language Science schreiben, hat ein 30 Jahre alter Graupapagei beim Erlernen eines neuen Wortes nur einen Teil des neuen Lauts verwendet und ihn mit bereits bekannten und klangähnlichen Worten kombiniert. Diese Erkenntnis könnte eine Hilfe sein, mehr über die Evolution der Sprache zu erfahren. Der Papagei "Alex" erhält seit mehr als 25 Jahren regelmäßig Sprachunterricht und verfügt über ein Repertoire von mehr als 100 Wörtern. Schon früher hatte er seine Sprachtrainer verblüfft, weil der die Bedeutung der Zahl "Null" verstand. //[mst]//

Quelle: wissenschaft.de

Psychologie Neurologen machen Altruismus im Gehirn sichtbar

Forscher des Duke University Medical Center in North Carolina haben erstmals bei Freiwilligen die Region im Gehirn sichtbar gemacht, die für das uneigennützige Verhalten zum Wohle anderer zuständig ist. Wie sie heute im Fachblatt "Nature Neuroscience" schreiben, hatten sie die Gehirne von 45 Patienten mit einem Magnetresonanztomographen untersucht, während diese ein Computerspiel spielten, bei dem im Falle eines Gewinnes der Ertrag einem wohltätigen Zweck zukam. Dabei sahen die Forscher, dass eine Region im temporalen Kortex aktiviert war. Sie gehen davon aus, dass diese Region dafür zuständig sein könnte, ob Menschen in der Lage sind, Emotionen anderer nachvollziehen zu können oder nicht, wie dies etwa bei Autismuspatienten der Fall ist. //[mst]//

Quelle: Nature Neuroscience

Physik Max-Planck-Forscher bauen das erste Synchroton für Moleküle

In dem gerade einmal 80 Zentimeter durchmessenden Synchroton können die Wissenschaftler des Fritz-Haber-Instituts in Berlin Moleküle beschleunigen, abbremsen und auf einer Kreisbahn bündeln. Wie die Max-Planck-Gesellschaft heute in Berlin mitteilte, handelt es sich um einen Speicherring, der statt hochenergetischen Ionen oder Elektronen Moleküle speichert. Da die Energie der Moleküle mit wenigen Mikroelektronenvolt viel niedriger ist als bei Hochenergieteilchen, kommen die Forscher mit dem kleinen Radius aus. Wie sie in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature Physics schreiben, wollen sie nun in dem Synchroton Molekülpakete zusammenstoßen lassen, um mehr über die Physik der Moleküle zu erfahren. //[mst]//

Quelle: MPG Presse release

Raumfahrt Die erste indische Raumkapsel ist wieder zu Hause

Wie die indische Raumfahrtagentur ISRO in Bangalore mitteilte, kehrte die erste Raumfahrtkapsel nach ihrem elftägigen Flug heute planmäßig zur Erde zurück. Damit hat die indische Raumfahrt einen großen Schritt in Richtung bemannter Raumfahrt gemacht. Im kommenden Jahr will Indien eine unbemannte Sonde zum Mond schicken, bis 2013 zudem eine zum Mars. //[mst]//

Quelle: Agenturen

19.01.2007

Medizin Folsäure kann die Gedächtnisleistung verbessern.

Das berichten Forscher der niederländischen Universität Wageningen im Fachblatt THE LANCET. Wissenschafter haben bereits seit längerem vermutet, dass eine nachlassende Leistung des Gedächtnisses im Alter mit einem niedrigen Folsäurewert zusammen hängt. Das führe zum Anstieg eines für die Erinnerung schädlichen Eiweißes, und die Gedächtnisleistung nimmt ab, so die Vermutung. Dieser Prozess lässt sich offenbar auch umkehren, berichten die Holländischen Forscher. Sie teilten eine Gruppe von 818 Menschen in zwei Testgruppen auf, und ließen die eine drei Jahre lang täglich 800 Mikrogramm Folsäure einnehmen. Bei Tests zur Wahrnehmung und Reaktion schnitten die Teilnehmer dieser Gruppe deutlich besser ab als die Teilnehmer der zweiten Gruppe. [gä]

Quelle: the lancet

Medizin Die weltweite Impfkampagne gegen Masern zeigt Erfolg.

Starben im Jahr 1999 noch jedes Jahr 873.000 Menschen weltweit an Masern, waren es 2005 noch 345 tausend. Das berichten Forscher der internationalen Maserninitiative im Fachblatt THE LANCET. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hatten im Jahr 2000 eine Strategie zur Masernimpfung und deren Überwachung ins Leben gerufen. In 45 am stärksten betroffenen Ländern wurden Kinder geimpft und Masern gezielt bekämpft. Vor allem in Asien und Afrika sanken daraufhin die Krankheitsfälle um mehr als zwei Drittel. Die Initiative hofft, die Zahl der Masernfälle bis 2010 auf ein Zehntel zu senken und die Krankheit in Europa auszurotten. [gä]

Quelle: eurekalert

Psychologie Langweilt sich das Gehirn, wandern die Gedanken.

Zu diesem Schluss kommen Forscher aus den USA im Fachblatt SCIENCE. Die Wissenschaftler hatten Testpersonen unter ein Magnetresonanztomographen gebeten und ihnen dann schwierige oder monotone Aufgaben gestellt. Dabei entdeckten die Forscher einen Bereich im Gehirn, der besonders aktiv war, wenn die Testpersonen die monotonen Aufgaben lösen sollten. Je aufwändiger die Aufgabe war, desto weniger aktiv war dieser Teil des Hirns. Aus den Befragungen der Testpersonen und ihren Beobachtungen schließen die Wissenschaftler, dass dieser Teil des Hirns für das Abschweifen der Gedanken verantwortlich ist. Welchen biologischen Sinn diese Tagträume haben könnten, ist den Wissenschaftlern allerdings noch unklar. Es sei sogar denkbar, dass es gar keinen Sinn gäbe, so die Forscher: Das Gehirn träume einfach in den Tag, weil es das kann. [gä]

Quelle: science

Physik Physiker bauen Schrödingers Katze aus Photonen.

Forschern aus China und Innsbruck ist es gelungen, zum ersten Mal sechs Photonen quantenmechanisch miteinander zu verschränken. Die Wissenschaftler koppelten die Lichtteilchen zunächst paarweise, und dann, mit Hilfe komplexer Spiegel, die Paare miteinander. Auf diese Weise sei ein Quantenzustand entstanden, der dem Paradoxon von Schrödingers Katze entspricht. Der Physiker Erwin Schrödinger hatte in einem Gedankenexperiment festgestellt, dass der Zustand einer Katze, die in einer Kammer zusammen mit einer Giftflasche eingesperrt ist, die durch radioaktiven Zerfall innerhalb von einer Stunde geöffnet wird, nicht mehr eindeutig vorherzusagen ist. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist das Tier gleichzeitig tot und lebendig. Eine vergleichbaren Schwebezustand zwischen zwei einander widersprechenden Zuständen nahmen die sechs Photonen ein. [gä]

Quelle: nature physics/wissenschaft.de

Biologie Norwegens Elche werden immer dicker.

Das sagten Wissenschafter des Norwegischen Instituts für Naturforschung der Tagezeitung Dagbladet. Üblicherweise fänden die Tiere in schneereichen Wintern nur magere Äste zu fressen - und nähmen daher ab. Dank der milderen Winter infolge des Klimawandels jedoch könnten sich die Tiere auch mit gehaltvollerem versorgen, wie zum Beispiel Blaubeeren. Dadurch werden die Tiere eher zu- als abnehmen, vermuten die Forscher. [gä]

Quelle: science

18.01.2007

Astronomie L-Chondrite stammen von Asteroiden-Kollision vor 470 Millionen Jahren

Ein Viertel aller Meteoriten, die heute auf die Erde treffen, haben ihren Ursprung in einer gewaltigen Asteroiden-Kollision vor 470 Millionen Jahren. Das schreiben Astronomen vom Mineralogischen Institut in Heidelberg in ihrer Fachzeitschrift. An der Grenze zwischen äußerem und innerem Sonnensystem seien damals zwei vermutlich einige hundert Kilometer große Asteroiden zusammengestoßen. Danach fielen für einige Millionen Jahre etwa hundert mal so viele Meteoriten auf die Erde wie in der Neuzeit. Die heute noch auf die Erde treffende Meteoriten-Gruppe – die so genannten L-Chondrite – stammten immer noch von einem der vor 470 Millionen Jahren auseinandergerissenen Kleinplaneten. Das, so berichten die Astronomen, hätten sie jetzt mit einer neuen radiometrischen Datierungsmethode nachgewiesen.

Quelle: Quelle: Agenturen

Labortechnik Neue Technik zum Trennen von Blut nutzt Einsteins Teeblatt-Idee

Schon 1926 erklärte Albert Einstein einen physikalischen Mechanismus: Nach dem Rühren eines frisch aufgebrühten Tees bewegen sich die Teeblätter in einer spiralförmigen Bewegung zum Tassenboden. Diesen Gedanken nutzten jetzt australische Wissenschaftler für eine Blut-Trenn-Technik. Dazu gaben sie Blut in ein zylindrisches Gefäß mit nur vier Millimeter Durchmesser. Mit einem ausgeklügelten Verfahren setzten sie ausschließlich die Flüssigkeitsoberfläche in eine rotierende Bewegung. Neben den nach außen ausgerichteten Zentrifugalkräften entstanden weitere Kräfte, die die Blutkörperchen in die Gefäßmitte und dann nach unten zogen. Während sich so die festen Bestandteile am Boden des Gefäßes sammelten, blieb das Blutplasma in einer reinen Flüssigkeitsschicht darüber. In Versuchen dauerte dieses Trennverfahren nur drei Minuten, berichten die Wissenschaftler. Das Verfahren sei somit schneller und preiswerter als gängige Labormethoden. Auch lasse es sich in einem tragbaren Analysegerät verwenden.

Quelle: Quelle: wissenschaft.de

Physik Schnellere Raster-Elektronenmikroskope scheinen möglich

Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat die bislang hellsten und schnellsten Szintillatoren aus Zinkoxid entwickelt. Damit lässt sich eine neue Generation von Raster-Elektronenmikroskopen herstellen. Sie reagieren auf das Eintreffen schneller Elektronen mit der Aussendung von Licht. Dieses wird dann weiterverarbeitet und gibt über seine Intensität eine Information über die Zahl der auftreffenden Elektronen. Die Wissenschaftler haben für die Szintillatoren Zinkoxid wegen seiner Lichtintensität gewählt. Zinkoxid ist ein Halbleiter. Dadurch wird das Licht sehr schnell, innerhalb weniger als einer Milliardstel Sekunde nach Eintreffen des Elektrons ausgesendet und erlaubt so eine schnelle Antwort. Mit den neuen Zinkoxid-Szintillatoren können jetzt Raster-Elektronenmikroskope hergestellt werden, die mit wesentlich schnelleren Rastergeschwindigkeiten arbeiten.

Quelle: Quelle: idw

Medizin Fast-Verlust des Arbeitsplatzes führt häufig zu Depressionen

Britische Forscher haben untersucht, wie sich Umstrukturierungsmaßnahmen in einer Firma auf die Gesundheit der Arbeitnehmer auswirkt. Sie verglichen die Daten von 5000 Arbeitnehmern, die nach Personaleinsparungen in ihrer Firma verbleiben konnten, mit 4000 Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren. Während bei den plötzlich Arbeitslosen über 64 Prozent an Stresskrankheiten litten und einen Arzt aufsuchten, um sich Schlafmittel oder Antidepressiva verschreiben zu lassen, sah es bei den Weiterbeschäftigten auch nicht sehr viel besser aus: Jeder zweite hatte Angstzustände und fragte seinen Arzt nach einer medikamentösen Therapie.

Quelle: Quelle: BBC

Medizin Napoleon starb an Magenkrebs

Diese These erhärtet jetzt eine US-amerikanische Studie. Das berichten Forscher aus Texas im Fachmagazin „Nature Clinical Practice“. Die Auswertung des Autopsieberichtes von Napoleons Leibarzt und englischen Medizinern habe ergeben, dass der Verstorbene ein mehr als zehn Zentimeter langes Geschwür an der Magen-Innenwand gehabt habe. Vermutlich sei es durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht worden. Über die Todesursache von Napoleon Bonaparte streiten Historiker seit Jahrzehnten. In den Haaren des Toten hatten Wissenschaftler im Jahr 2001 eine anormal hohe Konzentration von Arsen nachgewiesen. Dies hatte Verschwörungstheorien Vorschub geleistet, denen zufolge der gestürzte Kaiser ermordet worden sei. Die US-Forscher weisen dies zurück. Den Giftfund führen sie auf die Praxis der damaligen Winzer zurück, ihre Weinfässer mit Arsen zu reinigen.

Quelle: Quelle: Nature Clinical Practice

17.01.2007

Geophysik Neue Missionen zur Erdbeobachtung gefordert.

Die Amerikanische Akademie der Wissenschaften hat die US-Regierung aufgefordert, in den nächsten Jahren siebzehn neue Missionen zur Erdbeobachtung zu starten. Wenn das nicht geschehe, so könnten wichtige Daten zum Klimawandel nicht erhoben werden. Und das über Jahre hinweg, warnte ein Komitee hochrangiger Forscher. Denn ein großer Teil der NASA-Satelliten, welche zum Beispiel die Polkappen im Fokus haben, seien bereits jetzt schon überaltert. Nach Angaben der Experten fehlt Geld für die Erdbeobachtung, weil die Regierung unter Präsident Bush andere Prioritäten gesetzt hat. Nämlich bemannte Missionen zum Mond und zum Mars zu schicken. [ar]

Quelle: nature.com

Psychologie Wonach Frauen die Attraktivität von Männern beurteilen

Das glauben nun Forscher aus Schottland zu wissen. Nämlich nach der Aufmerksamkeit, welche andere Geschlechtsgenossinnen den Männern entgegenbringen. Wird ein Mann von einer Dame angelächelt, so steigt damit seine Anziehungskraft auf andere Frauen, die das Lächeln gesehen haben. So deuten die Wissenschaftler einen Versuch, an dem sich insgesamt 28 Frauen beteiligt hatten. Sie sollten die Attraktivität von Männergesichtern beurteilen. Auf Fotografien flankiert von weiblichen Gesichtern, die die Männer entweder lächelnd, neutral oder abwertend anschauten. Tatsächlich schnitten die Männergesichter am besten ab, die angelächelt wurden. Die Forscher vermuten, dass dieses Nachahmungsverhalten Zeit und Energie bei der Partnersuche sparen soll. Es sei bereits aus der Tierwelt bekannt, und zwar von Guppie- und Zebrafinkenweibchen. Veröffentlich wurde die Publikation im renommierten britischen Fachblatt Proceedings of the Royal Society B. [ar]

Quelle: Newscientist

Medizin MS-Patienten profitieren von Parasiten.

Eine Infektion mit Darmwürmern kann vermutlich dabei helfen, dass Menschen mit Multipler Sklerose seltener unter Schüben der Krankheit leiden. So das Ergebnis einer argentinischen Studie, veröffentlicht in den Annals of Neurology. Die Forscher vermuten, dass die Parasiten in das Immunsystem ihrer Wirte eingreifen. Und damit die Körperabwehr dämpfen. So dass die MS-typischen Attacken des Immunsystems auf die körpereigenen Nervenzellen ausbleiben. Für die Untersuchung hatten Mediziner aus Buenos Aires 36 Personen vier Jahre lang überwacht. Bei dieser niedrigen Zahl der Probanden ist das Ergebnis allerdings mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die Forscher wollen daher jetzt nach den Botenstoffen suchen, mit denen die Parasiten das Immunsystem in Schach halten. [ar]

Quelle: wissenschaft.de, newscientist

Stammzellen Der Bundestag beschäftigt sich wieder mit embryonalen Stammzellen.

Der Forschungsausschuss des Parlaments hat eine Expertenanhörung zur Stammzellforschung beschlossen. Es gehe dabei darum, ob das deutsche Stammzellgesetz revidiert werden müsse, sagte eine Sprecherin des Ausschusses heute in Berlin. Die Anhörung solle im Frühjahr stattfinden. Hintergrund ist eine Empfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG. Sie hatte kritisiert, nach der aktuellen Regelung stünden deutschen Forschern nur veraltete Zelllinien zur Verfügung. Weil sie nur solche embryonalen Stammzellen benutzen dürfen, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland gewonnen wurden. [ar]

Umwelt Der deutsche Wald erholt sich nur langsam.

Trotz geringfügiger Verbesserungen bleibt der deutsch Wald schwer geschädigt. Der Anteil kranker Bäume sei nur unwesentlich zurück gegangen. Das zeichnet sich nach Informationen der Deutschen Presseagentur dpa beim neuen Waldschadensbericht 2006 ab. Mehr als zwei von drei Bäumen bleiben demnach weiter geschädigt. [ar]

Raumfahrt Wenn die Müllabfuhr ins Meer stürzt ...

... dann stammt der Abfall von der Internationalen Raumstation ISS. Die hat mit Hilfe einer russischen Raumkapsel Müll und gebrauchte Ausrüstung entsorgt. Die Kapsel ist heute gezielt in den Pazifik gestürzt, ungefähr 4000 Kilometer östlich von Neuseeland. Vorher war bereits ein Teil von ihr in der Erdatmosphäre verglüht. Bereits morgen soll eine neue Raumkapsel ins All starten, um den Astronauten an Bord der ISS Nachschub zu liefern. [ar]
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