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30.01.2007

Umwelt Wölfe könnten in den USA bald wieder gejagt werden.

Die US-Jagdbehörde hat den Wolf in den Bundesstaaten Michigan, Minnesota und Wisconsin von der Liste der bedrohten Tierarten gestrichen. Das teilte der Leiter der Behörde, Dale Hall, in einer Telefonkonferenz mit. Hall begründete die Entscheidung mit der großen Zahl von Wölfen, die wieder in diesen Bundesstaaten lebt. Im kommenden Jahr sollen die Tiere auch in den Staaten Idaho, Montana und Wyoming von der Liste der bedrohten Tierarten gestrichen werden. Mit dem Streichen von dieser Liste sind die Bundesstaaten für den Schutz der Wölfe zuständig. //[gät]//

Quelle: afp bbc

Physik Auch chaotische Strömungen können ein Magnetfeld erzeugen.

Das berichtet ein französisches Forscherteam im Fachblatt "Physical Review Letters". Die Wissenschaftler hatten flüssiges Natrium in einen Zylinder mit gegenläufigen Turbinenschaufeln gefüllt. Flüssiges Natrium ist elektrisch leitfähig. Dann schalteten die Forscher die gegenläufigen Turbinen ein. Diese rührten das Natrium so durch, dass keine einheitliche Strömung entstehen konnte. Als sich die Schaufeln schneller als 1000 Mal in einer Minute drehten, entstand ein schwaches Magnetfeld. Die Wissenschafter hoffen, mit Hilfe dieses und anderer Experimente erklären zu können, wie das Erdmagnetfeld entsteht. Bislang gingen Physiker davon aus, dass Magnetfelder durch regelmäßige Bewegungen – wie etwa in einem Fahrraddynamo – entstehen. //[gät]//

Pharmakologie Eine Stoffwechsel-Datenbank soll bei der Suche nach neuen Medikamenten helfen.

Die Datenbank baut auf der Entzifferung des menschlichen Erbgutes auf und enthält mehr als 3300 biochemische Reaktionen, die in den letzten 50 Jahren erforscht wurden. Sie wurde von Forschern der Universität San Diego erstellt und im Fachblatt "Proceedings Of The National Academy of Sciences" präsentiert. Die Datenbank ermöglicht Simulationen eines menschlichen Stoffwechsels und möglicher Veränderungen zum Beispiel durch Krankheiten. Die Forscher hoffen, mit ihrer Hilfe Krankheiten besser verstehen und Medikamente besser testen zu können. //[gät]//

Biologie Mikroben auf dem Mars können nur in großer Tiefe überleben.

Darauf weisen Forscher des University College of London im Fachblatt "Geophysical Research Letters" hin. Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie sich die Strahlung auf die Gashülle und den Boden des Mars’ auswirkt. Weil der Mars kein Magnetfeld hat, dringen zum Beispiel Sonnenwind und ultraviolettes Licht ungehindert zum Boden vor. Ihre Untersuchung zeige, dass Lebensformen wie Mikroben nur sehr tief unter der Marsoberfläche existieren können. Ein viel versprechender Ort für die Suche nach solchen vermuteten Lebewesen ist in den Augen der Wissenschafter ein Eisfeld in der Nähe des Mars-Äquators. Das Eis könnte als eine Art Schutzschild für Mikroben dienen. Die Forscher weisen allerdings auch darauf hin, dass die geplanten Mars-Missionen dieses Leben nicht mit ihren Bohrern erreichen würden – diese wären dafür zu kurz. //[gä]//

Biologie Die asiatische Tigernatter verteidigt sich mit Krötengift.

Das notiert ein Forscherteam aus den USA im Fachblatt "Proceedings Of The National Academy Of Sciences". Die asiatische Tigernatter hat zur ihrer Verteidigung Giftdrüsen im Nacken. Wissenschaftler hatten bereits vermutet, dass die Schlage nicht alle Bestandteile des darin enthaltenden Gifts selbst produzieren kann. Das US-Forscherteam fütterte daher gefangene Tigernattern zum Teil mit giftigen, zum Teil mit harmlosen Kröten und konnte so nachweisen, dass die Schlange die fraglichen Gift-Bestandteile tatsächlich aus den giftigen Kröten gewinnt. //[gät]//

Quelle: pnas doi:10.1073/pnas.0610785104

Technik Die Netzanbindung für den ersten Offshore-Windpark wird gebaut

Auf der Insel Norderney haben die ersten Bauarbeiten für eine Hochspannungsleitung von der Nordsee zum Festland begonnen. Die Hochspannungsleitung soll Strom, der von geplanten Windkraftanlagen im Meer gewonnen wird, auf das Festland leiten. Das erste Testfeld für Offshore-Windkraftanlagen soll ab 2008 vor Borkum in Betrieb gehen, der erste Windpark soll eine installierte Gesamtleistung von 3000 Megawatt erreichen. //[gät]//

Raumfahrt Das Weltraumteleskop Hubble erblindet.

Grund ist ein Kurzschluss in der Hauptkamera des Weltraumteleskops. Die so genannte Advanced Camera for Survey wurde 2002 installiert und lieferte bis jetzt sehr detailreiche Aufnahmen von weit entfernten Regionen des Weltraums. Zwei Drittel der Bilder von Hubble wurden mit dieser Kamera geschossen. Techniker hoffen, dass sie einen Teil der Kamera, der das ultraviolette Spektrum erfassen kann, wieder in Betrieb nehmen können. Neben dieser Kamera verfügt Hubble unter anderem noch über eine Infrarot-Kamera, ein Spektrometer und zwei weitere Spezialkameras. 2008 soll die Raumfähre Atlantis einen Wartungsflug zum Weltraumteleskop unternehmen. Dabei erhält Hubble zwar eine neue Kamera und ein neues Spektrometer; ob die Hauptkamera repariert werden kann, ist jedoch noch fraglich. //[gä]//
29.01.2007

Astronomie Hohe Temperaturen auf dem Saturn bereiten Astronomen Kopfzerbrechen.

Die obere Atmosphäre des Saturn ist beinahe 200 Grad wärmer als sie - nach irdischen Modellrechnungen - sein dürfte. Würde allein die Wärme der Sonne auf die Saturn-Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium wirken, läge die Temperatur bei etwa minus 70 Grad. Chris Smith vom University College London hat Wechselwirkungen des Magnetfeldes mit geladenen Teilchen in der Atmosphäre in sein Klimamodell eingerechnet. Jetzt kann er erklären, warum es an den Saturn-Polen etwa 130 Grad Celsius warm ist. Die hohen Temperaturen in anderen Saturn-Regionen hingegen geben ihm Rätsel auf. Wahrscheinlich gebe es eine bislang unbekannte Wärmequelle. Das Fazit von Smith und seinen Kollegen: Die grundlegenden Annahmen über Planeten-Atmosphären müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Das gelte nicht allein für den Saturn - auch für Jupiter, Uranus und Neptun. //[mawi]//

Medizin Ein neuartiger Schlafmittel hemmt körpereigene Wachmacher.

Narkoleptiker schlafen von einer Sekunde auf die andere ein - auch dann, wenn sie es nicht wollen. Im Gehirn dieser Menschen, so weiß man seit kurzem, fehlen spezielle Proteine: "Orexine" mit Namen. Diese Signalstoffe sorgen dafür, dass wir wach bleiben. Schweizer Pharmaforscher haben jetzt einen Wirkstoff entwickelt, der auf Zellen genau den Ort blockiert, an den die Signalstoffe binden - den Orexin-Rezeptor. In Tests an Ratten, Hunden und Menschen habe sich der neuartige Wirkstoff als potentes Schlafmittel erwiesen, berichten die Forscher im Fachblatt "Nature Medicine". Er habe zudem weniger unerwünschte Wirkungen als herkömmliche Schlafmittel. //[mawi]//

Medizin Winzige Viren unterstützen Antibiotika in ihrer Wirkung.

Bakteriophagen - also Viren, die ausschließlich Bakterien befallen, könnten den Einsatz von Antibiotika bis zu 50 Mal effektiver machen, schreiben Forscher aus der Schweiz und Österreich im Fachblatt "Microbial Drug Resistence". Sie haben mit Bakteriophagen experimentiert, die eine ganze Reihe verschiedener Bakterien befallen können. Bakteriophagen durchlöchern die Zellmembran von Bakterien. Der Effekt: Antibiotika-Moleküle gelangen leichter in die Bakterienzellen hinein. Zum anderen hindern die Phagen die Bakterien daran, giftige Wirkstoffe aktiv aus der Zelle wieder heraus zu pumpen. Der Ansatz eigne sich insbesondere für die Behandlung antibiotikaresistenter Bakterienstämme. In Zell- und Tierversuchen an Mäusen habe sich die Kombination von Bakteriophagen und Antibiotika bereits bewährt, so die Forscher. Versuche am Menschen stehen noch aus. //[mawi]//

Medizin Der Vogelgrippe-Verdacht in Ungarn hat sich bestätigt.

Der Vogelgrippe-Ausbruch vergangene Woche in einem Gänsezuchtbetrieb in Süd-Ungarn ist von Viren vom Typ H5N1 verursacht worden. Das Virus sei in einem britischen Speziallabors nachgewiesen worden, teilte die EU-Kommission in Brüssel heute mit. Es handelt sich um den ersten H5N1-Nachweis in der EU seit August 2006. Damals war ein Schwan im Dresdner Zoo an der Vogelgrippe verendet. //[mawi]//

Physik Künstliche Muskeln lassen sich über die Luftfeuchtigkeit steuern.

Materialwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben aus Silizium-Nadeln und einem speziellen Gel einen Werkstoff entwickelt, der wie ein Muskel arbeitet. Das Grundprinzip: Das Gel nimmt Wasser auf und dehnt sich aus. Die Folge: Die im Gel eingelagerten Silizium-Nadeln richten sich auf. Gibt das Gel das Wasser wieder ab, kippen die Nadeln zur Seite. Die Max-Planck-Forscher haben verschiedene Varianten des Werkstoffes entwickelt. So haben sie bewegliche und unbewegliche Silizium-Stifte miteinander kombiniert und so winzige Greifarme konstruiert. Gesteuert werden auch sie über Luftfeuchtigkeit. //[mawi]//
26.01.2007

Technik Der Iran will Satelliten künftig selbst ins All schießen.

Das berichtet ein US-Fachmagazin unter Berufung auf Aussagen iranischer Politiker. Als Trägerrakete soll demnach eine umgebaute Schahab-3-Rakete mit einer Reichweite von 1400 Kilometern dienen. Bereits 2005 hatte Iran seinen ersten Satelliten von Russland aus gestartet. Sina-1 dient offiziellen Angaben zufolge zur Beobachtung von Naturkatastrophen im Iran. Israel und die USA befürchten jedoch, dass der Satellit zur Spionage eingesetzt wird. Die USA werten die Raumfahrtpläne Irans als ersten Schritt zur Konstruktion von Interkontinentalraketen. Iranischen Quellen zufolge ist der Start von SINA-2 für die erste Hälfte des kommenden Jahres geplant. //[gät]//

Medizin Abgas bremst die Entwicklung von Kinderlungen.

Das berichten Forscher der Universität von Süd-Kalifornien im Fachblatt „The Lancet“. Die Wissenschaftler hatten acht Jahre lang die Lungenfunktion von mehr als 3600 Kindern verglichen, die in zwölf verschiedenen Stadtteilen wohnten. Dabei stellten die Mediziner fest, dass die Lungen von 18-jährigen, die bis zu 500 Meter von einer Autobahn entfernt aufwuchsen, deutlich schlechter entwickelt waren als bei Gleichaltrigen, die 1500 Meter oder weiter entfernt von viel befahrenen Straßen lebten. Da die Lungen in diesem Alter fast ausgewachsen sind, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die straßennah aufgewachsenen Menschen ihr Leben lang unter einer schlechten Lungenfunktion leiden werden. Mediziner wussten bereits, dass sich die Lungenfunktion durch Luftverschmutzungen verschlechtert. Wie sich die Belastungen durch den Verkehr während des Wachstums auswirken, war allerdings noch unbekannt. //[gät]//

Energie Sonne und Wind könnten in 40 Jahren die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs decken.

Davon ist ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt überzeugt. Die Wissenschaftler schlagen vor, kein Geld mehr für die Entwicklung von Kohle- und Atomkraftwerken auszugeben. Stattdessen sollten regenerative Energiequellen gefördert werden, da deren Technik erprobt und schnell einsetzbar ist. Durch einen raschen Umstieg von Atom- und Kohlekraftwerken auf einen Energiemix aus Sonnen- und Windenergie, Geothermie, Bio-Kraftstoffen und Wasserkraftwerken sowie entschlossenes Investieren in Energiespartechniken könnten 2050 70 Prozent des weltweiten Strombedarfs und 65 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden, schreiben die Forscher in einer in Brüssel vorgestellten Studie. Der globale Temperaturanstieg ließe sich dadurch auf knapp 2 Grad Celsius begrenzen. Voraussetzung sei allerdings, dass der Umstieg innerhalb der nächsten 10 Jahre weltweit erfolge. Die Forscher haben in ihren Berechnungen auch den wachsenden Energiebedarf für China und Indien eingerechnet. Sie zeigen für zehn Modellregionen unterschiedliche Wege auf, um möglichst viel Energie aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. //[gät]//

Planetologie Wasser auf dem Mars könnte unter der Oberfläche lagern.

Es gibt keine Seen oder Flüsse auf dem Mars, weil die Gashülle nicht dicht genug ist. Das war nicht immer so: kurz nach seiner Entstehung muss die Atmosphäre des Planeten dicht genug gewesen sein für Meere auf dem Mars. Mit der Zeit dünnte die Gashülle jedoch aus, die Seen verschwanden. Bis jetzt hatten Wissenschaftler vermutet, dass der Sonnenwind verantwortlich für diese Entwicklung ist: Die geladenen Teilchen hätten die Gase der Mars-Atmosphäre ins All geweht. Das halten Forscher aus Schweden und Frankreich jedoch für unwahrscheinlich. Im Fachblatt „Science“ erklären sie nach Beobachtungen mit dem Mars-Satelliten „MarsExpress“, dass der Sonnenwind viel zu wenig Gasteilchen ins All schleudert. Gase wie Kohlendioxid und Wasser müssten sich noch auf dem Planeten finden, folgern die Forscher. Sie vermuten, dass es sich unter der Oberfläche gesammelt hat. //[gät]//

Neurologie Ein Schalter im Hirn sorgt für Sucht nach Nikotin.

Neurologen aus den USA haben die Region per Zufall entdeckt: Ihnen fiel auf, dass rauchende Schlaganfall-Patienten mit einer bestimmten Hirnverletzung das Verlangen nach einer Zigarette verloren. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt „Science“ schreiben, handelt es sich dabei um die so genannte Insula, eine Region in der Hirnrinde, die für Empfindungen zuständig ist. Die Forscher sind überzeugt, einen Weg für die Behandlung von Nikotinsucht gefunden zu haben: Sie wollen jetzt nach einem Wirkstoff suchen, der gezielt in dieser Hirnregion ansetzt und das Verlangen nach einer Zigarette unterdrückt. //[gät]//
25.01.2007

Biologie Spermien arbeiten manchmal zusammen.

Das Rennen der Samenzellen zur Eizelle ist nicht immer ein Kampf jeder gegen jeden. Das gilt zumindest bei Ratten und Mäusen. Biologen der Universität Sheffield in Großbritannien haben entdeckt, dass Spermien dieser Tiere sich in Gruppen zusammenschließen, um gemeinsam schneller und sicherer zur Eizelle zu gelangen. Erst dann endet die Zusammenarbeit und jedes Spermium versucht in die Eizelle einzudringen. Die Biologen vermuten, dass diese Zusammenarbeit unter Spermien bei solchen Arten vorkommt, die zur Promiskuität neigen, bei denen also die Weibchen von verschiedenen Männchen begattet werden – auch am gleichen Tag. Dann schließen sich die Spermien eines Männchen zusammen und kämpfen gemeinsam als Gruppe gegen die Spermien anderer Männchen. Bei menschlichen Spermien wurde diese Form von Teamwork bisher nicht beobachtet. //[ml]//

Medizin Schimmel-Schutz für Krebspatienten.

Für Krebspatienten und andere Patienten, deren Immunsystem erheblich geschwächt ist, stellen Schimmelpilze ein großes Risiko dar. Immer wieder kommt es durch Pilzinfektionen zu Lungenentzündungen, die lebensbedrohend sein können. Ärzte der Universitätskliniken Köln und Mainz haben deshalb den Anti-Pilz-Wirkstoff Posaconazol in einer Studie getestet. Die Ergebnisse wurden heute im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Demnach kann durch eine vorbeugende Behandlung von Leukämie-Patienten mit Posaconazol die Infektionsrate durch Schimmelpilze der Gattung Aspergillus auf ein Siebtel gesenkt werden. Die Sterblichkeit der Patienten sank von 21,5 Prozent auf 14,5 Prozent. //[ml]//

Genetik Waschechte Briten tragen Gene dunkelhäutiger Vorfahren.

Genetiker der Universität von Leicester haben eine britische Familie entdeckt, deren männliches Y Chromosom aus Afrika stammt. Die Familie wusste nichts von afrikanischen Ahnen. Aber es gibt keinen Zweifel. Die Forscher vermuten, dass ein direkter Vorfahre der Familie vor etwa 1800 Jahren als römischer Soldat auf die britische Insel kam. Von der schwarzen Hautfarbe ist jedoch nichts übrig geblieben. Auch keine anderen ethnischen Merkmale. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass seitdem etwa 60 bis 80 Generationen vergangen sind. In jeder Generation wurde der afrikanische Anteil des Erbguts halbiert, so dass heute nur ein Bruchteil der Erbinformation von diesem afrikanischen Vorfahren aus der Römerzeit stammt. Das Y-Chromosom ist eine Ausnahme, denn es wird nur in männlicher Linie vom Vater auf den Sohn weiter gegeben. //[ml]//

Biologie Im Urwald von Peru lebt Isothrix Barbarabrownae.

Die neu entdeckten nachtaktiven Nagetiere leben auf Bäumen und sind etwa so groß wie Eichhörnchen. Mit seinem dichten grauen Fell und dem langen Schwanz erinnere das Tier an Baumratten, so Wissenschaftler vom Field Museum in Chikago. Alle Versuche ein Exemplar //Isothrix Barbarabrownae// zu fangen, seien bislang gescheitert. //[ml]//

Umwelt In Berlin ging heute eine Riesensolarwand in Betrieb.

Die Wand aus neuartigen Solarzellen ist acht Meter hoch und 80 Meter lang. Das sind etwa 640 Quadratmeter Fläche. Die über 700 Module bestehen nicht aus dem üblichen Silizium, sondern einer Schicht aus Kupfer, Indium und Schwefel. Die Anlage liefert die gleiche Energiemenge pro Fläche wie Silizium-Module. Dabei ist die energieumwandelnde Schicht hundertmal dünner als bei Solarzellen aus Silizium. Das teilte der Betreiber der Solarwand mit, eine Firma, die als Ausgründung aus dem Berliner Hahn-Meitner-Institut entstanden ist. //[ml]//

Virologie Vogelgrippeviren sind in ostasiatischen Katzen verbreitet.

Indonesische Forscher haben 500 Straßenkatzen auf der Insel Java auf den Vogelgrippe-Erreger H5N1 untersucht. Bei 100 Tieren fanden sie Antikörper gegen das Virus. Eine weitaus größere Zahl von Katzen sei vermutlich an einer Vogelgrippe-Infektion gestorben, so die Forscher gegenüber dem Wissenschaftsmagazin „New Scientist“. Katzen können das Virus untereinander weitergeben und spielen möglicherweise eine wichtiger Rolle als Zwischenwirt. Deshalb bestehe die Gefahr, so die Forscher, dass sich H5N1 nach und nach an Säugetiere anpasst und irgendwann auch von Mensch zu Mensch übertragbar werde. //[ml]//
24.01.2007

Sicherheitsforschung Bundesregierung lässt über Sicherheit forschen

Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm für zivile Forschungsprojekte beschlossen, die dem Schutz vor Terrorismus und vor den Gefahren von Naturkatastrophen dienen sollen. In den nächsten vier Jahren bis 2010 werde das Bildungs- und Forschungsministerium dafür zusätzlich 123 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilte Ministerin Annette Schavan heute mit. Industrie, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Behörden sollen in dem Projekt zusammenarbeiten. Dabei geht es um das Auffinden von Sprengstoffen ebenso wie um den Schutz der Stromversorgung und den Schutz vor Angriffen auf den elektronischen Zahlungsverkehr. //[dk]//

Quelle: www.sicherheitsforschungsprogramm.de

Physik Forscher finden das rollende Nanorad

Eine Forschergruppe der Freien Universität Berlin hat mit Wissenschaftern des französischen Forschungszentrums CNRS erstmals gezeigt, wie sich ein einzelnes molekulares Rad auf einer Kupferoberfläche rollen lässt. Die Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse im Fachmagazin "Nature Nanotechnology“ veröffentlicht. Bei der Entdeckung handelt es sich um das wahrscheinlich kleinstmögliche Nanorad mit einem Durchmesser von nur 0,8 Nanometern. Das ist 100.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares und liegt in der Größenordnung atomarer Abstände in Kristallen. Durch das Ergebnis ist es möglich, die molekularen Bewegungen präzise zu kontrollieren und neuartige Nanomaschinen zu entwerfen. Um das Molekül zum Rollen zu bringen, wurde von den Forschern die dünne Spitze eines Rastertunnelmikroskops in einem Abstand von wenigen Atomdurchmessern darüber bewegt. //[dk]//

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news193244

Medizin Der Darm soll seine eigene Apotheke sein

Bei Entzündungen des Darms könnte nach Ansicht britischer Forscher von der Universität Leeds in Zukunft ein Löffel Zucker ausreichen, um Arzneien direkt vor Ort im Körper zu produzieren. Benötigt würden dazu lediglich einige gentechnisch veränderte Darmbakterien, die in Anwesenheit des Zuckers entzündungshemmende Wirkstoffe produzieren und die Produktion einstellen, wenn der Zucker nicht mehr verfügbar ist. Im Labor funktioniert die potenzielle Medikamentenfabrik bereits mit so genannten Xylanen, einer Zuckerart, die unter anderem in der Rinde von Bäumen vorkommt. Die Forscher banden dabei das Enzym, das nur dann aktiv wird, wenn es mit den Zuckern in Kontakt kommt an einen Erbgutabschnitt, der die Information für die Bildung von Zytokinen trägt, einer Gruppe von Proteinen, die Entzündungen eindämmen und helfen, die angegriffene Darmwand zu regenerieren. Bislang existieren die an- und abschaltbaren Bakterien allerdings nur im Labor. //[dk]//

Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/274128.html

Hygiene Weniger Keime in der Küche

Das prophezeien amerikanische Forscher der University of Florida in Gainsville. Herkömmliche Mikrowellenherde sollen die Hygiene im Haushalt verbessern, indem etwa Spülschwämme und ähnliches binnen zwei Minuten sterilisiert werden können. 99 Prozent aller Keime ließen sich laut einer Studie der Forscher so abtöten. //[dk]//

Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/274127.html

Physik Warme Brücken statt Glatteis

Forscher von der Universität der Bundeswehr München haben im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen ein Verfahren entwickelt, das die Glatteisgefahr auf Brücken verringert. In die Asphaltdecke integrieren sie Kunststoffrohre, durch die sie in einem geschlossenen Kreislauf warmes Wasser pumpen. Dabei setzen sie auf die Wärmespeicherung im Sommer. Das warme Wasser soll dann in Tiefen bis 250 Meter gespeichert bleiben um im Winter zur Verfügung zu stehen. Durch die gute Leitfähigkeit von Asphalt wird schon bei Wassertemperaturen von zirka zehn bis zwölf Grad Celsius die Vereisung der Brückenoberfläche verhindert. Für den pünktlichen Einsatz des Systems sorgt die Auswertung von Wettervorhersagen, da das Wasser vor Auftreten von Frost zirkulieren muss. Das System lässt sich auch für Bahnsteige, Treppen oder Landebahnen nutzen. //[dk]//

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news193223

Medizin Im Cholesterinstoffwechsel sitzt ein Appetitmacher

Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke haben dies nach eigenen Angaben erstmals im Tierversuch nachgewiesen. Demnach spiele das ABCG1-Gen nicht nur für den Cholesterintransport eine Rolle, sondern sei auch an der Regulation des Appetits, des Energiehaushalts sowie der Fettspeicherung beteiligt. Die Forscher wiesen den Zusammenhang an einer transgenen Maus nach, die zur Fettleibigkeit neigt. In ihrem Erbgut lokalisierten sie das Gen und schalteten es gezielt ab, woraufhin die Tiere weniger fraßen und mehr Energie verbrauchten. Da sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, sehen die Forscher das Gen als Ansatzpunkt einer Therapie gegen Fettleibigkeit und Diabetes 2. //[dk]//

Quelle: http://endo.endojournals.org/cgi/rapidpdf/en.2006-1244v1

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