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06.10.2005

Biologie Mäuse-Männchen lassen Tränen sprechen.

Die Tränenflüssigkeit von Mäusemännchen enthält einen Sexual-Lockstoff. Beim gegenseitigen Beschnuppern gelange das Pheromon - „ESP1“ mit Namen - in die Nase der Weibchen, berichten japanische Forscher im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 898. Die Weibchen nähmen die Substanz mit einem speziellen Organ an der Nasenscheidewand wahr. Die Entdeckung des Duftstoffes helfe, die sexuelle Kommunikation von Mäusen besser zu verstehen. Auch bei anderen Säugetieren – den Menschen eingeschlossen – spielen Pheromone eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Sozial- und Fortpflanzungsverhaltens.

Quelle: mawi

Umwelt Die globale Erwärmung macht der Tierwelt zu schaffen.

Sinkende Geburtenraten bei Walen und Delfinen, tief greifende Änderungen im Verhalten von Zugvögeln und Schildkröten-Kolonien, die ausschließlich aus Weibchen bestehen. Das sind einige der Folgen der Klimaerwärmung, die britische Forscher in einer Studie im Auftrag des britischen Umweltministeriums aufzählen. Einige Tierarten würden von dem Klimawandel profitieren, für andere aber bedeute die Erwärmung das Aus, hieß es. Am meisten bedroht sind nach Ansicht der Forscher Tiere in arktischen Regionen und im Hochgebirge.

Quelle: mawi

Umwelt Die meisten Sonnenschutzmittel sind für Verbraucher unbedenklich.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR hat Sonnenschutzmittel auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit getestet. Das Ergebnis: Sonnenschutzmittel stellen keine Gefahr für den Verbraucher dar. Das Bundesinstitut macht allerdings eine Ausnahme: Für den Stoff 4-Methyl-Benzyliledene Camphor könne der Verdacht auf eine hormonelle Wirkung nicht entkräftet werden. Das Bundesinstitut empfiehlt, den Stoff vorsorglich vom Markt zu nehmen, da sich seine gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht einwandfrei beweisen lasse.

Quelle: mawi

Medizin Ein Impfstoff gegen Papillom-Viren schützt vor Gebärmutterhals-Krebs.

Ein experimenteller Impfstoff kann vor der Entstehung von Vorformen von Gebärmutterhalskrebs schützen. Das hat die erste Auswertung einer Impfstudie ergeben, an der 12.000 Frauen aus 13 Ländern teilgenommen haben. Wie die Pharmafirmen Sanofi Pasteur und Merck heute mitteilten, soll der Impfstoff vor einer Ansteckung mit Warzenviren schützen. Der Impfstoff enthält nachgebaute Fragmente von vier verschiedenen Papillom-Viren – den Sub-Typen 6, 11, 16 und 18. Diese Viren werden für eine große Zahl von Gebärmutterhals-Krebs-Erkrankungen von Frauen verantwortlich gemacht.

Quelle: mawi

Medizin In Kanada starben sechzehn Menschen an einer unbekannten Infektionskrankheit.

Zweieinhalb Jahre nach dem Auftreten der Lungenkrankheit Sars in Kanada hat eine bislang unbekannte Atemwegserkrankung zum Tod von sechzehn Bewohnern eines Altenheims in der Provinz Ontario geführt. Nach Behördenangaben sind rund 90 weitere Personen erkrankt - darunter Bewohner, Mitarbeiter und Besucher des Heims. Nach Informationen der städtischen Gesundheitsbehörde wird die grippeähnliche Krankheit von einem bislang unbekannten Virus ausgelöst. Es handele sich weder um das Sars- noch um ein Influenza-Virus, hieß es.

Quelle: mawi

Biologie Wenn Bakterien und Pilze zusammen halten, …

… endet das für Reispflanzen tödlich. Eine bislang unbekannte Lebensgemeinschaft beschreiben Jenaer Forscher des Leibniz-Institutes für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 884. Ein Pilz, der die Wurzeln von jungen Reis-Pflanzen befällt, beherberge eine Bakterien-Art. Die Bakterien bildeten das für die Reispflanzen tödliches Gift Rhizoxin. Bislang war angenommen worden, der Pilz bilde das Gift. Die Wissenschaftler berichten, es sei ihnen gelungen, die im Pilz lebenden Bakterien mit Hilfe eines Antibiotikums abzutöten. Der Pilz habe so seine Gefährlichkeit für den Reis verloren. Der neue Fund könnte sich als Durchbruch im Kampf gegen die so genannte Reiskeimlingsfäule erweisen. Reis gilt als wichtigste Kulturpflanze für die Ernährung des Menschen.

Quelle: mawi

Astronomie Der 169. Außerirdische kreist im Sternbild Fuchs.

Ein internationales Astronomenteam hat im Sternbild Fuchs den 169. Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Der Planet mit dem prosaischen Namen HD 189733b ist nur 60 Lichtjahre entfernt. Er ist etwa so groß und so massereich wie der Planet Jupiter. Für eine Sternumrundung braucht der neu entdeckte Planet 2,2 Tage. Dies sei eine der kürzesten bekannten Umlaufzeiten, so die Forscher.

Quelle: mawi

05.10.2005

Medizin Raucher haben mehr Krebs erzeugendes Acrylamid im Blut als Nichtraucher.

Wie eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover ergab, werde Acrylamid im Körper nicht nur über erhitzte und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Pommes frites oder Kartoffelchips aufgenommen. Auch Tabakrauch bringe das Gift in den Körper. Mit durchschnittlich 1,5 Mikrogramm pro Liter Blut lagen die Werte bei Rauchern etwa drei Mal höher als bei Nichtrauchern, berichten die Forscher. Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Acrylamid-Konzentration im Blut und dem Ernährungsstil konnten sie nicht feststellen. Nur wer mehrmals pro Woche Pommes frites oder Chips esse, habe leicht erhöhte Werte. Eindeutig hingegen sei der Zusammenhang von Rauchen und Acrylamid.

Quelle: tj

Medizin In Zukunft werden 90 Prozent aller Amerikaner übergewichtig sein.

An der Universität Boston wurden über drei Jahrzehnte hinweg 4000 Menschen auf ihr Gewicht hin untersucht. Das Ergebnis der Langzeitstudie: Die Amerikaner werden immer dicker. In Zukunft - so die daraus folgende Prognose - werden 90 Prozent aller Männer und 70 Prozent aller Frauen in den USA übergewichtig sein. Das schreiben die Forscher im Fachmagazin "The Annals of Internal Medicine". Die Studie hätte auch gezeigt, dass die Schwergewichtigen immer schwerer werden.

Quelle: tj

Umwelt Berndt Heydemann erhält den Deutschen Umweltpreis.

Der diesjährige Umweltpreis geht an den Wissenschaftler Berndt Heydemann für seine Leistungen im Naturschutz und als Pionier der Bionik. Das teilte die Bundesstiftung Umwelt mit. Er sei nicht nur eine Art "Geburtshelfer" gewesen für die moderne Bionik und Ökotechnologie in Deutschland. Zudem hätten seine wissenschaftlichen Arbeiten über Salzwiesen des Wattenmeers wesentlich zur Gründung von Nationalparks beigetragen. Mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk wird der Tierfilmer Heinz Sielmann geehrt.

Quelle: tj

Biologie Delfine sind rhythmussicher.

Delfine können offenbar verschiedene Rhythmen voneinander unterscheiden und sogar selbst eine Art rhythmischen Gesang produzieren. Das haben amerikanische Wissenschaftler in zwei Studien herausgefunden. In der ersten Studie spielten sie einem Delfin sechs verschieden Rhythmen jeweils vier Sekunden lang vor. Dabei variierten sie sowohl die Frequenz als auch das Tempo des jeweiligen Rhythmus. Dennoch konnte der Delfin die Rhythmen wieder erkennen. In der zweiten Studie animierten sie einen Delfin, Rhythmen zu imitieren. Dies gelang. Er sang eine extrem hochfrequente Version der "Batman-Titelmusik" nach. Für die Forscher, die ihre Ergebnisse auf der Jahrestagung der amerikanischen akustischen Gesellschaft bekannt gaben, ein Beleg dafür, dass die Fähigkeit Rhythmen wahrzunehmen, nicht spezifisch menschlich ist.

Quelle: tj

Biologie Raubspinnen werben mit Geschenken und einem vorgetäuschten Tod.

Männliche Raubspinnen haben eine Doppelstrategie entwickelt, um sich erfolgreich fortzupflanzen und dabei dem Kannibalismus ihrer potentiellen Partnerinnen zu entgehen. Zunächst bieten sie einem Weibchen ein Hochzeitsgeschenk an. Dazu umgarnen sie ein Beutetier mit Seide und halten diese Gabe so in ihren Kieferklauen fest, dass der größte Teil davon verdeckt bleibt. Manchen Raubspinnen-Weibchen reicht das Geschenk aus. Andere attackieren das herannahende Männchen. In diesem Moment bemühen die Männchen einen Trick: sie fallen scheinbar tot um. Dazu verharren sie bewegungslos, ohne allerdings das mitgebrachte Beutestück loszulassen. Sobald das Weibchen dann mit dem Verzehr der Beute beginnt, bewegt sich das Männchen und kann die Partnerin begatten. Dänische Forscher hatten dies beobachtet. Wie sie in den "Proceedings of the Royal Society" berichten, gelang allen Männchen, die sich der List bedienten, die Kopulation. Ohne den vorgetäuschten Tod hatte nur gut die Hälfte der Männchen Erfolg.

Quelle: tj

30.09.2005

Tiermedizin SARS-Ursprung entdeckt?

Ein internationales Forscherteam hat in Fledermäusen Coronaviren entdeckt, die dem SARS-Virus sehr ähnlich sind. Wie die Wissenschaftler in dem Fachblatt SCIENCE schreiben, könnte damit der Ursprung der Lungenkrankheit geklärt sein. SARS hatte vor drei Jahren weltweit 770 Menschen das Leben gekostet. Seitdem versuchen Wissenschaftler herauszufinden, woher das Virus stammt. Trotz des Fundes ist den Forschern allerdings noch unklar, wie das Virus auf den Menschen überspringen konnte. Die Coronaviren in den Fledermäusen ähneln zwar denen, die SARS auslösen, zu 92 Prozent. Doch diese Viren können den Menschen nicht infizieren.

Quelle: gä

Astronomie Der Saturn-Mond Hyperion gibt neue Rätsel auf.

Die Raumsonde Cassini hat sich dem Mond bis auf eine Entfernung von 490 Kilometern genähert und dabei eine große Menge neuer Aufnahmen zur Erde gefunkt. Auf diesen entdeckten Wissenschaftler der NASA kreisförmige Steilkanten. Sie umkränzen ein Areal, das fast so groß ist wie die gesamte sichtbare Fläche des Mondes. Wie diese Struktur entstand, ist die Forschern noch unklar. Hyperion ist nicht kugelförmig, sondern unregelmäßig geformt. Der Mond gleicht in etwa einer Kartoffel. Wissenschaftler vermuten, dass die Schwerkraft des Himmelskörpers nicht ausreichte, die Materie zu komprimieren und die äußere Form abzurunden.

Quelle: gä

Paläontologie Mehr Sauerstoff in der Luft ließ Säugetiere wachsen.

Davon sind Forscher der Rutgers-University in den USA überzeugt. Die Wissenschaftler hatten Bohrkerne von Meeresböden analysiert und aus deren chemischer Zusammensetzung auf die Zusammensetzung der Lufthülle in der Vergangenheit geschlossen. Dabei stellten die Forscher fest, dass sich der Sauerstoffanteil in der Luft vor rund 50 Millionen Jahren verdoppelt hat. In den folgenden Jahrmillionen nahm die Größe der Säugetiere erheblich zu. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Auseinanderbrechen des Kontinents Pangäa zu dem Sauerstoffanstieg geführt habe. Dabei entstand der Atlantik, der vielen Sauerstoff produzierenden Algen Lebensraum bot.

Quelle: gä

Neurologie Im Schlaf brechen die Hirnverbindungen zusammen.

Das notieren Wissenschaftler der Universitäten in Mailand und Madison, Wisconsin im Fachblatt SCIENCE. Die Schlafforscher hatten bei ruhenden Testpersonen das Gehirn mit Magnetfeldern zur reizen versucht. Solange die Probanden noch wach waren, pflanzte sich das Signal von der erregten Region des Gehirns zu anderen fort. Schliefen die Testpersonen jedoch tief und traumlos, blieb das Signal quasi stecken, es breitete sich nicht mehr aus. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die unterschiedlichen Hirnregionen im Schlaf die Fähigkeit verlieren, miteinander zu kommunizieren. Das bedeute umgekehrt, dass Bewußtsein auf der Fähigkeit der verschiedenen Hirnteile beruhe, sich zu verständigen.

Quelle: gä

Physik Perlmutt gibt sein Geheimnis noch nicht preis.

Perlmutt besteht zwar fast nur aus Kalk, ist aber bis zu 1000 Mal härter. Forscher versuchen daher seit langem herauszufinden, wie sich die Kalkschichten aufeinander lagern. Sie hoffen, das Prinzip auf die Bautechnik übertragen und zum Beispiel leichtere Beton-Teile bauen zu können. Wissenschaftler des Max-Planck Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben jetzt jedoch herausgefunden, das die bislang gültige Theorie zur Kristallisation des Kalks offenbar nicht stimmt. An einer entscheidenden Stelle zwischen den Schichten befindet sich ihren Angaben zufolge eine nur fünf Nanometer schmale Ablagerung ungeordneten Kalziumkarbonats. Diese verhält sich so, dass die gängige Theorie über den Zusammenhalt der Kalziumschichten nicht stimmen kann. Die Wissenschaftler vermuten jetzt, dass die Kristallschichten durch unterschiedliche Ladungsverhältnisse aufgebaut werden.

Quelle: gä

Neurologie Das Gehirn von Lügnern ist etwas anders.

Der Anteil von weißer Hirnsubstanz im präfrontalen Cortex ist deutlich größer als bei Menschen, die in der Regel die Wahrheit sagen. Das berichten Forscher der Universität Süd-Kalifornien in einem britischen Psychatrie-Fachblatt. Die weiße Substanz besteht auf Nervenfasern, die Informationen transportieren. Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe der Magnetresonanz-Tomographie ermittelt, wie hoch der Anteil dieser Fasern bei Testpersonen war. Gleichzeitig hatten sie mit Tests deren Einstellung zur Lüge ermittelt. Die Forscher vermuten, dass die Nervenfasern das Lügen erleichtern, weil sie einen schnellen Informationsfluss ermöglichen. Sie weisen allerdings darauf hin, dass es noch weitere Ursachen geben muss, um einen Menschen zum Lügner zu machen.

Quelle: gä

29.09.2005

Medizin Beta-Interferon sollte bei MS Patienten verstärkt eingesetzt werden

Das Medikament Beta-Interferon sollte in Zukunft wesentlich früher und in höheren Dosen gegeben werden. Das sagten heute Forscher auf einem Workshop für Multiple Sklerose in Thessaloniki. Durch eine aggressivere pharmakologische Therapie direkt zu Beginn der Erkrankung könnten schweren Symptome um viele Jahre hinausgezögert werden. Außerdem ließe sich bei einer frühen Behandlung den gefürchteten weiteren MS-Schüben vorbeugen.

Quelle: Herbst

Biologie Wilde Gorillas arbeiten mit Werkzeugen

Einem Forschungsteam aus Leipzig ist es gelungen, in der Wildnis lebende Gorillas zu fotografieren, die Werkzeuge gezielt einsetzen. So beobachteten sie mit der Kamera ein Gorillaweibchen im Kongo, das am Ufer eines Sees die Wassertiefe mit einem Stock prüfte. Ein anderes Tier habe sich auf einen Stock gestützt, um mit der freien Hand Kräuter zu pflücken. Das berichten die Forscher im Fachjournal "PloS Biology". Bisher waren solche Tätigkeiten nur von Schimpansen und Orang-Utans bekannt, nicht aber von wild lebenden Gorillas.

Quelle: teja

Technik Neuartige Trainingskleidung korrigiert Bewegungsfehler

Die niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Studien in Soesterberg testet derzeit Sportbekleidung mit integrierten Sensoren. Diese Sensoren an Knöchel, Fußgelenk, Hüfte oder Schulter vibrieren sofort, falls der Athlet sich nicht optimal bewegt. Das berichtet das Fachmagazin "New Scientist". Zunächst wird die neue Trainingskleidung im Testlabor mit Ruderern ausprobiert. Die Sensorsignale würden von den Testpersonen viel schneller erkannt als der Zuruf eines Trainers, meinen die Wissenschaftler. Quellen: New Scientist Nr. 2519, S.21

Quelle: teja

Technik Intelligenter Bierdeckel ruft den Barkeeper

Zwei Deutsche haben einen Bierdeckel erfunden, der dem Barkeeper automatisch meldet, wenn seine Gäste nichts mehr zu trinken haben. In dem elektronischen Bierfilz ist ein Drucksensor versteckt, der jede Veränderung des auf ihm lastenden Gewichts an einen Computer hinter dem Tresen weiterleitet. Das schreiben die Erfinder im New Scientist. Neben der Information: "Glas leer" könnte der Bierdeckel auch anders zum Beispiel für Kneipenspiele wie die Bewertung von Karaoke-Sängern oder Sportübertragungen im Fernsehen genutzt werden. Kostenpunkt: derzeit noch 84 Euro pro Deckel. Quellen: New Scientist

Quelle: teja

Psychologie Wer ein Musikinstrument spielt, tut im wahrsten Sinne des Wortes etwas für sein Herz

Italienische und Britische Forscher haben in einer kleinen Studie die Atmung und den Blutkreislauf von 24 jungen Männern und Frauen untersucht. Dabei wurden jedem Probanden Musikstücke von Beethoven bis Techno vorgespielt. Das Ergebnis war eindeutig: Bei schneller Musik und komplizierteren Rhythmen wurden Atmung und Blutkreislauf schneller – und das völlig unabhängig von der Stilrichtung. Langsame oder meditative Musik hatte den gegenteiligen Effekt. Bei denjenigen, die selber ein Musikinstrument spielten und gewohnt waren, ihre Atmung dem Tempo der Musikstücke anzupassen, war die Wirkung deutlich stärker als bei den übrigen Probanden. Den Forschern zufolge lässt sich die Erkenntnis nutzen: die Abwechslung von schnellen und langsamen Rhythmen mit kurzen Pausen dazwischen führe zu Entspannung und helfe Herzkreislauferkrankungen vorzubeugen. Quellen: Heart, BBC news

Quelle: teja

Informationstechnologie Tests mit einem biometrischen Check-in-System waren erfolgreich

Bei einem Test am Frankfurter Flughafen wurden die technischen Funktionen, die Effizienz und die Akzeptanz eines neuen biometrischen Check-in und Boarding-Verfahrens überprüft. Dabei muss der Passagier einen Finger über einem optischen Lesegerät abrollen. Die charakteristischen Merkmale des Fingerabdrucks werden in einen zweidimensionalen Code aus Punkten umgesetzt und auf die Bordkarte gedruckt. Beim Boarding wird der Fingerabdruck noch einmal eingelesen und mit dem Barcode verglichen. Wie der Hersteller Siemens mitteilte, habe sich bei dem Test mit 400 Personen die Technik bewährt und das System sei damit marktreif. Quellen: Pressemitteilung Siemens AG, idw

Quelle: teja

Physik Physiker ziehen Erkenntnisgewinn aus dem Bau von Sandburgen

Das perfekte Rezept für den Bau einer Sandburg lautet: acht Teile Sand zu einem Teil Wasser. Das schreiben amerikanische Forscher in der Oktoberausgabe von Nature Physics. Sie hatten analysiert, wie Wasser Sand stabilisiert. Dies ist für eine Reihe von physikalischen Problemen wichtig. Beispielsweise kann es helfen, das Verhalten von Geröll- und Schlammlawinen einzuschätzen. In ihrem Studienbericht führen sie detailliert die Ergebnisse ihrer Stabilitätsmessungen auf und beschreiben in einem Modell die Oberflächen- und die Schütteffekte von Sandhaufen. Danach fallen bei einem Sandhaufen, der wegrutscht, vor allem Klumpen und weniger einzelne Sandkörner. Die Klumpen haben dabei eine charakteristische Größe. Quellen: Nature Physics

Quelle: teja

28.09.2005

Biologie Forscher fotografieren erstmals einen lebenden Riesentintenfisch

Japanische Wissenschaftler des Nationalen Wissenschaftsmuseums in Tokio konnten erstmals einen lebenden Riesenkalmar Architeuthis anlocken und fotografieren. Das berichten sie in einer Online-Vorabveröffentlichung der Proceedings of the Royal Society. Bislang waren die Riesenkraken der Wissenschaft nur als Mageninhalt von Pottwalen oder als angeschwemmte und bereits tote Tiere bekannt. Bei ihrer Jagd auf die bis zu 20 Meter großen Tiere bestückten die Forscher Kamerafutterale mit Ködern, die in 900 Metern Tiefe im Nordpazifik an einer Boje befestigt wurden. Ein Kalmar konnte so erfolgreich angelockt werden. Da sich einer seiner Tentakel an einem Haken verfing, konnten die Forscher über 500 Digitalfotos machen. Dabei verlor der Kalmar seinen 5,5 Meter langen Tentakel. Diesen konnten die Forscher erfolgreich samt Kamera bergen. Der Kalmar hatte hochgerechnet eine Gesamtlänge von über acht Metern, schreiben die Forscher. Quellen: wissenschaft.de/BBC

Quelle: mst

Medizin Dschingis Khan verbreitete nicht nur Schrecken

Sondern auch die Tuberkulose. Das vermuten Forscher des Pasteur-Instituts in St. Petersburg in einer Online-Vorabveröffentlichung des Fachmagazins Genome Research. Die Forscher hatten bei ihren Untersuchungen die genetischen Profile von 300 Bakterienstämmen des Tuberkelbakteriums, das für die Infektion mit Tuberkulose verantwortlich ist, mit bekannten Variationen des Y-Chromosoms verglichen. Dabei erkannten sie einen Zusammenhang zwischen den Wanderungsbewegungen des Menschen und der Ausbreitung des so genannten Peking-Stamms. Dieser ist den Forschern zufolge vor 30.000 bis 40.000 Jahren in Zentralasien entstanden und löste anscheinend nicht immer eine Infektion aus. Dadurch muss der Stamm sehr verbreitet gewesen sein. Während er schon früh in Sibirien bis nach Ostasien verbreitet war, gelangte der Erreger erst vor 800 Jahren nach Eurasien und damit zu jener Zeit, als Dschingis Khan mit seinen Mongolen nach Westen kam, schreiben die Forscher. Quellen: spektrumdirekt/wissenschaft.de

Quelle: mst

Medizin Japanische Forscher lassen Gedanken sprechen

Der japanische Verband für Betroffene der Nervenkrankheit Amyothrophe Lateralsklerose – kurz ALS - hat nach eigenen Angaben zusammen mit mehreren japanischen Technikfirmen ein Gerät entwickelt, dass Patienten mit der vollständigen Muskellähmung ein Kommunizieren ermöglichen soll. Das Gerät misst die Blutströme im Gehirn und registriert dadurch die Hirnaktivität. Wenn ein Patient "JA" sagen wolle, müsse er etwa gedanklich ein Lied singen. Bei einem "NEIN" solle er sich entspannen. Die unterschiedlichen Gehirnströme könnten so als Antwort erfasst und gedeutet werden. Die Fehlerquote liege bei 20 Prozent. Das Gerät soll Ende des Jahres auf den japanischen Markt kommen.

Quelle: mst

Biologie Falsche Putzerfische fressen ihre "Kunden" an

Blaugestreifte Schlangengrundeln sehen jungen Putzerlippfischen zum Verwechseln ähnlich und nutzen dies aus. Biologen der Universität von Queensland schreiben jetzt in einer Online-Vorabveröffentlichung der Proceedings of the Royal Society, dass sich die Grundeln als Putzerfische tarnen und abwarten, bis sich ein Fisch dem Korallenriff nähert. Sobald sie in Reichweite des Fisches sind, befreien sie ihn nicht etwa von Parasiten, sondern beißen ihm ganze Hautstücke ab. Bei ihren Untersuchungen südöstlich der indonesischen Insel Sulawesi erkannten die Forscher, dass diese Strategie umso erfolgreicher war, je größer das Verhältnis zwischen Putzerfischen und ihren Doppelgängern war. Dadurch vermeiden die Grundeln einen Lerneffekt bei den angefressenen Fischen und können ihre Tarnung, die in der Biologie als Mimikry bezeichnet wird, sowie ihre Strategie erfolgreich praktizieren. Quellen: wissenschaft.de

Quelle: mst

Astronomie Forscher entdecken eine weit entfernte, massive Galaxie

Mithilfe der beiden Weltraumteleskope Spitzer und Hubble ist es Forschern der Weltraumbehörde NASA gelungen, eine der am weitest entfernten Galaxien des Universums zu entdecken. Wie sie heute in einer Pressemitteilung schreiben, ist die Galaxie HUDF-JD2 etwa 800 Millionen Jahre alt; im Vergleich zu der rund 13 Milliarden Jahre alten Milchstraße ist sie extrem jung. Die Galaxie befindet sich in dem Bereich Hubble Ultra Delta Field und ist damit das fernste Objekt, das je fotografiert wurde. Die Sterne innerhalb der Galaxie verfügen über eine Masse, die achtmal so groß ist wie die Sterne der Milchstraße. Bislang gingen die Astronomen davon aus, dass die Masse einer Galaxie erst wesentlich später eine solche Größe erreichen kann. Quellen: alphagalileo/newswise

Quelle: mst

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