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13.10.2005

Archäologie Die Chinesen haben (doch) die Nudel erfunden.

Archäologen der chinesischen Akademie der Wissenschaften haben im Nordwesten des Landes einen Napf mit Nudeln ausgegraben, der vor 4000 Jahren dem Verspeisen entging. Wie die Forscher im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 967, schreiben, entdeckten sie die steinzeitlichen Teigwaren bei der Ausgrabung einer Siedlung unter einer drei Meter dicken Schicht aus Lehm. Die Nudeln dürften dem Bericht der Forscher zufolge bereits wie heute aus einem Teig gefertigt worden sein, der in die Länge gezogen und dann gekocht wurde. Allerdings verwendeten die Chinesen seinerzeit Hirse, während heute üblicherweise Weizen die Grundlage bildet. Italien, Arabien und China beanspruchen die Erfindung der Nudel für sich. Chinas Anspruch dürfte jetzt durch den Fund erhärtet sein.

Quelle: gät

Medizin Ein neues Antibiotikum könnte gegen resistente Bakterien helfen.

Forscher aus Dänemark stießen auf den Stoff, als sie den Glänzenden Schwarzborstling untersuchten. Das ist ein Pilz, der in den Kieferwäldern Nordeuropas gedeiht. Die Wissenschaftler tauften das bislang unbekannte Antibiotikum Plectasin. Wie sie in dem Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 975, schreiben, gehört es zu einer Stoffgruppe, die bislang nicht in Pilzen nachgewiesen werden konnte, wohl aber beim Menschen. Das Pilz-Antibiotikum wirkt sehr stark gegen Bakterien. Die Wissenschaftler hoffen, das Plectasin gegen Bakterienstämme einsetzen zu können, die bereits gegen die meisten anderen Antibiotika immun geworden sind. Erste Tierversuche seien erfolgreich verlaufen, ergänzen sie ihren Bericht.

Quelle: gät

Planetologie Tempel 1 ist ein eisiger Staubball.

Das notieren Forscher des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite, 987. Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe einer Spezialkamera an Bord der Esa-Sonde Rosetta verfolgt, wie das Nasa-Projektil Deep Impact auf dem Kometen Tempel 1 einschlug. Die erste Auswertung der dabei gewonnenen Bilder deutet darauf hin, dass der Komet mehr Staub als Wasser enthält. Bislang hatten Astronomen vermutet, dass Kometen zum großen Teil aus gefrorenem Wasser bestehen.

Quelle: gät

Klimatologie Der Atlantik bestimmt das Wetter in Afrikas Regenwald.

Zu diesem Ergebnis kommen Klimaforscher aus Bremen im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 1003. Die Wissenschaftler des Forschungszentrums Ozeanränder hatten die Klimageschichte Zentralafrikas für die letzten 20.000 Jahre anhand von Sedimenten rekonstruiert, die sie im Kongo-Delta gesammelt hatten. Bei der Analyse dieser Sedimente stellten die Forscher fest, dass der Temperaturunterschied zwischen dem südlichen und dem mittleren Atlantik entscheidend ist für den Regen, der in Zentralafrika fällt: je größer dieser Temperaturunterschied ist, desto stärker ist der Passat, der vom Landesinnere aufs Meer hinaus weht. Und je stärker der Passat weht, desto mehr Wolken werden aufs Meer getragen. Über dem Kontinent regnet es dann weniger. Bereits im Mai hatten US-Forscher anhand von Klimamodellen berechnet, dass die Temperatur des Atlantik entscheidend ist für die Regenmenge in Afrika.

Quelle: gät

Technik Die wirtschaftlichste Gasturbine der Welt entsteht bei Ingolstadt.

Die Turbine soll nach Angaben von Industrieentwicklern einen Wirkungsgrad von 60 Prozent erreichen. Das sind zwei Prozentpunkte besser als die bislang wirtschaftlichste Gasturbine. Die Verbesserung des Wirkungsgrades soll den Ausstoß von Kohlendioxid um rund 40.000 Tonnen im Jahr reduzieren. Die Ingenieure haben für die Turbine neue Materialien für die Schaufeln, einen neuen Brenner sowie Dichtungen entwickelt. Die Turbine soll 2007 in Betrieb gehen und zunächst 340 Megawatt leisten.

Quelle: gät

Technik Das Handy von morgen erkennt seinen Besitzer am Schritt.

Forscher aus Finnland haben ein Sicherungssystem entwickelt. das den unbefugten Gebrauch von Mobiltelefonen, Notebooks oder anderen tragbaren digitalen Geräten verhindern soll. Das System registriert beim ersten Einschalten mit Hilfe von Sensoren typische Bewegungen seines Benutzers beim Gehen. Diese Daten speichert es und vergleicht bei jedem neuen Gebrauch die gespeicherten mit neu gemessenen Daten. Stimmen diese nicht überein, sperrt das Sicherheitssystem das Gerät. Die Techniker sind überzeugt, dass auf diese Art ein gestohlenes Mobiltelefon für den Dieb unbenutzbar wird. Sie wollen jetzt eine ähnliche Technik für Kreditkarten entwickeln.

Quelle: gät

11.10.2005

Biologie Schweizer Forscher haben ein "Murmeltier-Gen gefunden.

Bei der Untersuchung von rund 4.300 Versuchsteilnehmern haben Forscher der Universität Zürich entdeckt, dass eine Variante eines Gens Menschen besonders tief schlafen lässt. Schläfer mit dieser Form des so genannten Adenosin-Desaminase-Gens wachten auch während der Nacht seltener auf, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS. Es gebe auch einen direkten Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und dem Schlafbedürfnis eines Menschen.

Quelle: mawi

Biologie Springspinnen mögen es blutig.

Moskitos, die sich mit Blut von Wirbeltieren voll gesaugt haben, sind die bevorzugte Nahrung von ostafrikanischen Springspinnen. Das berichten Forscher der Canterbury-University, Christchurch, im Fachblatt PNAS. Im Laborversuch bekamen die Spinnen männliche und weibliche Moskitos, diverse andere Insekten und Spinnen als Nahrung angeboten. Mit Abstand am liebsten verspeisten die Springspinnen weibliche blutgesättigte Moskitos. Es handele sich um den ersten bekannten Räuber, der seine Beute nach dessen Ernährungsgewohnheiten aussuche, so die Forscher. Springspinnen besitzen keine Mundwerkzeuge, mit denen sie Blut direkt aus Wirbeltieren saugen könnten.

Quelle: mawi

Biologie Die Farbe "Rot" ist die Waffe der Ahornbäume.

Im Herbst leuchten die Blätter von Ahornbäumen intensiv dunkel-rot. Verantwortlich dafür sind eigens gebildete Pigmente - so genannte Anthocyane. Warum Ahornbäume solch aufwändige Farbstoffe produzieren, haben US-amerikanische Forscher der Colgate-University in Hamilton jetzt in Laborversuchen herausgefunden: Der Farbstoff wirkt wie ein Unkrautvernichtungsmittel, es hemmt die Keimfähigkeit von Samen und das Wachstum von jungen Pflanzen. Nachdem Ahornbäume ihr Laub abgeworfen haben, gelangen die Anthocyane nach und nach ins Erdreich und verhindern so, dass in direkter Nachbarschaft des Baumes konkurrierende Pflanzen wachsen.

Quelle: mawi

Medizin Der nationale Krisenstab berät morgen über Maßnahmen gegen die Vogelgrippe.

Nach dem Bekanntwerden von Vogelgrippe-Verdachtsfällen in Rumänien und der Türkei hat die Bundesregierung für morgen den nationalen Krisenstab von Bund und Ländern einberufen. Bei dem Treffen solle über mögliche Schutzmaßnahmen beraten werden, teilte das Verbraucherschutz-Ministerium heute in Berlin mit. Der Krisenstab will bei seiner Tagung Tierseuchenexperten des Friedrich-Loeffler-Institutes anhören. Sollte sich herausstellen, dass das in der Türkei erkrankte Geflügel tatsächlich mit dem Virus H5N1 infiziert sei, würden vorbereitete Notfallpläne in Kraft gesetzt, teilte das Ministerium mit.

Quelle: mawi

Medizin Auch Schildkröten profitieren von Viagra.

Bei der Behandlung von Erektionsstörungen haben industriell gefertigte Medikamente traditionelle chinesische Heilmittel verdrängt, berichten Forscher der Universitäten Sydney und Alaska im Fachblatt "Environmental Conservation". Für acht Tierarten nehme so die Bedrohung ab, zu Salben oder Pulvern verarbeitet zu werden - darunter : Seehunde, Seelöwen, Seepferdchen, bestimmte asiatische Hirscharten, Schildkröten sowie Geckos. Weiterhin bedroht seien aber Tiger und Nashörner, berichten die Forscher nach Umfragen in Hongkonger Krankenhäusern, die traditionelle chinesische Heilmethoden anwenden.

Quelle: mawi

Raumfahrt Voraussichtlich starten morgen zwei Taikonauten ins All.

Vom Raumfahrtzentrum in der Wüste Gobi aus sollen morgen zwei Taikonauten zum zweiten bemannten chinesischen Raumflug aufbrechen. Der Start des Raumschiffes "Shenzou VI" soll live im Fernsehen übertragen werden. Die Sendung beginne zwischen 8.00 und 9.00 Uhr Ortszeit, hieß es. - also zwischen zwei und drei Uhr nachts MESZ. Zwei Jahre nach dem ersten bemannten Raumflug, bei dem Yang Liwei die Erde 14 Mal umkreiste, sollen die Taikonauten diesmal fünf Tage lang im All bleiben.

Quelle: mawi

10.10.2005

Medizin Das bei Geflügel in der Türkei festgestellte Vogelgrippe-Virus ist als Typ "H5" identifiziert worden.

Das teilte der Leiter des staatlichen Veterinär-Kontroll- und Forschungsinstitutes der Türkei mit. Der Virustyp H5 wurde auch in Rumänien gefunden. Ob es sich allerdings um das gefährliche Virus H5N1 handelt, das in Südostasien und Sibirien entdeckt wurde und möglicherweise in mutierter Form von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte, muss in beiden Ländern erst noch in weiteren Tests abgeklärt werden. Unterdessen setzten die türkischen wie die rumänischen Behörden die Tötung von Truthähnen, Puten und anderem Geflügel sowie Wildvögeln fort.

Quelle: tj

Technik Deutsche Technologie feiert Erfolg bei fahrerlosem Roboter-Wüstenrennen.

Sieger des 130-Meilen Wüstenrennens fahrerloser Autos ist das deutsch-amerikanische Racing-Team der Stanford University geworden. Es bewältigte den extrem hindernisreichen Kurs in unter sieben Stunden. Das ebenfalls deutsch-amerikanische Team der Ohio State University belegte beim Grand Challenge in der Wüste Nevadas den 10. Platz. Nach zweiundvierzig Meilen blieb das Fahrzeug plötzlich und ohne Beschädigung stehen. Vor Ort rätseln die beteiligten Forscher über die Ursache des Totalausfalls. Die deutschen Ingenieure des Teams hatten die Laseroptik geliefert, die dem unbemannten Fahrzeug beispielsweise ermöglicht, vorausschauend zu fahren und Hindernisse rechtzeitig und scharf zu sehen. Insgesamt hatten 23 Teams an dem Wettbewerb teilgenommen, der die Entwicklung unbemannte Fahrzeuge vorantreiben soll.

Quelle: kh

Medizin Zu viel Cholesterin begünstigt Alzheimer.

Mit einem erhöhten Cholesterinspiegel steigt auch das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des nationalen Genomforschungsnetzes. Sie konnten jetzt den Zusammenhang zwischen einem gestörten Fettstoffwechsel und der Gehirnerkrankung entschlüsseln. Bislang waren Forscher davon ausgegangen, dass sich bei Alzheimer Patienten Proteinstücke zu so genannten amyloiden Plaque im Gehirn zusammenballen, welche die Erinnerungsfähigkeit zerstören und ansonsten keine natürliche Funktion haben. Dies scheint jedoch nicht richtig zu sein. Den Heidelberger Forschern zufolge wird bei einem hohen Cholesterinspiegel vermehrt das Protein Amyloid Beta gebildet. Winzige Scheren, so genannte "Gamma-Sekretasen" spalten das Protein in zwei Teile, die im nächsten Schritt die Fettkonzentration reduzieren und dadurch auch wieder die Produktion des Proteins senken. Dieser natürliche Regelkreislauf begrenzt die körpereigene Cholesterin-Produktion. Erst wenn er aus dem Gleichgewicht gerät, kann das Risiko für Alzheimer ansteigen.

Quelle: tj

Physik Max-Planck-Forscher hielten Atome 17 Sekunden lang gefangen.

Am Max-Planck-Institut für Quantenoptik bei München haben Forscher unter Leitung des neuen Physik-Nobelpreisträgers Theodor Wolfgang Hänsch einen neuen Durchbruch geschafft. Ihnen gelang es, einzelne gekühlte Rubidium-Atome durchschnittlich 17 Sekunden lang gefangen zu halten. Eine solche "quasi-permanente" Speicherung eines Atoms sei Voraussetzung für Quantencomputer, bei denen komplexe Rechenoperationen durch eine parallele Verarbeitung erheblich beschleunigt werden sollen, teilte das Institut mit. Einzelheiten beschreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nature Physics". Danach gelang ihre Arbeit durch kombinierte Verfahren zur Atomkühlung und mit Hilfe einer komplizierten Anordnung von Laserlichtquellen sowie zwei sich gegenüber stehenden Hohlspiegeln. Die Stabilhaltung einzelner Atome über 17 Sekunden sei die bei weitem längste Speicherzeit, die je erreicht worden ist.

Quelle: tj

Medizin Das Sprachzentrum wandert im Gehirn.

Mit fortschreitendem Alter verändert das Sprachzentrum im Gehirn seine Lage. Das fanden amerikanische Forscher bei Tests mit 177 rechtshändigen Probanden heraus. So verlagere sich das Sprachzentrum bei Rechtshändern zwischen dem fünften und dem 20. Lebensjahr immer stärker in die linke Hirnhälfte. Ab dem 25. Lebensjahr verteilt es sich dann auf beide Gehirnhälften. Die Forscher vermuten, dass altersbedingte Fehler in der sprachaktiven Hirnhälfte zunehmend durch die andere Hirnseite ausgeglichen werden. Die Erkenntnis könnte auch für die Therapie von Gehirnverletzten und Schlaganfallpatienten hilfreich sein. In der Studie wurden nur Rechtshänder untersucht, da sich bei Linkshändern die Sprache grundsätzlich stärker auf beide Hirnhälften verteile, erläuterten die Wissenschaftler in "Human Brain Mapping".

Quelle: tj

07.10.2005

Biologie Rote Blutzellen bekamen Front-Antrieb.

Pariser Material-Forscher haben laut „Nature“, Band 437, Seite 862, Blutzellen einen künstlichen Schwanzfortsatz angehängt. Dieser besteht aus magnetischen Kügelchen, die von einem DNA-Moleküle zusammengehalten werden. Um den Schwanzfortsatz zu Bewegungen anzuregen, legten die Forscher ein oszillierendes magnetisches Feld an: die magnetischen Kügelchen schlugen hin und her und trieben so die Blutzellen mit einer Geschwindigkeit von 0,4 Millimetern pro Sekunde voran. Zum Vergleich: Spermien sind zehnmal schneller.

Quelle: mawi

Biologie Fadenwürmer besitzen ein Rhythmus-Gen.

US-amerikanische Biologen der Universität von Utah haben im Fadenwurm //Caenorhabditis elegans// ein Gen entdeckt, das rhythmische Ereignisse im Leben des Wurms kontrolliert. Ohne das Gen, berichten die Forscher im Fachblatt "Cell", könne der Wurm nicht schlucken, keine Eier ablegen und sich auch nicht seiner Exkremente entledigen. Das Gen mit Namen „vav1“ kontrolliere das Zusammenziehen glatter Muskelzellen. Es sei dafür verantwortlich, dass die Calcium-Konzentration in den Muskelzellen in regelmäßigen Zyklen angehoben und wieder absenkt wird. Der Mensch besitze drei Gene, die eng verwandt seien mit dem vav1-Gen des Fadenwurms, so die Forscher.

Quelle: mawi

Forschungspolitik Im Falle einer Grippe-Pandemie soll der Patentschutz fallen.

Die Vereinten Nationen haben angekündigt, den Patentschutz auf Arzneimittel und Impfstoffe außer Kraft zu setzen, falls es zu einer weltweiten Grippe-Pandemie kommt. Es könne nicht angehen, dass Menschen in armen Ländern von einer angemessenen medizinischen Versorgung ausgeschlossen würden, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan in Genf. Annan appellierte zudem an die Industriestaaten und Pharmakonzerne, Entwicklungsländern schon jetzt bei Vorbeugungsmaßnahmen zu helfen.

Quelle: mawi

Paläontologie Schlangenhalssaurier mochten auch Meeresfrüchte.

Kreidezeitliche Meeresechsen, so genannte Elasmosaurier nutzten ihren langen schlangenartigen Hals auch, um den Meeresboden nach Nahrung abzusuchen. Sie verspeisten Muscheln, Meeresschnecken, Krebse und Seelilien. Darauf deute der versteinerte Mageninhalt von zwei neu entdeckten Elasmosaurier-Exemplaren hin, berichten Forscher der australischen Universität von Newcastle im Fachblatt "Science". Bislang waren Forscher davon ausgegangen, dass die Meeresechsen sich ausschließlich von schwimmenden Tieren ernährten - also von urzeitlichen Fischen und Tintenfischen.

Quelle: mawi

Medizin Das mysteriöse Virus war ein Bakterium.

Bei der Atemwegserkrankung, die in einem Altersheim im kanadischen Toronto grassierte, handelte es sich um die "Legionärskrankheit". Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde wurden die Erreger der Krankheit bereits bei drei Todesopfern nachgewiesen. Insgesamt waren 16 Menschen an der Krankheit gestorben. Die Legionärskrankheit wird von Bakterien ausgelöst. Die Legionellen können über zentrale Warmwasser-Anlagen verbreitet werden, wenn das Wasser nicht ausreichend erhitzt wird.

Quelle: mawi

Astronomie Der helle Fleck auf Titan - ist vielleicht Methan.

Im Frühjahr sichteten Astronomen einen 400 Quadratkilometer großen hellen Fleck auf der Oberfläche des Saturnmondes Titan. Er strahlt im gesamten sichtbaren und infraroten Spektralbereich. Der Fleck, berichten jetzt US-amerikanische Forscher der Universität von Arizona im Fachblatt „Science“, Band 310, Seite 92, sei vermutlich auf Wetterphänomene zurückzuführen. Entweder bewirke methanhaltiger Bodennebel das Phänomen. Oder ein heftiger Methanregen habe die Oberfläche des Mondes blank geputzt. Das habe die Auswertung von Daten der Raumsonde Cassini sowie des Keck-Teleskopes ergeben.

Quelle: mawi

Raumfahrt Erneut ist eine russische Mini-Raumfähre verschollen.

Die russische Raumfahrtbehörde hat diese Nacht mit einer Rakete von einem U-Boot in der Barentssee aus das neu entwickelte Landegerät Demonstrator ins All geschossen. Kurz vor der geplanten Landung auf der Halbinsel Kamtschatka sei er verloren gegangen, berichten russische Medien. Kernstück des im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur ESA entwickelten Demonstrators ist ein auffaltbarer Fallschirm, der außer Lasten notfalls auch Astronauten zurück zur Erde bringen können soll. Es handelte sich um den vierten Testflug seit dem Jahr 2000. Alle vier schlugen fehl.

Quelle: mawi

06.10.2005

Biologie Mäuse-Männchen lassen Tränen sprechen.

Die Tränenflüssigkeit von Mäusemännchen enthält einen Sexual-Lockstoff. Beim gegenseitigen Beschnuppern gelange das Pheromon - „ESP1“ mit Namen - in die Nase der Weibchen, berichten japanische Forscher im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 898. Die Weibchen nähmen die Substanz mit einem speziellen Organ an der Nasenscheidewand wahr. Die Entdeckung des Duftstoffes helfe, die sexuelle Kommunikation von Mäusen besser zu verstehen. Auch bei anderen Säugetieren – den Menschen eingeschlossen – spielen Pheromone eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Sozial- und Fortpflanzungsverhaltens.

Quelle: mawi

Umwelt Die globale Erwärmung macht der Tierwelt zu schaffen.

Sinkende Geburtenraten bei Walen und Delfinen, tief greifende Änderungen im Verhalten von Zugvögeln und Schildkröten-Kolonien, die ausschließlich aus Weibchen bestehen. Das sind einige der Folgen der Klimaerwärmung, die britische Forscher in einer Studie im Auftrag des britischen Umweltministeriums aufzählen. Einige Tierarten würden von dem Klimawandel profitieren, für andere aber bedeute die Erwärmung das Aus, hieß es. Am meisten bedroht sind nach Ansicht der Forscher Tiere in arktischen Regionen und im Hochgebirge.

Quelle: mawi

Umwelt Die meisten Sonnenschutzmittel sind für Verbraucher unbedenklich.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR hat Sonnenschutzmittel auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit getestet. Das Ergebnis: Sonnenschutzmittel stellen keine Gefahr für den Verbraucher dar. Das Bundesinstitut macht allerdings eine Ausnahme: Für den Stoff 4-Methyl-Benzyliledene Camphor könne der Verdacht auf eine hormonelle Wirkung nicht entkräftet werden. Das Bundesinstitut empfiehlt, den Stoff vorsorglich vom Markt zu nehmen, da sich seine gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht einwandfrei beweisen lasse.

Quelle: mawi

Medizin Ein Impfstoff gegen Papillom-Viren schützt vor Gebärmutterhals-Krebs.

Ein experimenteller Impfstoff kann vor der Entstehung von Vorformen von Gebärmutterhalskrebs schützen. Das hat die erste Auswertung einer Impfstudie ergeben, an der 12.000 Frauen aus 13 Ländern teilgenommen haben. Wie die Pharmafirmen Sanofi Pasteur und Merck heute mitteilten, soll der Impfstoff vor einer Ansteckung mit Warzenviren schützen. Der Impfstoff enthält nachgebaute Fragmente von vier verschiedenen Papillom-Viren – den Sub-Typen 6, 11, 16 und 18. Diese Viren werden für eine große Zahl von Gebärmutterhals-Krebs-Erkrankungen von Frauen verantwortlich gemacht.

Quelle: mawi

Medizin In Kanada starben sechzehn Menschen an einer unbekannten Infektionskrankheit.

Zweieinhalb Jahre nach dem Auftreten der Lungenkrankheit Sars in Kanada hat eine bislang unbekannte Atemwegserkrankung zum Tod von sechzehn Bewohnern eines Altenheims in der Provinz Ontario geführt. Nach Behördenangaben sind rund 90 weitere Personen erkrankt - darunter Bewohner, Mitarbeiter und Besucher des Heims. Nach Informationen der städtischen Gesundheitsbehörde wird die grippeähnliche Krankheit von einem bislang unbekannten Virus ausgelöst. Es handele sich weder um das Sars- noch um ein Influenza-Virus, hieß es.

Quelle: mawi

Biologie Wenn Bakterien und Pilze zusammen halten, …

… endet das für Reispflanzen tödlich. Eine bislang unbekannte Lebensgemeinschaft beschreiben Jenaer Forscher des Leibniz-Institutes für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 884. Ein Pilz, der die Wurzeln von jungen Reis-Pflanzen befällt, beherberge eine Bakterien-Art. Die Bakterien bildeten das für die Reispflanzen tödliches Gift Rhizoxin. Bislang war angenommen worden, der Pilz bilde das Gift. Die Wissenschaftler berichten, es sei ihnen gelungen, die im Pilz lebenden Bakterien mit Hilfe eines Antibiotikums abzutöten. Der Pilz habe so seine Gefährlichkeit für den Reis verloren. Der neue Fund könnte sich als Durchbruch im Kampf gegen die so genannte Reiskeimlingsfäule erweisen. Reis gilt als wichtigste Kulturpflanze für die Ernährung des Menschen.

Quelle: mawi

Astronomie Der 169. Außerirdische kreist im Sternbild Fuchs.

Ein internationales Astronomenteam hat im Sternbild Fuchs den 169. Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Der Planet mit dem prosaischen Namen HD 189733b ist nur 60 Lichtjahre entfernt. Er ist etwa so groß und so massereich wie der Planet Jupiter. Für eine Sternumrundung braucht der neu entdeckte Planet 2,2 Tage. Dies sei eine der kürzesten bekannten Umlaufzeiten, so die Forscher.

Quelle: mawi

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