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18.10.2005

Paläontologie Die Dinosaurier kannten bereits den Doppeldecker.

Der kleinste bekannte Saurier, Microraptor gui, hatte an beiden Gliedmaßen Flug-Federn. Bislang gingen Paläontologen davon aus, dass der Saurier diese Flügel hintereinander, auf einer Ebene hielt. Wie Forscher aus den USA jetzt auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft berichten, ist diese Ansicht offenbar falsch: Das Tier hielt seine Flüge auf zwei Ebenen - etwa so, wie die ersten Flugzeuge, die Doppeldecker, gebaut wurden. Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe einer Computersimulation berechnet, mit welcher Technik Microraptor gui geflogen sein dürfte. Dabei entdeckten sie, dass er seine vier Flügel nicht hintereinander gehalten haben kann.

Quelle: gät

Biologie Seelilien können vor Seesternen davonlaufen.

Seelilien sind Meerestiere, die wie eine Pflanze aussehen und wie diese mit einem Stiel am Boden festgewachsen sind. Biologen gingen deshalb bislang davon aus, dass diese Tiere sich vor Feinden nicht in Sicherheit bringen können. Forscher der Universität Michigan haben jetzt jedoch entdeckt, dass die Meerestiere sehr wohl flüchten können. Sie krabbeln mit den Armen ihrer Tentakelkrone über den Boden und reißen sich dabei den Stiel ab. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Tiere sich auf diese Weise vor Seegurken oder Seesternen durchaus in Sicherheit bringen können: Sie bewegen sich etwa gleich schnell über den Meeresboden. Die Wissenschaftler entdeckten die Fortbewegung der Seelilien auf zehn Jahre alten Videoaufnahmen.

Quelle: gät

Politik Grundlagenforschung und ihre Anwendung gehören in ein Ministerium.

Davon äußern sich die Leiter von vier großen Deutschen Forschungsorganisationen überzeugt. Die Leiter nahmen zu der geplanten Aufgabenteilung zwischen dem Wirtschafts- und Forschungsministerium Stellung. Danach soll das Wirtschaftsministerium künftig auch über die Förderung von Technologien entscheiden, was bislang Aufgabe des Bildungs- und Forschungsministeriums ist. Gegenüber dem Online-Dienst Spektrumdirekt kritisierten die Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz- und der Leibniz-Gemeinschaft diese Aufteilung. Übereinstimmend fordern sie, Forschungspolitik und Technikförderung in einem Haus zu belassen.

Quelle: gät

Paläanthropologie Der Mensch wanderte in Etappen aus Afrika um die Welt.

Diesen Schluss ziehen Forscher der Stanford-University aus ihrer Untersuchung der genetischen Vielfalt des Menschen. Die Wissenschaftler hatten das Erbgut von mehr als 1000 Menschen aus 53 Regionen der ganzen Welt analysiert. Dabei zeigte sich, dass das Genom der Menschen sich umso stärker voneinander unterscheidet, je weiter entfernt sie voneinander leben. Außerdem ist die genetische Vielfalt in Afrika am größten, und in Südamerika am geringsten. Das lasse darauf schließen, dass der Mensch aus Afrika ausgewandert sei. Weil er dabei nicht in einem kontinuierlichen Strom, sondern immer in Grüppchen wanderte, nahm die genetische Vielfalt umso stärker ab, je weiter sich der Mensch von seinem Ausgangspunkt entfernte.

Quelle: gät

Medizin Beta-Blocker sind zweite Wahl für die Behandlung von Bluthochdruck.

Davon ist einer Forschergruppe aus Schweden überzeugt. Wie die Wissenschaftler in einer Vorab-Veröffentlichung des Fachblattes "The Lancet" berichten, führt sie eine Analyse von 13 Studien mit mehr als 105.000 Teilnehmern zu diesem Schluss. Demnach ist für Personen mit Bluthochdruck das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, mit Beta-Blockern zwar niedriger als ohne jede Therapie; im Vergleich zu anderen Blutdrucksenkern schnitten die Beta-Blocker jedoch schlechter ab. Die Forscher sind daher überzeugt, dass eine Behandlung von Bluthochdruck mit anderen, keinesfalls teureren Medikamenten erfolgen sollte.

Quelle: gät

Biologie Vögel lieben britische Feldwege.

Das berichten Forscher der Universität Staffordshire. Britische Feldwege sind in der Regel zwei bis 15 Meter breit, unbefestigt und auf beiden Seiten von einer Hecke eingefasst. Wie die Wissenschaftler schreiben, leben in diesen Hecken - bezogen auf die selbe Länge - dreimal so viele verschiedene Vogelarten wie in einfachen Hecken. Ferner fanden die Forscher auch viele Vogelarten, die für gewöhnlich am Waldrand leben und deren Zahl sinkt. Sie ziehen aus ihrer Beobachtung den Schluss, dass eine so einfache Struktur wie der britische Feldweg offenbar eine großen Einfluss auf die Arterhaltung haben kann. Sie setzen sich dafür ein, diese Wege zu erhalten.

Quelle: gät

Biologie Neue Computermodelle sollen die Ausbreitung von Invasionspflanzen vorhersagen.

Das beabsichtigen Forscher des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle und der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Invasionspflanzen sind Gewächse, die nicht in einer bestimmten Region heimisch sind, sondern vom Menschen in diese hineingetragen wurden und sich dort jetzt stark ausbreiten. Als Beispiel führen die Leipziger Umweltforscher den Riesenbärenklau an. Die Pflanze wird bis zu vier Meter hoch und ist giftig; sie wurde vor rund 100 Jahren nach Europa eingeführt als Zierpflanze. Seitdem breitet sie sich stark aus. Wie die Wissenschaftler berichten, dienen ihr dabei vor allem Flüsse und Autoreifen als Verbreitungsweg. Wege wie diese mit Computermodellen vorherberechnen zu können, könnte helfen, sie zu unterbrechen und Schäden zu vermeiden.

Quelle: gät

17.10.2005

Raumfahrt China feiert den Erfolg seines zweiten bemannten Weltraumflugs.

Fünf Tage lang hat die Weltraumkapsel Shenzhou 6 die Erde umkreist, in der vergangenen Nacht setzte sie in der mongolischen Steppe sicher auf. Nach Informationen der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua haben die beiden so genannten Taikonauten den Flug gut überstanden. Wenige Stunden nach der Landung gaben Vertreter des chinesischen Weltraumprogramms bekannt, dass für das Jahr 2007 ein Weltraumflug geplant ist, in dessen Verlauf Taikonauten das Raumschiff verlassen sollen. Vor zwei Jahren hatte China seinen ersten Raumfahrer ins All geschickt, der damals 21 Stunden lang die Erde umkreiste.

Quelle: gät

Medizin Würzburger Wissenschaftler haben den Verlauf einer schweren Muskelkrankheit untersucht.

Dabei haben sie einen neuen Ansatz für eine Therapie gefunden und in der Zeitschrift "Genes & Development" beschrieben. Bei der Krankheit handelt es sich um die so genannte Spinale Muskelatrophie. Je nach Schweregrad sterben die Patienten an Muskelschwäche oder Lähmungen. Die Krankheit ist erblich bedingt. Durch einen genetischen Defekt produziert der Körper zu geringe Mengen eines bestimmten Proteins. Dieser Mangel führt dazu, dass die Nervenzellen im Rückenmark, den Kontakt zum Muskel verlieren und absterben. Das Protein ruft Informationen aus dem Erbgut ab und setzt daraus eine Art Maschine zusammen, die im Zellkern eine wichtige Rolle spielt. Werden im Körper zu wenige Proteine produziert, entstehen auch weniger Maschinen – und die Nervenzellen gehen zugrunde.

Quelle: gät

Paläontologie Dinosaurier ließen den Kopf nicht nur hängen …

… sondern waren auch in der Lage, den Kopf in luftige Höhen zu heben - dank eines pneumatischen Systems. Diesem System sind Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums in Basel in der Schweiz auf die Spur gekommen mit Hilfe der Computertomographie und der Neutronenradiographie. Beide Verfahren lieferten den Forschern ein genaues Bild vom Innenleben der Halswirbelknochen der Saurier. Diese Knochen waren demnach innen mit weichem Material gefüllt. Das reduzierte das Gewicht des Halses. Um die Wirbel herum war ein mehrteiliges Schlauchsystem angelegt, in dem Luft war. Diese Schläuche stabilisierten den Hals in seiner normalen Haltung, mehrere Bänder verhinderten außerdem, dass der Hals nach unten sackte. Dank dieses Systems konnten Saurier wie der pflanzenfressende Diplodocus ihren Kopf seitlich drehen und gleichzeitig auf und ab bewegen, um an ihre Pflanzennahrung zu kommen.

Quelle: gät

Genforschung Ein Eiweiß ist der Grundstoff für einen natürlichen Supergummi.

Australischen Wissenschaftlern ist es nun gelungen, diesen Gummi im Labor herzustellen, und zwar mit Hilfe eines Gens aus dem Erbgut der Taufliege. Darüber berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Nature". Demnach isolierten die Forscher das Gen, das für die Herstellung so genannter Resilin-Moleküle verantwortlich ist. Resilin ist ein Eiweiß, das zum Beispiel Flöhen ihre enorme Sprungkraft verleiht. Die Forscher schleusten das Gen in das Erbgut eines Bakteriums ein. Und das begann daraufhin, eine Vorstufe des Resilin zu produzieren. Durch Bestrahlung wandelte sich dieser Stoff dann in den gewünschten Supergummi um. Die Wissenschaftler wollen Resilin eines Tages in Prothesen einsetzen, zum Beispiel in künstlichen Bandscheiben.

Quelle: gät

Medizin Ein Stamm des Vogelgrippe-Erregers H5N1 ist bereits resistent.

Und zwar gegen das Grippemedikament Tamiflu. Das berichten japanische Forscher der Universität Tokio in der Zeitschrift "Nature". Demnach wurde der Virenstamm bei einem vietnamesischen Mädchen isoliert, das sich – möglicherweise - bei seinem Bruder angesteckt hatte und nicht, wie bei den bisher bekannten Krankheitsfällen, durch Kontakt mit infiziertem Geflügel. Die Wissenschaftler hatten mit dem isolierten Virus Frettchen infiziert und an ihnen die Wirkung verschiedener Grippemedikamente getestet. Den Wissenschaftlern zufolge war das Virus gegen Tamiflu bereits resistent, ließ sich aber mit einem anderen Wirkstoff bekämpfen, der unter dem Produktnamen "Relenza" bekannt ist.

Quelle: gät

Paläontologie Vogelähnliche Saurier jagten schon im Jura-Zeitalter.

Darauf deutet der Fund eines sehr alten Dromäo-Saurier-Fossils in Argentinien hin. Diese Saurierart war etwa so groß wie ein Hahn und fraß Fleisch; ihr Skelett glich bereits dem heutiger Vögel. Das berichten Forscher aus Argentinien und den USA in der Zeitschrift "Nature". Die Wissenschaftler schließen aus dem Fund, dass frühe Formen dieses Sauriers bereits vor 180 Millionen Jahren, im Jura-Zeitalter, den Urkontinent bevölkerten. Paläontologen gingen bislang davon aus, dass die ersten Exemplare dieser Dinosauriergruppe erst deutlich später, nämlich in der Kreidezeit, auftauchten.

Quelle: gät

14.10.2005

Technik Dem Galileo-Projekt könnte das Geld ausgehen.

Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hat Deutschland im Rat der Europäischen Weltraumagentur ESA eine Aufstockung der Mittel für das Satellitennavigationssystem abgelehnt. Damit droht dem Projekt innerhalb der nächsten Wochen das Geld auszugehen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise von Galileo Industries. Hintergrund des Streites ist, dass der deutsche Verkehrsminister verlangt, deutsche Unternehmen aus seiner Sicht angemessen an dem Projekt und der finanziellen Unterstützung zu beteiligen. Außerdem will die Bundesregierung, dass das Hauptkontrollzentrum des Systems in Deutschland errichtet wird.

Quelle: gät

Raumfahrt Shenzou korrigiert seinen Kurs.

Die chinesische Raumkapsel war gestern etwas vom Kurs abgekommen und näher an die Oberfläche der Erde herangezogen worden. Die Taikonauten zündeten daher für einige Sekunden die Triebwerke der Kapsel und brachten sie auf den alten Kurs zurück. Wie lange die Raumfahrer noch im All bleiben werden, ist unklar. Chinesische Zeitungen schrieben vor dem Start, der Flug könne drei bis fünf Tage dauern. Die Shanghaier "Morning Post" berichtete allerdings, die Kapsel solle morgen landen. Der Esa ist unterdessen der Start einer Ariane 5 geglückt. Die Rakete transportierte einen zivilen und einen militärischen Fernmeldesatelliten ins All.

Quelle: gät

Genetik 20 Prozent des menschlichen Genoms sind durch Patente geschützt.

Das schreiben Forscher des Massachusetts Institute of Technology im Fachblatt "Science", Band 310, Seite 239. Die Wissenschaftler hatten eine Karte des menschlichen Genoms erstellt, aus der hervorgeht, welche Gene welchen US-Firmen als geistiges Eigentum mit einem Patent geschützt wurden. Demnach sind von den 291 Genen, die mit Krebs in Verbindung gebracht werden, knapp die Hälfte durch Patente geschützt, manche Sequenzen darunter auch mehrfach. Insgesamt sind derzeit 4270 Patente auf menschliche Gene an US-Firmen ausgegeben worden.

Quelle: gät

Medizintechnik Ein winziger Korkenzieher soll Blutgerinnsel entfernen.

Das hoffen Forscher des Lawrence Livermore National Laboratorys in den USA. Im Fachblatt "Optics Express", Band 13, Seite 8204, beschreiben sie ihre neue Technik, mit der Blutgerinnsel aus Adern entfernt werden sollen: Die Wissenschaftler haben ein mit Platin versetztes Kunststoff-Stäbchen auf einer Glasfaser befestigt. Gemeinsam werden diese in eine verstopfte Ader geschoben. Danach schicken die Techniker einen Laserstrahl durch die Glasfaser. Dadurch heizt sich das Stäbchen auf, formt eine korkenzieherförmige Spirale und hakt sich in dem Gerinnsel fest. Dann kann das Gerinnsel verschoben und so die Ader wieder geöffnet werden. Nach Angabe der Wissenschaftler haben sie ihre Technik im Labor bereits erfolgreich getestet.

Quelle: gät

Biologie Prionen im Mäuse-Urin.

Mit Prionen infizierte Mäuse scheiden die ansteckenden Eiweiße im Urin aus. Voraussetzung ist, dass die Tiere zusätzlich unter einer häufig auftretenden Nierenentzündung leiden. Das notieren Forscher der Universität Zürich im Fachblatt "Science", Band 310, Seite 324. Prionen sind ungewöhnlich geformte Eiweiße, sie rufen beim Menschen, bei Rindern und Schafen Hirndeformationen hervor. Die Forscher hatten Mäuse mit und ohne Nierenentzündung mit Scrapie hervorrufenden Prionen infiziert. Dabei stellten sie fest, dass bei den Tieren mit Nierenentzündung die Prionen über den Urin ausgeschieden werden. Auf diese Weise könnten sich Wildtiere, die in Herden leben wie Rotwild oder Schafe gegenseitig anstecken, zeigen sich die Wissenschaftler überzeugt.

Quelle: gät

Biologie Forscher beobachten die Entstehung einer neuen Pflanzenart.

Wissenschaftler der Universität Tsukuba in Japan haben Einzeller entdeckt, die zum Teil aus einer fressenden Zelle und zum Teil aus einer Grünalge bestehen. Dabei hat die fressende Zelle ihre Energieversorgung auf Photosynthese umgestellt und wird durch die Grünalgen-Zelle versorgt. Einen solchen Einbau einer kompletten Zelle in eine andere bezeichnen Biologen als Endo-Symbiose. Die Japanischen Forscher sind überzeugt, mit ihrem Fund eine solche Endo-Symbiose zum ersten Mal im Entstehen beobachten zu können. Denn die von ihnen beobachtete Zelle bildet bei Teilungen Töchter, die entweder fressen oder Photosynthese betreiben. Die Wissenschaftler schließen in "Science", Band 310, Seite 287, daraus, dass der Vereinigungsprozess der beiden Zellarten noch nicht abgeschlossen ist. Erst wenn bei Teilungen zwei gleiche Tochterzellen entstehen, ist die Symbiose perfekt - und damit eine neue Pflanzenart entstanden.

Quelle: gät

Klimaforschung Regenschauer werden durch den Klimawandel heftiger.

Vor allem Regenfälle in Nordeuropa, und Nordasien werden künftig heftiger ausfallen, auch Schneestürme in diesen Regionen werden an Stärke zunehmen. Das schreiben Forscher des Nationalen Zentrums für Atmosphärenforschung der USA im Fachblatt "Geophysical Research Letters". Die Autoren hatten die Ergebnisse von neun Klima-Modellen analysiert. Demnach werden die Regenfälle am stärksten über den Tropen zunehmen. Ähnlich wie in Europa werden Niederschläge über dem Nordwesten und Nordosten der USA, der Ostküste von Asien und dem Südwesten von Australien an Heftigkeit zunehmen.

Quelle: gät

13.10.2005

Archäologie Die Chinesen haben (doch) die Nudel erfunden.

Archäologen der chinesischen Akademie der Wissenschaften haben im Nordwesten des Landes einen Napf mit Nudeln ausgegraben, der vor 4000 Jahren dem Verspeisen entging. Wie die Forscher im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 967, schreiben, entdeckten sie die steinzeitlichen Teigwaren bei der Ausgrabung einer Siedlung unter einer drei Meter dicken Schicht aus Lehm. Die Nudeln dürften dem Bericht der Forscher zufolge bereits wie heute aus einem Teig gefertigt worden sein, der in die Länge gezogen und dann gekocht wurde. Allerdings verwendeten die Chinesen seinerzeit Hirse, während heute üblicherweise Weizen die Grundlage bildet. Italien, Arabien und China beanspruchen die Erfindung der Nudel für sich. Chinas Anspruch dürfte jetzt durch den Fund erhärtet sein.

Quelle: gät

Medizin Ein neues Antibiotikum könnte gegen resistente Bakterien helfen.

Forscher aus Dänemark stießen auf den Stoff, als sie den Glänzenden Schwarzborstling untersuchten. Das ist ein Pilz, der in den Kieferwäldern Nordeuropas gedeiht. Die Wissenschaftler tauften das bislang unbekannte Antibiotikum Plectasin. Wie sie in dem Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 975, schreiben, gehört es zu einer Stoffgruppe, die bislang nicht in Pilzen nachgewiesen werden konnte, wohl aber beim Menschen. Das Pilz-Antibiotikum wirkt sehr stark gegen Bakterien. Die Wissenschaftler hoffen, das Plectasin gegen Bakterienstämme einsetzen zu können, die bereits gegen die meisten anderen Antibiotika immun geworden sind. Erste Tierversuche seien erfolgreich verlaufen, ergänzen sie ihren Bericht.

Quelle: gät

Planetologie Tempel 1 ist ein eisiger Staubball.

Das notieren Forscher des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite, 987. Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe einer Spezialkamera an Bord der Esa-Sonde Rosetta verfolgt, wie das Nasa-Projektil Deep Impact auf dem Kometen Tempel 1 einschlug. Die erste Auswertung der dabei gewonnenen Bilder deutet darauf hin, dass der Komet mehr Staub als Wasser enthält. Bislang hatten Astronomen vermutet, dass Kometen zum großen Teil aus gefrorenem Wasser bestehen.

Quelle: gät

Klimatologie Der Atlantik bestimmt das Wetter in Afrikas Regenwald.

Zu diesem Ergebnis kommen Klimaforscher aus Bremen im Fachblatt "Nature", Band 437, Seite 1003. Die Wissenschaftler des Forschungszentrums Ozeanränder hatten die Klimageschichte Zentralafrikas für die letzten 20.000 Jahre anhand von Sedimenten rekonstruiert, die sie im Kongo-Delta gesammelt hatten. Bei der Analyse dieser Sedimente stellten die Forscher fest, dass der Temperaturunterschied zwischen dem südlichen und dem mittleren Atlantik entscheidend ist für den Regen, der in Zentralafrika fällt: je größer dieser Temperaturunterschied ist, desto stärker ist der Passat, der vom Landesinnere aufs Meer hinaus weht. Und je stärker der Passat weht, desto mehr Wolken werden aufs Meer getragen. Über dem Kontinent regnet es dann weniger. Bereits im Mai hatten US-Forscher anhand von Klimamodellen berechnet, dass die Temperatur des Atlantik entscheidend ist für die Regenmenge in Afrika.

Quelle: gät

Technik Die wirtschaftlichste Gasturbine der Welt entsteht bei Ingolstadt.

Die Turbine soll nach Angaben von Industrieentwicklern einen Wirkungsgrad von 60 Prozent erreichen. Das sind zwei Prozentpunkte besser als die bislang wirtschaftlichste Gasturbine. Die Verbesserung des Wirkungsgrades soll den Ausstoß von Kohlendioxid um rund 40.000 Tonnen im Jahr reduzieren. Die Ingenieure haben für die Turbine neue Materialien für die Schaufeln, einen neuen Brenner sowie Dichtungen entwickelt. Die Turbine soll 2007 in Betrieb gehen und zunächst 340 Megawatt leisten.

Quelle: gät

Technik Das Handy von morgen erkennt seinen Besitzer am Schritt.

Forscher aus Finnland haben ein Sicherungssystem entwickelt. das den unbefugten Gebrauch von Mobiltelefonen, Notebooks oder anderen tragbaren digitalen Geräten verhindern soll. Das System registriert beim ersten Einschalten mit Hilfe von Sensoren typische Bewegungen seines Benutzers beim Gehen. Diese Daten speichert es und vergleicht bei jedem neuen Gebrauch die gespeicherten mit neu gemessenen Daten. Stimmen diese nicht überein, sperrt das Sicherheitssystem das Gerät. Die Techniker sind überzeugt, dass auf diese Art ein gestohlenes Mobiltelefon für den Dieb unbenutzbar wird. Sie wollen jetzt eine ähnliche Technik für Kreditkarten entwickeln.

Quelle: gät

11.10.2005

Biologie Schweizer Forscher haben ein "Murmeltier-Gen gefunden.

Bei der Untersuchung von rund 4.300 Versuchsteilnehmern haben Forscher der Universität Zürich entdeckt, dass eine Variante eines Gens Menschen besonders tief schlafen lässt. Schläfer mit dieser Form des so genannten Adenosin-Desaminase-Gens wachten auch während der Nacht seltener auf, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS. Es gebe auch einen direkten Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und dem Schlafbedürfnis eines Menschen.

Quelle: mawi

Biologie Springspinnen mögen es blutig.

Moskitos, die sich mit Blut von Wirbeltieren voll gesaugt haben, sind die bevorzugte Nahrung von ostafrikanischen Springspinnen. Das berichten Forscher der Canterbury-University, Christchurch, im Fachblatt PNAS. Im Laborversuch bekamen die Spinnen männliche und weibliche Moskitos, diverse andere Insekten und Spinnen als Nahrung angeboten. Mit Abstand am liebsten verspeisten die Springspinnen weibliche blutgesättigte Moskitos. Es handele sich um den ersten bekannten Räuber, der seine Beute nach dessen Ernährungsgewohnheiten aussuche, so die Forscher. Springspinnen besitzen keine Mundwerkzeuge, mit denen sie Blut direkt aus Wirbeltieren saugen könnten.

Quelle: mawi

Biologie Die Farbe "Rot" ist die Waffe der Ahornbäume.

Im Herbst leuchten die Blätter von Ahornbäumen intensiv dunkel-rot. Verantwortlich dafür sind eigens gebildete Pigmente - so genannte Anthocyane. Warum Ahornbäume solch aufwändige Farbstoffe produzieren, haben US-amerikanische Forscher der Colgate-University in Hamilton jetzt in Laborversuchen herausgefunden: Der Farbstoff wirkt wie ein Unkrautvernichtungsmittel, es hemmt die Keimfähigkeit von Samen und das Wachstum von jungen Pflanzen. Nachdem Ahornbäume ihr Laub abgeworfen haben, gelangen die Anthocyane nach und nach ins Erdreich und verhindern so, dass in direkter Nachbarschaft des Baumes konkurrierende Pflanzen wachsen.

Quelle: mawi

Medizin Der nationale Krisenstab berät morgen über Maßnahmen gegen die Vogelgrippe.

Nach dem Bekanntwerden von Vogelgrippe-Verdachtsfällen in Rumänien und der Türkei hat die Bundesregierung für morgen den nationalen Krisenstab von Bund und Ländern einberufen. Bei dem Treffen solle über mögliche Schutzmaßnahmen beraten werden, teilte das Verbraucherschutz-Ministerium heute in Berlin mit. Der Krisenstab will bei seiner Tagung Tierseuchenexperten des Friedrich-Loeffler-Institutes anhören. Sollte sich herausstellen, dass das in der Türkei erkrankte Geflügel tatsächlich mit dem Virus H5N1 infiziert sei, würden vorbereitete Notfallpläne in Kraft gesetzt, teilte das Ministerium mit.

Quelle: mawi

Medizin Auch Schildkröten profitieren von Viagra.

Bei der Behandlung von Erektionsstörungen haben industriell gefertigte Medikamente traditionelle chinesische Heilmittel verdrängt, berichten Forscher der Universitäten Sydney und Alaska im Fachblatt "Environmental Conservation". Für acht Tierarten nehme so die Bedrohung ab, zu Salben oder Pulvern verarbeitet zu werden - darunter : Seehunde, Seelöwen, Seepferdchen, bestimmte asiatische Hirscharten, Schildkröten sowie Geckos. Weiterhin bedroht seien aber Tiger und Nashörner, berichten die Forscher nach Umfragen in Hongkonger Krankenhäusern, die traditionelle chinesische Heilmethoden anwenden.

Quelle: mawi

Raumfahrt Voraussichtlich starten morgen zwei Taikonauten ins All.

Vom Raumfahrtzentrum in der Wüste Gobi aus sollen morgen zwei Taikonauten zum zweiten bemannten chinesischen Raumflug aufbrechen. Der Start des Raumschiffes "Shenzou VI" soll live im Fernsehen übertragen werden. Die Sendung beginne zwischen 8.00 und 9.00 Uhr Ortszeit, hieß es. - also zwischen zwei und drei Uhr nachts MESZ. Zwei Jahre nach dem ersten bemannten Raumflug, bei dem Yang Liwei die Erde 14 Mal umkreiste, sollen die Taikonauten diesmal fünf Tage lang im All bleiben.

Quelle: mawi

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