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31.10.2005

Medizin Ein Gel schützt vor dem HIV-Erreger.

Amerikanische Wissenschaftler der Cornell-Universität in Ithaca haben das Gel entwickelt. Es ist ein so genanntes Mikrobiozid - also ein chemischer Stoff, der bestimmte Mikroben abtötet. Darüber berichten die Wissenschaftler in der online-Ausgabe der Zeitschrift „Nature“, doi 10.1038/nature04055. Demnach besteht das Mikrobiozid aus Molekülen; die ein bestimmtes Protein blockieren, an das die HI-Viren andocken. Die Viren können deshalb nicht in die Zellen der Schleimhaut eindringen. Das Gel wird über die Vagina eingeführt. Wie die Wissenschaftler berichten, hat es sich bei Versuchen mit Rhesusaffen als hochgradig wirksam herausgestellt.

Quelle: kar

Genetik Wissenschaftler sind der Schreib- und Leseschwäche auf der Spur.

Forscher der Yale-Universität in New Haven haben nun ein weiteres Gen entdeckt, das für die neurologische Erkrankung mit verantwortlich ist. Die Wissenschaftler untersuchten das Erbgut von mehr als 150 Familien mit einer Veranlagung für Legasthenie. Dabei entdeckten die Forscher auf einem der Chromosomen ein verdächtiges Gen. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift PNAS berichten, war bei Legasthenikern dieses Gen defekt. Ihm fehlten - so die Forscher - etliche Bausteine aus dem Erbgut.

Quelle: kar

Meteorologie Der Klimawandel wird Deutschland heftige Sturmfluten bescheren.

Das haben elektronische Modellrechnungen des Instituts für Küstenforschung am GKSS Forschungszentrum in Geesthacht südlich von Hamburg ergeben. Die Wissenschaftler haben untersucht, welche Auswirkungen der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid oder Methan auf die Sturmfluten an der Nordseeküste haben könnte. Dabei kam heraus, dass zwischen den Jahren 2070 und 2100 die Wasserstände bei Sturm dort voraussichtlich um bis zu 40 Zentimeter höher liegen werden als heute. In Hamburg könnte der Wasserstand sogar um bis zu 70 Zentimeter steigen. Die Deiche seien dafür aber auf Dauer nicht gerüstet, sagen die Wissenschaftler. Einen Schutz für die Küste gebe es nur bis zum Jahr 2030.

Quelle: kar

Medizin Wissenschaftler blicken Alzheimer ins Auge.

Bei Patienten lagern sich so genannte Amyloid-Beta-Moleküle ab. Und die lassen sich mit Hilfe eines neuen Verfahrens sichtbar machen; dieses Verfahren haben Forscher der Harvard Medical School entwickelt. Demnach wird zuerst ein schwacher Infrarotstrahl in das Auge des Alzheimer-Patienten geschickt. Haben sich in der Linse Proteinklumpen abgelagert, streuen die einen Teil des Laserlichts zurück. Um sicher zu gehen, träufeln die Forscher dann in das Auge Tropfen mit fluoreszierenden Molekülen. Die lagern sich an die Proteinklumpen an. Wird das Auge mit Licht bestrahlt, beginnt die Linse zu leuchten.

Quelle: kar

Politik Der Streit um das Bundesforschungsministerium ist offenbar beigelegt.

Demnach gibt die zukünftige Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan von der CDU fünf Bereiche an den künftigen Wirtschaftsminister Edmund Stoiber von der CSU ab. Das sagte Schavan dem „Berliner Tagesspiegel“. Es soll sich um die Bereiche Raumfahrttechnik sowie vier Referate aus dem Ressort Neue Technologien handeln, im einzelnen Nanotechnologie, Optische Technologien, Mikrosystemtechnologie und Produktionstechnologie. Stoiber hatte im Streit um die Ressortverteilung angekündigt, in Bayern zu bleiben, wenn man seinen Wünschen nicht entspreche.

Quelle: kar

Neurologie Wer sich etwas merken will, muss hören.

Das haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden. Die Forscher zeigten Versuchspersonen Bilder mit Gegenständen. Dabei beobachteten sie die Gehirnaktivität mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie. Anschließend wurden die Testpersonen nach ihrer Erinnerung befragt. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass sich ein gesehenes Bild erst in dem Moment mit einem Begriff verbindet, wenn es von der Versuchsperson auch gehört wird. Das heißt, das Sehen allein reicht nicht aus, das Hören gehört dazu.

Quelle: kar

28.10.2005

Forschungspolitik Der Zuschnitt des Forschungsministeriums ist weiter unklar.

Eine Lösung könnte sich jedoch abzeichnen. Demnach erhielte das Wirtschaftsministerium die Zuständigkeit für die neuen Technologien. Medizin und Biologie verblieben dann im Forschungsministerium. Welche Referate allerdings den Dienstherren wechseln sollen, ist noch unklar. Auf einer Pressekonferenz erklärte die designierte Kanzlerin Angela Merkel, dass der Zuschnitt des Wirtschafts- und damit auch des Forschungsministeriums noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Eigentlich war die Entscheidung darüber, wie die Ministerien zugeschnitten werden, für den Donnerstag erwartet worden.

Quelle: gät

Genetik Pflanzen mit einem Einzeller-Gen sind extrem widerstandsfähig.

Wissenschaftler der Universität von North-Carolina haben ein Gen einer auf Vulkanen siedelnden Tiefsee-Mikrobe in eine Pflanzenzelle übertragen. Das Gen sorgt für die Produktion eines Eiweißes, mit dem die Mikrobe sowohl Temperaturen von rund 100 Grad Celsius übersteht als auch einen plötzlichen Temperatursturz auf rund 0 Grad Celsius. Wie die Forscher berichten, haben sie dieses Gen erfolgreich in Pflanzenzellen von Tabak, Senf und der Ackerschmalwand eingepflanzt. Auch diese Pflanzen konnten anschließend mit Stress durch extreme Bedingungen besser fertig werden. Die Wissenschaftler sehen in ihrem Ergebnis den ersten Schritt, Pflanzen zu entwickeln, die unter extremen Bedingungen gedeihen. Ein Fernziel könnte eine Pflanze für den Mars sein.

Quelle: gät

Technologiepolitik Die Galileo-Finanzierung ist gesichert.

Die Esa hat den fehlenden Betrag von 400 Millionen Euro für die Startphase des Projektes durch Umschichtungen aus anderen Etats gewonnen. Um die Erhöhung des Budgets für das europäische Satellitennavigationssystem hatte es bis zuletzt Streit gegeben. Die Bundesregierung hatte sich geweigert, einer Erhöhung ohne Gegenleistung zuzustimmen. Sie forderte, das Kontrollzentrum für Galileo in Oberpfaffenhofen bei München einzurichten. Durch die Umschichtung aus anderen Mitteln hat die Esa diesen Streit zunächst umgangen und kann den Bau der ersten Satelliten wie geplant ausschreiben.

Quelle: gät

Katastrophenschutz Bäume an der Küste schützen vor Flutwellen.

Das notieren Forscher aus Dänemark im Fachblatt „Science“, Band 310, Seite 643. Die Wissenschaftler hatten nach dem Tsunami im Indischen Ozean einen Küstenstreifen von 21 Kilometern Länge untersucht. Auf einigen Stecken hatte zum Zeitpunkt der Flutwelle ein Saum von Mangroven gestanden. Wie die Forscher schreiben, hätten die Dörfer hinter diesen Bäumen deutlich weniger Schäden durch den Tsunami aufgewiesen als Ortschaften, vor denen nichts wuchs. Daher könnten Mangrovenwälder dazu beitragen, vor Flutwellen etwas Schutz zu bieten. An Stellen, an denen diese Bäume nicht gedeihen, könnte der Schutz von Dünen oder anderer küstennaher Wälder einen vergleichbaren Schutz bieten, fügen die Wissenschaftler hinzu.

Quelle: gät

Forschungspolitik Die USA sollen wieder russische Weltraumtechnik kaufen dürfen.

Das beschloss das Repräsentantenhaus in Washington. Es hebt damit ein Embargo gegen Russland aus dem Jahr 2000 teilweise auf. Bis zum Jahr 2011 soll die Nasa Raumflüge bei der Russischen Raumfahrtagentur buchen dürfen. Das Embargo soll gelockert werden, weil der Shuttle mindestens bis März 2006 am Boden bleiben wird, und die Nasa die ihr durch einen Vertrag zugestandenen 11 kostenlosen Mitflüge an Bord von Sojus-Kapseln ausgeschöpft hat. Weitere Flüge will sich die russische Weltraumagentur jetzt bezahlen lassen. Bliebe das Gesetz in Kraft, dürfte die Nasa unter dieser Bedingung nicht mitfliegen, und könnte keine Astronauten mehr zur ISS schicken. Im Jahr 2000 hatte die US-Regierung ein Gesetz beschlossen, das den Kauf von Raketen oder Raumfahrt-Dienstleistungen über die Zusammenarbeit an der ISS hinaus verbot. Als Grund führte die US-Regierung die russische Lieferung von Atomtechnik an den Iran an.

Quelle: gät

Raumfahrt Ein Software-Fehler in der Trägerrakete ließ Cryosat abstürzen.

Das teilte die Esa in Paris mit. Demnach hat ein Programm-Fehler verhindert, dass die Triebwerke der zweiten Stufe der russischen Trägerrakete abgestellt wurden. Als Folge konnte sich die dritte Stufe nicht lösen und den Satelliten in eine Umlaufbahn tragen. Stattdessen stürzten beide ab. Die russischen Betreiber der Rockot-Rakete wollen jetzt das Programm ändern. Die Esa hatte fünf Jahre an den Projekt gearbeitet. Das Cryosat-Programm hatte 135 Millionen Euro gekostet und sollte neue Daten zum Verständnis des Klimawandels sammeln.

Quelle: gät

27.10.2005

Genetik Eine Knochenmarkspende kann den genetischen Fingerabdruck verändern.

Das berichten Forscher des Alaska State Scientific Crime Detection Laboratory in Anchorage auf einem Humangenetikertreffen in Salt Lake City. Die Wissenschaftler führten einen Fall an, bei dem ein Verdächtiger durch einen Gendatenbank-Vergleich als Schuldiger an einem Sexualdelikt ausgemacht wurde. Das Problem war allerdings, dass der Mann zum Zeitpunkt der Tat im Gefängnis saß. Die Ermittler untersuchten den Fall daher weiter und fanden heraus, dass der Verdächtige vor Jahren eine Knochenmarkspende erhalten hatte. Das Genprofil des Spenders fand sich in vielen Blutzellen des Verdächtigen. Wie sich herausstellte, hatte der Spender die Tat begangen. Die Forscher warnen angesichts dieses Falles vor einem blinden Vertrauen in den genetischen Fingerabdruck.

Quelle: gät

Chemie Sprengstoff im Atem kann Terroristen auffliegen lassen.

Das berichtet das britische Wissenschaftsjournal „New Scientist“ in seiner Ausgabe vom 29. Oktober, Seite 28. Demnach haben Forscher aus New Jersey ein Diagnosegerät entwickelt, das mit Hilfe eines Gaschromatographen und eines Massenspektrometers eigentlich frühe Spuren von Lungenkrebs finden soll. Bei einem Test mit Arbeitern, die mit Sprengstoff umgehen müssen, entdeckten die Entwickler, dass ihr Gerät auch Substanzen in der Atemluft registriert, die auf Dynamit, TNT oder T4 hindeuten. In einer Kontrollgruppe fanden sich diese Spuren nicht. Daher, so die Forscher, könnten Bombenbauer durch einen einfachen Atemtest erkannt werden. Weil das Analysegerät sehr empfindlich ist, hoffen die Forscher, aus ihrer Technik einen zuverlässigen Detektor für Flughäfen oder Bahnhöfe entwickeln zu können.

Quelle: gät

Astronomie Der Saturnmond Prometheus wirbelt einen Ring durcheinander.

Das geht aus Bildern hervor, die die Raumsonde Cassini bereits im vergangenen Jahr aufgenommen hat. Forscher der University of London haben diese jetzt ausgewertet und die Ergebnisse im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 1326, veröffentlicht. Auf den Bildern ist zu sehen, wie der Mond Prometheus alle 14 Stunden und 42 Minuten durch den Bereich des Saturn-Ringes F zieht. Dabei zieht seine Schwerkraft einen Teil der Staubkörnchen mit sich. Zurück bleibt eine Lücke, die sich nur langsam regeneriert. Bis jetzt ist ein derartiger Einfluss eines Mondes auf einen Ring noch nie beobachtet worden.

Quelle: gät

Physik Eine Schaum-Atmosphäre zöge Flugzeuge nach unten.

Dieses Ergebnis seiner Experimente veröffentlicht ein Forscherteam aus Frankreich in den „Physical Review Letters“. Die Wissenschaftler hatten einen feinen Schaum erzeugt und damit eine Tragfläche umspült. Den Vorgang filmten sie mit einer Videokamera und maßen die Kraft, die auf den Flügel wirkte. Der Schaum strömte zwar auf der Oberseite der Tragfläche schneller als auf der Unterseite, genau wie Luft. Doch während das bei Flugzeugen in der Luft für Auftrieb sorgt, saugten die Bläschen unterhalb der Tragfläche diese nach unten. Soll in Schaum der Effekt der Tragfläche genutzt werden, müsse diese umgedreht werden, folgern die Forscher. Die Physiker hoffen, ihre Erkenntnisse bei der Produktion von Granulaten und Polymeren sowie für die Förderung von Erzen anwenden zu können.

Quelle: gät

Biologie Der Lachshai hält sich mit Muskeln warm.

Während das ihn umgebende Wasser nur sechs Grad Celsius misst, herrschen im Körperinneren des Hais 26 Grad. Das berichten Forscher aus Vancouver in Kanada im Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 1349. Die Wissenschaftler hatten die Temperaturen von drei Lachshaien gemessen und waren dabei auf die überraschende Temperaturdifferenz gestoßen. Normalerweise passen sich Fische auch im Körperinneren der Umgebungstemperatur an. Der Lachshai dagegen verhält sich ähnlich wie ein warmblütiges Tier. Der Hai benötigt die verhältnismäßig hohe Körpertemperatur für seine Schwimmmuskeln. Diese halten sich durch permanente Bewegung selbst warm.

Quelle: gät

Physik Magnetfelder beeinflussen die Ausbreitung von Wärme in Kristallen.

Das berichten Physiker des Max Planck Instituts für Festkörperforschung und des CNRS-Forschungsinstituts in Grenoble im Fachblatt „Physical Review Letters”. Die Wissenschaftler hatten ein Kristallstäbchen auf fünf Grad Kelvin abgekühlt. Dann erwärmten sie ein Ende des Stäbchens und legten senkrecht dazu ein Magnetfeld an. Bei den Messungen zeigte sich, dass der Wärmetransport durch das Kristallgitter von dem Magnetfeld abgelenkt wurde. Ein ähnlicher Effekt ist beim Stromfluss als Hall-Effekt bekannt. Wie die Autoren schreiben, ist es ihnen zum ersten Mal gelungen, diesen Effekt auch für den Wärmetransport nachzuweisen. Sie wollen ihn jetzt zur Analyse von Gitterschwingungen einsetzen.

Quelle: gät

Mikrobiologie Bakterien reinigen Abwasser mit Raketentreibstoff.

Den Einsatz eines ungewöhnlichen Bakteriums in der Kläranlage von Rotterdam beschreibt das Fachblatt „Nature“, Band 437, Seite 1227. Das Bakterium //Brocadia anammoxidans// wird dort in einem Reaktor genutzt, um Ammoniak einfacher als bisher zu zersetzten. Das Bakterium selbst ist erst seit kurzem bekannt. Biologen fasziniert besonders sein Stoffwechsel: Es gewinnt Energie aus Ammoniak, das es unter Sauerstoff-Abschluss zu Stickstoff umwandelt. Dabei entsteht als ein Zwischenprodukt Hydrazin; eine sehr giftige Substanz, die als Raketentreibstoff verwendet werden kann. Wissenschaftler vermuten, dass die Bakterien die Ammoniak-Umwandlung mit dieser Substanz in Gang halten.

Quelle: gät

26.10.2005

Medizin Impfung von Kindern hilft auch Erwachsenen.

Seitdem im Jahr 2000 eine Impfung gegen Lungenentzündung bei Kindern eingesetzt wird, sind auch die Fälle von Lungenentzündungen bei älteren Erwachsenen wesentlich zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die heute im Fachjournal JAMA veröffentlicht wurde. Über fünf Jahre hinweg wurden die Lungenentzündungen von mehr als 18.000 Menschen in acht verschiedenen Regionen Nordamerikas untersucht. In dieser Zeit sank die Erkrankungsrate bei über 50-Jährigen um 28 Prozent. Gerade diese Altersgruppe ist besonders gefährdet, einen schweren Krankheitsverlauf gegebenenfalls mit Todesfolge zu erleiden. Aus dem Studienergebnis schlussfolgern die Mediziner: Die Impfung gegen Lungenentzündung sollte in das Routine-Immunisierungsprogramm für Kinder aufgenommen werden.

Quelle: tj

Zoologie Elefanten erkennen die Stoßzähne und die Knochen toter Artgenossen.

Britische Forscher konnten jetzt erstmals wissenschaftliche Beweise dafür finden, dass manche Elefanten zu den Überresten ihrer Artgenossen zurückkehren. Bei Experimenten mit 19 verschiedenen Elefantengruppen beobachteten sie, dass Elefanten tatsächlich in der Lage sind, im Elfenbein oder in Knochen die Überreste einst lebender Artgenossen zu erkennen. Damit unterscheidet sich der Elefant von fast allen anderen Tierarten.

Quelle: tj

Ingenieurwissenschaften Intelligenter Feuermelder erkennt einen falschen Alarm.

Ein neuartiger Feuermelder kann unterscheiden zwischen einer verbrannten Scheibe Toast und einem tatsächlichen Brand in der Küche oder einem anderen Raum. Der Feuermelder, der von der Firma Siemens entwickelt wurde, versieht jeden einzelnen Detektor mit künstlicher Intelligenz und richtet ihn nach den Gewohnheiten und speziellen Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers aus. Der Detektor besteht aus zwei Wärmesensoren, die Temperatur und ihre Schwankungen messen, und zwei optischen Sensoren, die Rauchfarbe und Rauchdicke messen. Die Daten der Sensoren werden in ein neurales Netzwerk eingespeist, in dem die Parameter der jeweiligen Raumes zum Abgleich festgehalten sind. Noch ist der neuartige Feuermelder, der im Januar auf den Markt kommen soll, nur für Unternehmen konzipiert. "Heimversionen" soll demnächst entwickelt werden.

Quelle: tj

Tiermedizin Die Vogelgrippe in Kroatien geht offenbar auch auf die gefährliche H5N1-Virusvariante zurück.

Bei Tests in dem für die EU zuständigen Labor in Großbritannien wurde festgestellt, dass die Vogelgrippefälle in Kroatien wahrscheinlich durch den Virus-Subtyp H5N1 ausgelöst wurden. Das Virus wurde bei sechs toten Schwänen gefunden. Aus Griechenland liegen noch keine endgültigen Ergebnisse über den Typ des Vogelgrippe-Virus vor. Erste Tests hatten keinen Hinweis auf H5N1 ergeben. Unterdessen hat China heute den dritten Ausbruch der Vogelgrippe innerhalb von zwei Wochen gemeldet. Der jüngste Ausbruch wurde bei Hühnern und Enten in der Provinz Hunan entdeckt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat ihre heutige Warnung vor dem Verzehr von rohen Eiern im Laufe des Tages relativiert. Zunächst war aus reiner Vorsicht vor rohen Eiern gewarnt worden, heute Nachmittag hieß es, es deute derzeit nichts darauf hin, dass sich das Vogelgrippe-Virus durch den Verzehr von Eiern und Geflügelfleisch auf den Menschen übertragen könne.

Quelle: tj

Raumfahrt Am Donnerstag startet der erste europäische Studentensatellit ins All.

Wie die Europäische Weltraumorganisation Esa heute mitteilte, soll die russische Trägerrakete vom Typ Kosmos-3M den Studentensatelliten morgen in den Weltraum bringen. Der ursprünglich bereits vor einem Monat geplante Start war wegen technischer Probleme mit einem anderen Satelliten auf derselben Trägerrakete verschoben worden. Über 200 Studenten aus mehr als 20 europäischen Universität haben am "SSETI-Express" mitgearbeitet. SSETI steht für "Student Space Exploration and Technology Initiative". Diese Studentische Weltraum-Erforschungs- und Technologie-Initiative soll den Forschungsnachwuchs stärker in konkrete Weltraummissionen einbinden. Nach Angaben der Esa ist der "Express-Satellit" der erste, komplett von Studenten konzipierte und gebaute Satellit.

Quelle: tj

Biologie Wissenschaftler von der Ludwig-Maximilians-Universität in München wollen mittels Gentechnik Rinder züchten, die BSE-resistent sind.

Wie sie heute mitteilten, sind entsprechende im Reagenzglas gezeugte Rinder-Embryonen bereits Kühen eingepflanzt worden. Noch allerdings sei unklar, ob sich die Embryonen zu lebensfähigen Rindern entwickeln könnten. Bei den Embryonen haben die Forscher die Produktion des Prion-Proteins ausgeschaltet. Dieses Protein spielt im Gehirn eine wesentliche Rolle bei der BSE-Erkrankung: Bei einer Infektion verändert es sich krankhaft und führt zu den typischen BSE-Symptomen. Bislang jedoch - so betonen die Wissenschaftler - sei die Funktion des Prion-Proteins im Körper noch nicht völlig erforscht und somit weder klar, ob das Ausschalten des Proteins BSE-resistent mache, noch ob das Ausschalten nicht im Organismus ungeahnte Schäden hervorruft.

Quelle: tj

Ökologie Die Vegetation in den Alpen verändert sich immer schneller.

Ein Forscherteam aus Deutschland und der Schweiz hat im Bernina-Alpengebiet die Vegetation von Bergspitzen zwischen 3000 und 3300 Metern untersucht und mit Daten aus den 80er und 90er Jahren verglichen. Dabei stellten sie einen immer schnelleren Anstieg der Artenvielfalt fest. Klassischerweise besteht die Gipfelvegetation aus wenigen, den alpinen Bedingungen gut angepassten Arten. Doch im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Artenvielfalt offenbar verdoppelt, stellenweise sogar verdreifacht. Allein in den letzten 20 Jahren haben die Arten um 30 bis 50 Prozent zugenommen. Nach Ansicht der Forscher spiegelt diese Entwicklung den Einfluss der zunehmenden globalen Erwärmung wider.

Quelle: tj

25.10.2005

Biologie Der Menstruationszyklus verändert die Hirnaktivität.

Forscher der Rockefeller-Universität in New York haben Frauen auf die Verarbeitung von Emotionen im Gehirn vor, während und nach ihrer Menstruation untersucht. Wie sie heute in den US-amerikanischen "Proceedings of the National Academy of Sciences“ schreiben, gleichen Frauen die schwankenden Konzentrationen der Hormone Östrogen und Progesteron dadurch aus, dass bestimmte Regionen des Stirnthirns, das für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, verschieden genutzt werden. Die vorderen und mittleren Regionen waren bei den untersuchten Frauen vor der Menstruation verstärkt, während der Monatsblutung jedoch nur noch schwach aktiv. Die Forscher vermuten, dass Störungen an diesem Ausgleich eine Ursache für das Prämenstruelle Syndrom sein könnten.

Quelle: mst

Medizin Beschneidungen verringern das Risiko einer HIV-Infektion.

Das berichten Forscher der Universität Paris im Fachmagazin "PLoS“. Bei ihren Untersuchungen in Südafrika teilten sie die über 3200 heterosexuellen Freiwilligen in zwei Gruppen ein, von denen die Mitglieder einer Gruppe sofort beschnitten wurden. Die Probanden der anderen Gruppe sollten sich während der folgenden 21 Monate dauernden Untersuchung nicht beschneiden lassen. In mehreren Etappen untersuchten die Forscher die Probanden auf mögliche Neuinfektionen mit dem HI-Virus. Dabei entdeckten sie, dass Infektionsrate bei den beschnittenen Männern um 60 Prozent niedriger war als bei Unbeschnittenen. Auf welche Weise der Schutz vor einer Infektion funktioniert, wissen die Wissenschaftler allerdings noch nicht.

Quelle: mst

Biologie Ebola bedroht afrikanische Menschenaffen.

Das schreiben Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig im Fachmagazin "PLoS". Für ihre Studie haben die Forscher genetische Daten des Zaire-Ebola-Stammes ausgewertet, der sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre zunehmend verbreitet hat. Die neuen Daten zeigen den Forschern, dass entgegen bisheriger Annahmen das Virus auf einen einzigen Stamm zurückzuführen ist, der in den frühen 1970er Jahren im Norden der Demokratischen Republik Kongo wütete. Von dort aus breitete sich das Ebola-Fieber zunächst westlich und später nach Osten aus, wobei die Verbreitungsrate entlang des Infektionskorridors jährlich bei etwa 50 Kilometern lag. Das Virus, das schwere innere Blutungen verursacht, hat bereits zehntausende westliche Flachlandgorillas und Schimpansen getötet. Die Forscher hoffen nun, ein wirksames Impfprogramm für die Menschenaffen herstellen zu können.

Quelle: mst

Technik Neue Brennstoffzellen arbeiten mit Biomolekülen...

...und könnten auf diese Weise recycelt werden. Zudem wird das teure Katalysatormaterial Platin und die normalerweise in Brennstoffzellen übliche Membran nicht mehr benötigt. Das schreiben Forscher der Universität Oxford heute in den "Proceedings" der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften. Zwei Enzyme, die aus Pilzen gewonnen werden, sollen zukünftig in Brennstoffzellen Sauerstoff und Wasserstoff zu Strom und Wasser umwandeln. Der Prototyp der Forscher besteht aus einem Plastikröhrchen, in dem zwei Kohlenstoffstreifen enthalten sind, wobei jeder Streifen mit einem der Enzyme beschichtet ist. In dem Röhrchen soll die Luft mit Wasserstoff angereichert und so Strom erzeugt werden, schreiben die Forscher.

Quelle: mst

Biologie Bei Marienkäfern wüten Geschlechtskrankheiten...

...die sie ihrer freizügigen Lebensweise verdanken, da sie im Schnitt im Frühjahr alle zwei Tage ihren Partner wechseln. Das schreiben Forscher der Westaustralischen Universität in Perth heute in einer Online-Vorabveröffentlichung des "Journal of Animal Ecology". Beim Geschlechtsakt der polnischen Zweipunkt-Marienkäfer werden Milben übertragen, die die Weibchen unfruchtbar machen. Die Forscher stellten fest, dass sich die Infektionsrate bei den Käfern innerhalb von zwei Wochen von 20 auf über 80 Prozent erhöhte. Allerdings werden die Weibchen erst nach drei Wochen unfruchtbar, so dass ein Aussterben der Marienkäfer nicht zu befürchten ist.

Quelle: mst

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