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08.03.2010

Biologie Nicht nur im Krankenhaus herrscht die Resistenz.

Auch Bodenbakterien werden zunehmend unempfindlich gegen Antibiotika. Das haben Wissenschaftler aus Großbritannien und den Niederlanden herausgefunden. Sie hatten Erdproben untersucht, die aus einem Zeitraum von über 60 Jahren stammten. Im Erbgut der Bodenbakterien suchten sie nach bestimmten Resistenzgenen. Die Analyse ergab, dass im Lauf der Jahre die Widerstandsfähigkeit zugenommen hatte. Alle Proben stammten aus derselben Region. Daher empfehlen die Forscher nun, auch Mikroben an anderen Orten auf Resistenzen gegen Antibiotika zu prüfen. //[reu]//

Medizin "Gehirnwäsche" kann Babys retten.

Frühgeborenen Kindern, die unter einer Gehirnblutung leiden, kann eine spezielle Technik helfen, bei der das Gehirn der jungen Patienten langsam gespült wird. Das berichten Mediziner aus dem englischen Bristol. Den Kleinkindern werden zwei Röhrchen in die mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume im Gehirn eingeführt. Ungefähr drei Tage lang fließt dann eine Ersatzflüssigkeit durch die Kammern und spült das Blut heraus. In einer randomisierten Studie konnten die Mediziner zeigen, dass die Überlebenschancen der Kleinkinder dadurch deutlich steigen, verglichen mit denen von Babys, die eine Standard-Behandlung erhalten. //[reu]//

Physik Einstein-Manuskript erblickt das Licht der Öffentlichkeit.

Die Israelische Akademie der Wissenschaften hat gestern weltweit zum ersten mal das Originalmanuskript der Relativitätstheorie von Albert Einstein ausgestellt. Bis zum 25. März ist der Text in Jerusalem zu sehen. Das Manuskript ist 1916 entstanden und umfaßt 46 Seiten. Einstein hatte es im Jahr 1925 der Hebräischen Universität Jerusalem zu ihrer Gründung übereignet. //[reu]//

Geologie Erdbeben fordert Menschenleben.

Bei einem Erdbeben der Stärke Sechs sind im Osten der Türkei knapp 60 Menschen ums Leben gekommen. Das Land wird öfter von Erdstößen erschüttert, denn die Kontinentalplatten von Afrika und Eurasien stoßen dort aneinander. Deutsche und holländische Seismologen erklärten, das Beben in der Türkei stehe in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Katastrophen in Haiti und Chile. //[reu]//

Physik Plastik leitet Wärme.

Amerikanischen Forschern ist es gelungen, einen der industriell meistgenutzten Kunststoffe in einen Wärmeleiter zu verwandeln. Sie haben dazu Polyethylen aus einer Lösung heraus zu einem hauchdünnen Faden gezogen. In der Längsrichtung des Fadens, und auch nur in dieser Richtung, transportierte das Material Wärme ähnlich gut wie Eisen, Platin und andere Metalle – und damit 300 Mal besser als unbehandeltes Polyethylen. Dass der Kunststoff sich vom thermischen Isolator zum Wärmeleiter verwandelt, liegt offenbar daran, dass die langen Kettenmoleküle sich parallel zueinander anlagern. Die Forscher glauben, dass das Material eine praktische Anwendung hat, zum Beispiel in Wärmetauschern und zur Kühlung von Prozessoren. //[reu]//

Medizin Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für die Aktivierung unseres Immunsystems.

Das berichten Wissenschaftler aus Kopenhagen heute im Fachblatt "Nature Immunology". Nur wenn der Organismus über ausreichend Vitamin D verfügt, können die Killerzellen der Körperabwehr ihre Arbeit aufnehmen und Viren und Bakterien bekämpfen. Bei dem Kontakt mit solch einem Eindringling fährt die Killerzelle, auch T-Zelle genannt, eine molekulare Antenne aus und prüft, ob genug Vitamin D verfügbar ist. Ist das der Fall, setzt eine ganze Reaktionskaskade ein. Am Ende vervielfältigt sich die T-Zelle und bildet Hunderte identischer Zellen, die alle auf den Krankheitserreger fokussiert sind. Dass Vitamin D das Immunsystem beeinflussen könne, sei bereits bekannt gewesen, schreiben die dänischen Forscher. Wie grundlegend seine Funktion jedoch ist, sei bislang übersehen worden. //[reu]//

Raumfahrt Die Nasa findet Schmutz im All.

Zwei kleine Körner Sternenstaub hat die amerikanische Weltraumagentur in einer Probe entdeckt, die von der Sonde "Stardust" im Jahr 2006 zur Erde gebracht worden ist. Eingebettet waren die Körner in eine poröse Substanz, welche als interstellarer Staubfänger diente. Laienforscher hatten dabei geholfen, die Staubkörner in der Probe zu finden. Interstellarer Staub bildet sich, wenn Sterne Gas ins Weltall schleudern, das dann zu kleinen Partikeln kondensiert. //[reu]//
05.03.2010

Technologie Mobiltelefone sollen künftig Lippen lesen können

Auch während einer Konferenz, eines Theaterstücks, in der Oper oder im Kino ließe sich dann noch telefonieren. Das berichtet die BBC unter Berufung auf Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie. Die Techniker stützen sich auf die Elektro-Myographie. Dabei werden elektrische Signale sich bewegender Muskeln aufgezeichnet. Aus den Aufzeichnungen von Lippenbewegungen lassen die Forscher Worte und Sätze errechnen. Derzeit sind für die Erfassung noch Elektroden notwendig. Doch die Wissenschaftler hoffen, die Technik so weiter entwickeln zu können, dass sie auch in Mobiltelefone eingebaut werden kann. //[gät]//

Medizin Aids ist die häufigste Todesursache für Frauen im gebärfähigen Alter geworden

Das berichten Mitarbeiter des Aids-Programms der UNO zu Beginn einer zehntägigen Konferenz in New York. 70 Prozent der Frauen wurden weltweit zu ungeschütztem Sex gezwungen; ihr Anteil an den Neuinfektionen mit HIV wächst derzeit unverhältnismäßig stark. So sind in Teilen Afrikas 60 Prozent der HIV-Infizierten Frauen. Bisherige Schutzprogramme seien kaum auf die Situation der Frauen eingegangen. Das UN-Aids-Programm will daher einen neuen Fünf-Jahres-Plan auflegen, der vor allem den Frauen helfen soll. //[gät]//

Klima Der Kohlendioxydausstoß Deutschlands war 2009 geringer als zuvor

Er sank nach Angaben des Bundesumweltamtes um etwa 80 Millionen Tonnen. Das ist ein Minus von 8,4 Prozent. Die Reduktion geht vor allem auf den geringeren Strombedarf der Industrie infolge der Wirtschaftskrise zurück. Die Energieversorger erzeugten weniger Strom und verzichteten vor allem darauf, Steinkohle zu verfeuern. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Verbrauch von Steinkohle für die Stromerzeugung um 12,5 Prozent, der von Braunkohle um 3,2 von 100. Die Umweltprämie – inoffiziell auch Abwrackprämie genannt – hatte dagegen keine spürbare Auswirkung auf den CO2-Ausstoß. Das deckt sich mit einer Untersuchung des Instituts für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, IFEU. Deren Forscher hielten fest, dass die neu gekauften Autos zwar weniger verbrauchten als die verschrotteten, für eine spürbare Reduktion des CO2-Ausstoßes habe das Förderprogramm aber nicht gereicht. //[gät]//

Paläontologie Ob ein Asteroid die Dinosaurier auslöschte oder eine Flut von Vulkanausbrüchen, bleibt unter Paläontologen umstritten

Kernfrage ist die Datierung der Katastrophe, die sich auf der Halbinsel Yukatan vor rund 60 Millionen Jahren ereignete. Ein internationales Wissenschaftlerteam legt heute in "Science" eine Auswertung der 20 wichtigsten Studien der vergangenen Jahre vor. Sie zieht daraus den Schluß, der Asteroid habe so schwere Verwüstungen ausgelöst, dass Flora und Fauna darauf mit massenhaftem Aussterben reagierten. Kritiker sind jedoch nicht überzeugt: Sie weisen darauf hin, dass jüngere Untersuchungen nachgewiesen haben, dass der Asteroid 300.000 Jahre vor dem Beginn des Massenaussterbens die Erde rammte. Das Science-Team habe keine neuen Untersuchungen über den Aufprall des Asteroiden vorgelegt, sondern lediglich alte neu zusammengefaßt – und damit diesen Fehler nicht korrigiert. //[gät]//
04.03.2010

Astronomie Ein Neu entdeckter Stern bestätigt die Wachstumstheorie der Astronomen

Seit 1978 ging man davon aus, dass große Galaxien, wie die Milchstraße dadurch wachsen, dass sie kleinere Nachbarn schlucken. Nachgewiesen werden konnte das bislang nicht. Denn: wenn Zwerggalaxien tatsächlich die Bausteine zum Beispiel der Milchstraße sind, dann müssten die Sterne in den Zwerggalaxien metallarm sein – so metallarm wie eben die sehr alten Sterne im Umkreis der Milchstraße. Amerikanische Astronomen konnten jetzt mit einem hochauflösenden Spektrographen einen Stern aufspüren, der eine fünf Mal geringere Metallkonzentration als die bisher in Zwerggalaxien entdeckten Sterne aufwies. In "Nature" berichten sie über den Stern 1020549, der die Wachstumstheorie bestätigt. //[tj]//

Paläontologie Möglicherweise sind Dinosaurier um einiges älter als gedacht

In einer Gesteinsschicht im südlichen Tansania hat ein internationales Forscherteam 240 Millionen Jahre alte Fossilien entdeckt. Sie stammen von Silesauriden – einer Tiergruppe, die mit den Dinosauriern eng verwandt ist, aber zehn Millionen Jahre vor den ältesten bekannten Dinosauriern lebte. Die fast vollständig zu rekonstruierenden Skelette zeigen, dass die Silesauriden viele Charakteristiken mit den Dinosaurier teilen, ihnen aber auch einige Dino-Eigenschaften fehlen. Der Verwandtschaftsgrad sei vergleichbar mit der Nähe zwischen Mensch und Schimpanse. Dies deute darauf hin – so die Forscher im Fachmagazin "Nature" – dass sich die gemeinsamen Vorfahren von Silesauriden und Dinosauriern sehr viel früher in Untergruppen aufspalteten als bislang vermutet. Die Abstammungslinien müßten sich schon vor 240 Millionen Jahren getrennt haben – und dass hieße: Dinosaurier sind 10 Millionen Jahre älter als das älteste bekannte Dinofossil mit 230 Millionen Jahren. //[tj]//

Medizin Die Medikamente Tamoxifen und Paroxetin sollten nicht gemeinsam eingenommen werden

Diese Warnung sprachen heute die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft aus. Sie beziehen sich dabei auf eine kanadische Studie. In dieser Studie wurde untersucht, ob es Wechselwirkungen gibt, wenn Frauen gleichzeitig das Brustkrebs-Medikament Tamoxifen und das Antidepressivum Paroxetin einnehmen. Dabei zeigte sich: Je länger die Medikamente zusammen eingenommen wurden, desto höher war das Risiko der Patientinnen, an Brustkrebs zu sterben. Die Erklärung hierfür: Tamoxifen muß im Körper durch ein Enzym in der Leber in eine wirksame Form umgewandelt werden. Das Antidepressivum Paroxetin blockiert dieses Enzym jedoch dauerhaft und verringert dadurch die Wirksamkeit von Tamoxifen. Die deutschen Pharmazeuten empfehlen allen betroffenen Patientinnen, sich an ihren Arzt zu wenden. //[tj]//

Medizin Immer mehr Menschen in Deutschland sind depressiv

Zwischen 2004 und 2008 hat die Zahl der depressiven Menschen um 23 Prozent zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der viertgrößten Krankenkasse KKH-Allianz. Besonders betroffen seien junge Männer unter 20 Jahren. Hier habe die Erkrankung um 41 Prozent zugenommen. Als Ursache vermuten die Autoren der Studie zum einen Existenzängste die mit der Wirtschaftskrise verbundenen sind, zum anderen nehme die Orientierungslosigkeit in der globalisierten Gesellschaft zu. //[tj]//
03.03.2010

Medizin Ein kleines Molekül löst heftige Entzündungen im Nervensystem aus

Seit einigen Jahren wissen Forscher bereits, dass das Signal-Molekül CD95L bei Zellen den programmierten Zelltod, die Apoptose auslöst. CD95L wird deshalb auch "Todesbote" genannt. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg haben jetzt im Tierversuch beobachtet, dass das Molekül nach einer Rückenmarksverletzung Zellen des Immunsystems in großer Zahl anlockt und so schwere Entzündungsreaktionen verursacht. Die schädliche Entzündungsreaktion könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass Rückenmarksverletzungen nicht spontan verheilen. Tatsächlich erholten sich genetisch veränderte Mäuse, die kein CD95 L bilden können, schneller als Kontrolltiere. Die Forscher wollen jetzt untersuchen, ob CD95L auch eine Rolle spielt bei der Entstehung von entzündlichen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Rheumatoider Arthritis. Dann ließen sich diese Krankheiten möglicherweise erfolgreich mit einem Wirkstoff behandeln, der den Signalstoff blockiert. //[mawi]//

Zoologie Je länger die Hörner, umso mehr Nachkommen gibt es

Das gilt zumindest für Kotkäfer-Weibchen. Sie setzen ihre Hörner ein, um sich bei der Brutpflege einen Vorteil gegenüber anderen Weibchen zu verschaffen, berichten Forscher der University of Western Australia in Crawley im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B". Kotkäferweibchen sammeln Dung, drehen ihn zu Kugeln und legen in jeder Kugel ein Ei ab. Weibchen mit großem Horn gelangen zu mehr Mist und verteidigen ihre Brut erfolgreicher als Käferweibchen mit kleineren Hörnern. Kleinen Kotkäferweibchen mit kleinem Horn werden häufiger schon fertig gedrehte Kugeln durch Konkurrentinnen entwendet, die dann eigene Eier in die Kugeln ablegen. //[mawi]//

Medizin Fußballstadien sind schlecht auf Herzinfarkte von Fans vorbereitet

Von 187 Stadien in zehn Ländern hat mehr als jedes vierte Stadion kein Elektroschockgerät, mit dem sich lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen behandeln lassen. Bei drei von vier Vereinen seien die Mitarbeiter nicht mit Wiederbelebungsmaßnahmen vertraut. Es gebe auch keine speziellen Schulungen, kritisieren europäische Sportmediziner im Fachblatt "European Heart Journal". Es müsse dringend dafür gesorgt werden, dass die Sicherheit von Spielern und Zuschauern besser werde, heißt es in der Studie. Für die schlechte Ausstattung machen die Mediziner die Nachlässigkeit der Vereine verantwortlich. Im Untersuchungszeitraum der Studie, der Saison 2005/2006, erlitten 77 Zuschauer einen Herzinfarkt. //[mawi]//

Medizin Alzheimer-typische Ablagerungen im Gehirn schützen vor Krankheitserregern

Mediziner der US-amerikanischen Harvard University haben die für Alzheimer-Patienten typischen Eiweißablagerungen im Gehirn genauer untersucht und festgestellt: Die beta-Amyloid-Plaques wirkten in Laborversuchen als effektive Barriere gegen diverse Krankheitserreger. Die Forscher testeten künstlich erzeugte Beta-Amyloid-Proteine gegen 15 standardmäßig verwendete Krankheitserreger. Die Beta-Amyloid-Proteine zeigten in acht Fällen eine starke antimikrobielle Wirkung, in sieben davon begrenzten sie die Vermehrung der Erreger sogar stärker als das für seine antimikrobielle Wirkung bekannte menschliche Protein LL-37. Die Versuche legten den Schluss nahe, dass Beta-Amyloid kein Abfallprodukt des Gehirnstoffwechsels sei, sondern es sich um einen normalen Bestandteil des hirn-internen Immunsystems handelt, schrieben die Forscher im Online-Fachblatt "PloS ONE". //[mawi]//

Raumfahrt "Mars Express" nähert sich Phobos an

Heute Abend um 21.55 Uhr MEZ wird sich die europäische Raumsonde "Mars Express" dem Marsmond Phobos bis auf 67 Kilometer nähern – und damit so nahe kommen wie nie zuvor. Forscher erhoffen sich von der Passage neue Erkenntnisse über den Ursprung des Mondes. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA besteht dabei erstmals die Möglichkeit, das Schwerefeld von Phobos zu vermessen. Fotos wird es keine geben – Mars Express nähert sich dem Mond von der Nachtseite her. //[mawi]//

Gesundheit Franzosen machen sich schlanker und größer, als sie sind

Und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. Wenn sie ihr Gewicht und ihre Größe angeben sollen, machen sich Franzosen im Schnitt etwa ein Kilogramm leichter und knapp einen Zentimeter größer. Das ist das Ergebnis einer Studie eines französischen Gesundheitsinstituts mit etwa 630 Teilnehmern. Die Studienteilnehmer wussten, dass ihre Angaben überprüft werden sollten. Bei Umfragen zum Thema Übergewicht müsse man immer mit diesem sogenannten "Obelix-Syndrom" rechnen, so die Forscher. Obelix, der Gallier aus den Comics leugnet stets sein Übergewicht. //[mawi]//
02.03.2010

Psychologie Stress macht rücksichtslos

Nur wenn ausreichend Zeit da ist, hat soziales Verhalten eine Chance. Zu diesem Ergebnis kommen Wirtschaftsforscher der Universität Zürich nach der Analyse von zwei Schiffs-Katastrophen im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences". Am 7. Mai 1915 sank die britische RMS Lusitania nach deutschem Torpedo-Beschuss innerhalb von 18 Minuten. Bei dem Kampf ums Überleben schafften es nur die Stärksten im Alter von 16 bis 35 Jahren in die Rettungsboote. Anders beim Untergang der Titanic am 14. April 1912, der sich über zwei Stunden und 40 Minuten hinzog. Hier blieb den Menschen Zeit zum Abwägen. Dabei setzte sich die Rücksicht auf schwächere Mitglieder der Gemeinschaft eher durch. Man hielt sich an die Losung des Kapitäns, Kinder und Frauen zuerst in die Boote zu lassen. //[mawi]//

Planetologie Auch am Nordpol des Mondes gibt es Eis

Ein US-amerikanisches Radargerät hat an die 40 Krater voll mit gefrorenem Wasser entdeckt. Die Krater hätten einen Durchmesser zwischen 1,6 bis 15 Kilometern, teilte die Raumfahrtbehörde NASA mit. Das Radargerät befindet sich an Bord einer indischen Raumsonde, die um den Mond kreist. Im vergangen Jahr hatten Astronomen Hinweise auf gefrorenes Wasser am Südpol des Mondes gefunden. //[mawi]//

Paläontologie Dino-Babys dienten Urzeit-Schlangen als Zwischenmahlzeit

Das ergab die Auswertung eines 67 Millionen Jahre alten Fossilien-Fundes durch Paläontologen der Universität Michigan. Der Fund enthält eine 3,50 Meter lange Schlange neben einem Gelege von Dinosaurier-Eiern. Einige Eier sind aufgebrochen. Das Fossil, das 1987 in Westindien entdeckt worden war, gilt zudem als Beleg dafür, dass Schlangen zu dieser Zeit bereits bewegliche Kieferknochen hatten. Möglicherweise waren die Schlangen eine der wenigen natürlichen Feinde der Sauropoden, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "PLoS Biology". //[mawi]//

Medizin Die Diabetes-Behandlung der Zukunft könnte ohne Insulin auskommen

Darauf deuten Ergebnisse von Tierversuchen hin, die Diabetes-Forscher aus Dallas im Fachblatt "PNAS" vorstellen. Sie behandelten zuckerkranke Mäuse mit dem Hormon Leptin. Das 1994 entdeckte Hormon Leptin wird in Fettzellen des Körpers gebildet. Es signalisiert dem Gehirn, satt zu sein. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei der Regulation des Fettstoffwechsels. Bei diabetes-kranken Mäusen senkte Leptin den Blutzucker-Spiegel ähnlich effektiv wie Insulin. Durch seine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel habe Leptin möglicherweise weniger Nebenwirkungen als das Insulin, so die Forscher. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 müssen lebenslang Insulin spritzen, da die Bauchspeicheldrüse das körpereigene Hormon nicht mehr herstellt. Nebenwirkungen der Insulin-Therapie sind Übergewicht und Schäden an Gefäßen durch erhöhte Cholesterinwerte. Die Forscher gehen davon aus, dass eine ergänzende Leptin-Gabe helfen könnte, die Nebenwirkungen der Insulin-Therapie abzumildern. //[mawi]//

Raumfahrt Glonass wächst

Russland hat gestern Abend drei neue Satelliten für sein Satelliten-Navigationssystem Glonass in eine Umlaufbahn gebracht. Die Satelliten umkreisen die Erde in gut 19.000 Kilometern Höhe. Die Zahl der Glonass-Satelliten wuchs damit auf 23. Allerdings sind nur 18 aktiv. Das Gesamtsystem sieht 30 Satelliten vor. //[mawi]//
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