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24.03.2010

Geophysik Enceladus' Schneekanonen haben eine enorme Reichweite.

In der Südpolregion des Saturnmonds schleudern Geysire regelmäßig explosionsartig mikroskopisch kleine Eispartikel bis ins Weltall. Möglich wird dies durch die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 207 Metern pro Sekunde. Dies reicht aus, um der Anziehungskraft des Mondes zu entkommen, berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg. Sie hatten die Daten des Staubdetektors der Cassini-Sonde untersucht. Die schnellsten Teilchen landen demzufolge sogar auf dem E-Ring des Saturn. Enceladus ist von seinem Planeten rund 238.020 Kilometer entfernt. Die langsameren Teilchen hingegen bleiben auf dem Mond und schweben als Schnee zum Boden zurück. Auf diese Weise wächst die Schneeschicht auf Enceladus pro Jahr um einen halben Millimeter. //[mst]//

Quelle: MPG

Biologie Mistkäfer müssen eine schwierige Entscheidung treffen.

Männchen der Art //Onthophagus taurus// können ihre Energie nur in das Wachstum eines Körperteils stecken: in die Muskelkraft oder in die Hodengröße. Abhängig sei dies von der Fortpflanzungsstrategie, berichten Forscher in den Mitteilungen der britischen Royal Society. Demnach entwickeln gehörnte Männchen, die aktiv um Weibchen kämpfen, besonders kräftige Muskeln, mit denen sie Konkurrenten im Kampf besiegen können. Ungehörnte Käfer hingegen investieren ihre Kraft in die Hodengröße, was sich auf die Fitness der Spermien auswirkt. Zwar seien ungehörnte Männchen ihren Horntragenden Geschlechtsgenossen körperlich unterlegen, jedoch lassen sie keine Gelegenheit aus, dennoch ein Weibchen zu begatten. Gelingt ihnen dies, setzen sich ihre Spermien gegen die der muskulösen Männchen durch. //[mst]//

Quelle: Proceedings of the Royal Society B

Archäologie Forscher entwickeln eine schonende Methode zur Altersbestimmung von Relikten.

Bislang mussten Forscher für die sogenannte Radiokohlenstoffdatierung jeweils Proben des zu bestimmenden Objekts entnehmen. US-Wissenschaftler haben diese auch als C14-bekannte Methode weiter entwickelt, ohne dass Knochen, Leder oder Holzproben entnommen werden müssen. Wie sie auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Chemie mitteilten, wird dabei das Artefakt in einer Kammer platziert, die ein Plasma enthält. Dieses führt den Forscher zufolge zu einer Oxidation der Reliktoberfläche. Dabei entsteht das für die Altersbestimmung benötigte Kohlendioxid, ohne jedoch das Objekt zu beschädigen. Bei ersten Tests an Holzkohle, Leder und Knochen lieferte die neue Methode genauso gute Ergebnisse wie die bisherige Radiokarbonmethode, so die Forscher. //[mst]//

Quelle: scienceticker

Biologie Der Klimawandel verschiebt die Lebensräume von Pflanzen.

Das ist das Fazit einer Studie von Forschern der Universität Bonn, die in den Proceedings der Royal Society vorgestellt wird. Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie viele Pflanzenarten unter den heutigen Klimabedingungen in unterschiedlichen Regionen der Erde vorkommen. Die Daten übertrugen sie anschließend auf 18 verschiedene Klimawandelszenarien für das Jahr 2100. Dabei sahen sie, dass Arten vor allem dort neuen Lebensraum finden könnten, wo es heute noch kühl und feucht ist. Verbreitet werden die meisten Arten über internationale Transportsysteme, selbst in scheinbar unzugängliche Gebiete wie die Arktis. Demnach würden Industrieländer mit hohem Treibhausgasausstoß wie Deutschland sogar von einer Zunahme der Pflanzenvielfalt profitieren. In ärmeren Südländern dagegen dürfte die Pflanzenvielfalt zurückgehen. //[mst]//

Quelle: Royal Society

Biologie Das südlichste Korallenriff der Welt verblasst.

Aufgrund des Anstiegs der Wassertemperatur um zwei Grad Celsius haben die Korallen vor der Lord-Howe-Insel, rund 600 Kilometer östlich von Sydney entfernt, zum ersten Mal einen Großteil ihrer Farbenpracht verloren. Das warme Wasser strömte australischen Forschern zufolge aus tropischen Bereichen rund um das Great Barrier Reef, das weltweit größte Korallenriff an der australischen Ostküste, nach Süden. Wenn Korallen ausbleichen, stoßen sie die Algen ab, die sonst für ihre Färbung sorgen. Kühlt sich das Wasser wieder relativ rasch ab, kann ein Korallenriff überleben. Um sich von einer schweren Bleiche zu erholen, brauchen Korallenriffe unter Umständen aber Jahrzehnte. //[mst]//
23.03.2010

Zoologie Raupe lebt in zwei Welten.

Einige Raupenarten auf Hawaii können sowohl unter Wasser als auch auf dem Land leben – und sich in beiden Umgebungen völlig normal entwickeln. In jedem Fall werden sie zu einem Falter. Damit sind diese amphibischen Arten einzigartig unter den Insekten, schreiben die Entdecker der Raupen von der Universität Honululu im Fachblatt "PNAS". Der Grund für dieses einmalige Phänomen sei unklar, erklären die Biologen. Es sei aber ein weiteres Zeichen für die herausragende Stellung der Tier- und Pflanzenwelt auf dem isolierten Archipel Hawaii. //[reu]//

Geologie Experten befürchten weiteren Vulkanausbruch in Island.

Nach dem Ausbruch vom Wochenende glauben englische Geowissenschaftler, dass es nun auch zur Eruption eines Nachbarvulkans kommen könnte. Ein Ausbruch am Eyjafjallajökull sei in der Vergangenheit oft der Auslöser gewesen für eine Eruption des Vulkansystems Katla in direkter Nachbarschaft, erklärte ein Forscher der Universität Newcastle. Ein Ausbruch des Vulkans Katla sei schon lange überfällig. Feiner Staub könnte dadurch so hoch in die Atmosphäre gewirbelt werden, dass eine Beeinträchtigung des Flugverkehrs möglich wäre. //[reu]//

Raumfahrt Raumgleiter für Touristen absolviert ersten Testflug.

Das kommerzielle Raumschiff "Space Ship Two" des US-Unternehmens Virgin Galactic ist gestern zum ersten Mal in die Luft befördert worden. Über der kalifornischen Mojave-Wüste wurde es auf einem Trägerflugzeug in eine Höhe von rund 14.000 Metern gebracht, dort aber nicht abgekoppelt. Der erste Alleinflug soll bei späteren Tests erfolgen. Das private Raumschiff bietet Platz für zwei Piloten und sechs Passagiere. Ab dem Jahr 2012 sollen die ersten kommerziellen Flüge starten – zu einem Preis von rund 200.000 Dollar pro Person. //[reu]//

Raumfahrt Briten gründen Weltraumbehörde.

Großbritannien wird am 1. April eine neue Behörde ins Leben rufen, die sich den nationalen Plänen zur Erforschung des Weltalls widmen soll. Sie wird den Namen „UK Space Agency“ tragen, kurz UKSA. Diese Behörde soll Forschungsvorhaben koordinieren und das Budget für alle Weltraumprojekte Großbritanniens planen. Zunächst soll sie sich auf jene Bereiche konzentrieren, die mit der Europäischen Weltraumbehörde Esa zu tun haben. //[reu]//

Neurowissenschaft Körperdrehung aktiviert Hirnzellen.

Wenn ein Mensch sich um die eigene Achse dreht, dann werden dabei ganz spezielle Gehirnzellen aktiv, je nachdem, ob es sich um eine Links- oder Rechtsdrehung handelt. Das haben Wissenschaftler aus den USA und Israel herausgefunden. Sie hatten Epilepsie-Patienten untersucht, denen im Vorfeld einer Gehirnoperation Messelektroden eingepflanzt worden waren. Die Sensoren erfassten die Aktivität von rund 1400 Nervenzellen, während sich die Testpersonen in ein Computerspiel durch eine virtuelle Stadt bewegten. Dabei konnten sie ihr Ziel auf einer Route erreichen, die entweder links oder rechts herum gekrümmt war. In der Gehirnregion des Entorhinalen Cortex fanden die Forscher aus Philadelphia für beide Richtungen eigene Nervenzellen. Von dort fließt die Information zum Hippocampus, wo das Wissen, das für die Orientierung nötig ist, zu einer Art inneren Landkarte zusammen gefaßt wird. //[reu]//

Kunst Das "letzte Abendmahl" wurde immer üppiger.

Über die vergangenen 1000 Jahre sind die Abbildungen des "letzten Abendmahls", das Jesus Christus im Kreis seiner Jünger abhält, immer kalorienhaltiger geworden. So habe die Größe des Hauptgerichts im Verlauf von 1000 Jahren um gut 70 Prozent zugenommen, das Brot um rund 25 Prozent und die Tellergröße um knapp 65 Prozent. Die Maler hätten in den Bildern auch immer die Essgewohnheiten ihrer eigenen Zeit einfließen lassen, schreiben Forscher von der Cornell University im Fachblatt "International Journal of Obesity". //[reu]//
22.03.2010

Chemie Atombombenversuche hinterlassen ihre Spuren im Wein.

Das Alter eines Weines lässt sich an der Menge radioaktiven Kohlenstoffs ablesen, der aus Atomexplosionen stammt. Je nach Jahrgang der Trauben finden sich unterschiedliche Mengen des radioaktiven Isotops Kohlenstoff-14 im Wein, berichteten australische Forscher von der University of Adelaide auf der Jahrestagung der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft. Die Wissenschaftler hatten 20 australische Rotweinsorten aus den Jahren 1958 bis 1997 auf ihre C14-Werte untersucht. Diese Daten verglichen sie mit atmosphärischen Proben. Anhand des Verhältnisses der Kohlenstoff-Isotope C12 und C14 im Alkohol konnten sie das Alter der Weine exakt bestimmen. Experten gehen davon aus, dass im Hochpreissegment bis zu fünf Prozent der Weine gefälscht sind. Die Jahrgangsbestimmung könnte helfen, Konsumenten vor Fälschungen zu schützen. //[mawi]//

Quelle: University of Adelaide

Paläontologie In Marokko haben Forscher Fußabdrücke von Dinosauriern gefunden.

Geowissenschaftler der Technischen Universität Bergakademie Freiberg sind bei Grabungen im marokkanischen Hohen Atlas auf Hunderte Saurierspuren gestoßen. In diesem Gebiet seien offenbar vor 230 Millionen Jahren die Ursaurier entstanden, aus denen sich später die Dinosaurier entwickelten. Die Spuren stammten zum Teil von Arten, von denen bislang noch nie Fährten gefunden wurden. Mehr als 500 Abdrücke im Stein seien bislang ausgegraben worden und insgesamt 60 Meter Saurierfährten werden nun in den kommenden Monaten analysiert. Nach Angaben der Bergakademie Freiberg stießen die Forscher zudem auf Höhlensysteme von etwa 30 Zentimeter großen Ur-Reptilien. //[mawi]//

Raumfahrt Vier junge Europäer wollen einen Marsflug simulieren.

Zwei Franzosen, ein Belgier und ein Italiener sind in der engeren Auswahl für den gut 500 Tage dauernden Langzeitversuch am Moskauer Institut für biomedizinische Probleme, der im Sommer beginnen soll. Das teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa heute im niederländischen Noordwijk mit. Zwei der vier Kandidaten werden an dem Experiment teilnehmen können. Drei russische sowie ein chinesischer Teilnehmer sind bereits gesetzt. Bei dem Experiment werden ein 250-tägiger Flug zum Mars, ein 30-tägiger Aufenthalt auf dem Mars sowie ein 240-tägiger Rückflug zur Erde simuliert. //[mawi]//

Technik Schweizer Physiker haben den kleinsten Laser der Welt gebaut.

Der Laser ist 30 Mikrometer lang, acht Mikrometer hoch und sendet Licht mit einer Wellenlänge von 200 Mikrometern aus. Damit sei der Laser bedeutend kleiner als das von ihm emittierte Licht, teilte die Eidgenössische Technische Hochschule ETH in Zürich mit. Kernstück des Lasers ist – nicht wie sonst üblich ein optischer - sondern ein elektrischer Resonator. Er besteht aus zwei halbkreisförmigen Kondensatoren, die durch eine Spule miteinander verbunden sind. Die Bauteile bildeten einen elektronischen Schwingkreis. Darin werde das Licht eingefangen und zu elektromagnetischen Schwingungen angeregt, teilte die ETH mit. Ziel der Zürcher Forscher ist die Entwicklung von elektro-optischen Chips für einen schnellen Datenaustausch auf Mikroprozessoren. //[mawi]//

Quelle: ETH Zürich

Wettbewerb Eines von sieben Jahrtausend-Problemen gilt jetzt offiziell als gelöst.

Vor zehn Jahren hat das US-amerikanische Clay Mathematics Institute in Cambridge insgesamt sieben Millionen Dollar ausgelobt. Das Institut wollte damit die Lösung von sieben Jahrtausend-Problemen der Mathematik vorantreiben. Jetzt will das Institut die erste Million auszahlen: an den russischen Mathematiker Grigorij Perelman. Es erkennt damit den Beweis der so genannten Poincaré-Vermutung als richtig an, den Perelman zwischen November 2002 und Juli 2003 im Internet veröffentlicht hat. Offen allerdings ist, ob Perelman das Preisgeld annehmen wird. Er lebt zurückgezogen in St. Petersburg und scheut öffentliche Auftritte. Die Fields-Medaille, die als Nobelpreis der Mathematik gilt, war Perelman im Jahr 2006 zugesprochen worden. Er nahm sie nicht an. //[mawi]//

Quelle: New Scientist

Paläoanthropologie Der Urmensch pflegte schon vor 3,6 Millionen Jahren den aufrechten Gang.

Das legen die Ergebnisse biomechanischer Experimente nahe, die US-amerikanische Forscher von der University of Arizona durchführten. Sie ließen Versuchspersonen über einen Sandweg laufen – einmal im Schimpansengang und dann aufrecht - nach Menschenart. Die Forscher analysierten die Spuren. Das Ergebnis: Liefen die Versuchspersonen in geduckter Haltung nach Schimpansenart war die Zehenpartie tiefer im Sand eingesunken als die Ferse. Dieses Abdruckprofil habe sich als nicht identisch mit dem den Trittspuren von drei Exemplaren des //Australopithecus afarensis// erwiesen, die in Laetoli in Tansania gefunden worden waren, schreiben die Forscher im Fachblatt "PLoS One". Vor 3,6 Millionen Jahren seien zumindest schon die drei Urmenschen aufrecht gelaufen, die ihre Spuren in der Vulkanasche im tansanischen Laetoli hinterlassen hatten. Aus den insgesamt 70 Fußabdrücken lasse sich ablesen, dass sich die Urmenschen damals mit einer Geschwindigkeit von zwei bis vier Stundenkilometern fortbewegten. //[mawi]//

Quelle: http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0009769

19.03.2010

Physik Turbulenzen in Röhren lassen sich zähmen.

Werden Flüssigkeiten durch Röhren gepresst, können Wirbel entstehen. Diese zu überwinden, kostet viel Energie. Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und der Harvard-Universität in den USA haben jetzt einen Weg gefunden, diese Wirbel zu unterdrücken: Sie spritzen in eine Wasserröhre in regelmäßigen Abständen zusätzlich Wasser. Diese Wasserstrahlen führten zu einem insgesamt ruhigeren Strom im Rohr. In der Folge sinkt der Energieaufwand für die Wasserpumpen, so die Wissenschaftler. Die Einsparung ist größer als die zusätzliche Energie, die für die Wasserspritzen benötigt wird. Bereits in der Vergangenheit hatten sich die Forscher aus Göttingen mit den Turbulenzen in Pipelines beschäftigt. Sie stellten fest, dass sich die Wirbel nach einiger Zeit wieder von selbst auflösten. Seitdem suchten sie nach einer Technik, um diese Zeitspanne zu verkürzen. //[gät]//

Biologie Samen von Drohnen bekämpfen sich noch im Leib der Königinnen.

Das schreiben Forscher der Universität Kopenhagen im Fachblatt "Science". Die Wissenschaftler hatten wissen wollen, ob sich der Konkurrenzkampf der Männchen bei der Fortpflanzung nach der Begattung fortsetzt. Bienenköniginnen paaren sich – wie auch Ameisenköniginnen – nur einmal im Leben und speichern den Samen dann. Die Forscher stellten fest, dass die Männchen dem Samen eine zweite Substanz beimischen, die den Samen anderer Männchen noch im Leib der Königin angreift. Allerdings nicht für lange: in der Samentasche der Königin, in der sie die Keimzellen der Drohnen speichert, endet der Konkurrenzkampf: Die Biene sondert ihrerseits ein Sekret ab, das die aggressiven Substanzen der Männchen neutralisiert. //[gät]//

Medizin Resistente Tuberkuloseerreger breiten sich weltweit aus.

Davor warnt die Weltgesundheitsorganisation. Nach Angaben der WHO starben 2008 150.000 Menschen an schwer behandelbarer Tuberkulose, zwischen 400.000 und 500.000 steckten sich an. Die Hälfte der Fälle registrierte die Organisation in China und Indien. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen Russland und Tadschikistan. Die WHO appelliert an alle Länder, die Suche nach neuen Behandlungsmethoden zu verstärken. //[gät]//

Physik Die erste dreidimensionale Tarnkappe funktioniert.

Sie kann ein mikrometergroßes Objekt im infraroten Licht verbergen. Die Technik wird von Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie und Kollegen aus Großbritannien in "Science" vorgestellt. Die Wissenschaftler verstecken das winzige Objekt unter einem feinen, quasi spiegelnden Teppich. Auf die dabei entstehende Beule platzierten sie ein Metamaterial aus vielen, eng gestapelten Polymerstäbchen. Die beugen das Licht so, dass der Spiegel im infraroten Licht eben erscheint. Mit Hilfe von Metamaterialien ist es Forschern bereits in der Vergangenheit gelungen, elektromagnetische Wellen so um ein Objekt herumzuleiten, dass es nicht zu entdecken war. Bis jetzt funktionierte diese Technik jedoch nur zweidimensional, und bei deutlich längeren Lichtwellen. Um auch im sichtbaren Licht zu funktionieren, müssten die Polymerstäbchen noch deutlich kürzer sein. Eine praktische Arbeit verfolgen die Forscher mit ihrer Arbeit nicht. //[gät]//

Astronomie In den Ringen des Saturns geht es turbulent zu.

Jeden Tag prallen Eisbrocken aufeinander. Kleine Monde zerren an Staub und Steinen, und immer wieder schießt ein stellares Geschoß durch die äußeren Ringe und verschwindet wieder im All. Darauf deuten Aufnahmen der Raumsonde Cassini hin, die von einem internationalen Wissenschaftlern ausgewertet und mit den Daten der Voyager-Mission verglichen wurden. Sie zeigen, dass sich die Eigenschaften der Ringe sehr schnell ändern, zum Teil sogar in Tagen. Die Forscher vermuten, dass es ähnlich wie in dem Ringsystem des Saturn auch in einem entstehenden Sonnensystem zugeht. //[gät]//

Biologie Nicht die Gene allein machen das Individuum einzigartig.

Es sind vor allem die Eiweiße, die das Ablesen der Gene steuern. Das berichten Forscher des Europäischen Molekular-Biologischen Laboratoriums in Heidelberg gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Yale und Stanford in "Science". Das Forscherteam hatte zum ersten Mal das Erbgut einzelner Menschen miteinander verglichen und dabei untersucht, wie die Teile der DNS zwischen den Genen das Ablesen und Umsetzen der Informationen beeinflussen. Dabei entdeckten sie, dass bis zu einem Viertel der Gene individuell unterschiedlich abgelesen werden. Die Varianz der Gene selbst ist deutlich kleiner. //[gät]//
18.03.2010

Biologie Schwangere sind vergesslich.

Das ist das Fazit einer Studie von Forschern des Institute for Health Research, die auf der Jahrestagung der Society of Endocrinology in Manchester vorgestellt wurde. Im Laufe der Schwangerschaft geht das räumliche Erinnerungsvermögen von Frauen demnach stark zurück. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der veränderte Hormonspiegel während der Schwangerschaft bestimmte Regionen im Gehirn beeinträchtigt, die für die Erinnerung zuständig sind. Die genauen Zusammenhänge seien jedoch noch unklar. Den Forscher zufolge setzt die Erinnerungsschwäche im vierten Schwangerschaftsmonat ein und dauert bis drei Monate nach der Geburt an. //[mst]//

Quelle: Society for Endocrinology

Astronomie Astronomen entdecken einen Exoplaneten mit moderaten Temperaturen.

Denn auf Corot-9b liegen die Temperaturen zwischen -20 und 160 Grad Celsius. Damit sei es erstmals gelungen einen Planeten bei einem fernen Stern aufzuspüren, der den Planeten unseres Sonnensystems weitgehend ähnele, berichtet ein Internationales Astronomenteam im britischen Fachblatt "Nature". Der Exoplanet kreist um eine Sonne im Sternbild Schlange, die rund 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Corot-9b ist etwa so groß wie Jupiter und umrundet seinen Stern im nahezu gleichen Abstand wie Merkur unsere Sonne. Die meisten der mehr als 400 entdeckten Exoplaneten umkreisen ihre Sterne hingegen in weitaus geringeren Abständen. Dementsprechend hohe Temperaturen herrschen dort. //[mst]//

Astronomie Ur-Quasare sind staubfrei.

Astronomen aus Kopenhagen haben mit Hilfe des Weltraumteleskops "Spitzer" einen Quasar fotografiert, in dessen Zentrum sich ein Schwarzes Loch befindet. Wie sie im Fachblatt "Nature" berichten, sei dieses gut sichtbar, weil sich in der Umgebung des Quasars offenbar kein kosmischer Staub befindet. Daher vermuten sie, dass sich dieser Quasar in einer sehr frühen Phase seiner Entwicklung befindet. Quasare sind extrem ferne Galaxien am Rand des sichtbaren Universums, die kurz nach dem Urknall entstanden sind. In ihrem Zentrum befindet sich ein Schwarzes Loch. Da dieses Materie einsaugt, bildet sich eine extrem heiße, rotierende Materiescheibe, die sehr intensiv Licht abstrahlt, welches Teleskope registrierten können. //[mst]//

Medizin Einsame Senioren haben einen hohen Blutdruck.

Das ist das Ergebnis einer 5-Jahres-Studie, die Forscher aus Chicago im Fachblatt "Psychology and Aging" vorstellen. Sie hatten knapp 230 Freiwillige zwischen 50 bis 68 Jahren zu ihrer Selbstwahrnehmung bezüglich Einsamkeit befragt. Bei den Probanden, die sich als einsam eingestuft hatten, stieg in den folgenden Jahren der Blutdruck signifikant an. Andere Faktoren wie Alkoholkonsum, Ernährung, Gewicht oder Stress konnten die Forscher ausschließen. Der Zusammenhang liege in einer übertriebenen Ängstlichkeit bei sozialen Verbindungen. Charakteristisch für Einsamkeit sei der Drang, mit anderen Kontakt aufzunehmen. Da dies stets mit Furcht vor Ablehnung einhergehe, könnte dies die Ursache für physiologische Veränderungen einschließlich des erhöhten Blutdrucks sein. //[mst]//

Quelle: Science Daily

Paläontologie Paläontologen rekonstruieren einen 4 Millionen Jahre alten Haiangriff.

Forscher aus Pisa haben an einem fossilen Delphinskelett zahlreiche Spuren von Haizähnen entdeckt. Wie sie im Fachblatt "Palaeontology" berichten, konnten sie nicht nur den Angreifer identifizieren, sondern anhand der Bissspuren an Rippen, Wirbeln und Kiefer auch die Haiattacke nachzeichnen. Demnach griff der rund vier Meter lange Hai sein Opfer von unten an und überwältigte es gleich mit dem ersten Biss. Ein zweiter Biss nahe der Finne deutet darauf hin, dass das Opfer nach der ersten Attacke bereits tödlich verletzt auf dem Rücken lag, bevor es in die Rückenflosse gebissen wurde. Das rund 4 Millionen Jahre alte Delphinskelett wurde vor mehr als 100 Jahren im norditalienischen Piemont ausgegraben und lag seit dieser Zeit in einem Turiner Museum. //[mst]//

Quelle: Alphagalileo

Naturschutz In Europa ist ein Drittel der Schmetterlinge gefährdet.

Das geht aus der aktuellen Ausgabe der Roten Liste hervor, die die Weltnaturschutzunion IUCN im Auftrag der Europäischen Union veröffentlicht hat. Demnach hat der Verlust vieler Lebensräume ernste Auswirkungen auf Europas Schmetterlinge, Libellen und andere Insekten. Neun Prozent der Schmetterlinge und 14 Prozent der Libellen sind in Europa vom Aussterben bedroht. Bei rund einem Drittel der Europäischen Schmetterlingsarten gehen die Populationen zurück. Nur die Hälfte der Arten sei stabil, gerade einmal vier Prozent weisen steigende Populationen auf. //[mst]//
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